Firmengründer wird Ehrenbürger

Die Gemeinde Hartmannsdorf hat sich erfolgreich entwickelt. Einem daran Beteiligten soll jetzt gedankt werden.

Hartmannsdorf.

Der Komsa-Gründer und heutige Aufsichtsrat des Unternehmens, Gunnar Grosse, wird Ehrenbürger der Gemeinde Hartmannsdorf. Wie Bürgermeister Uwe Weinert (CDU) erklärte, soll damit das Lebenswerk des 79-Jährigen gewürdigt werden.

Entscheidend dafür, dass die Gemeinderäte in ihrer Sitzung am Donnerstagabend der Ehrung Grosses mit der höchsten Auszeichnung der Gemeinde zustimmten, seien die positiven Wirkung des Telekommunikationsdienstleisters auf den Ort und das soziale Engagement seines Gründers, ergänzte der Bürgermeister. "Hartmannsdorf steht gut da. Ohne Komsa würde es der Gemeinde nicht so gut gehen", so Weinert. Nach der Wende, die einen enormen Arbeitsplatzabbau zur Folge hatte, seien bis heute mehr als 3300 Arbeitsplätze in der Gemeinde neu entstanden. Die Komsa Kommunikation Sachsen AG sei mit mehr als 1000 Beschäftigten größter Arbeitgeber im Ort, sagte er.

Der gebürtige Schwede Grosse gründete das Unternehmen 1992. Firmenzentrale war anfangs der seit Jahrhunderten im Familienbesitz befindliche Grosse-Hof an der Unteren Hauptstraße in Hartmannsdorf. "Von hier aus begannen Gunnar Grosse und sechs Mitarbeiter potenzielle Mobilfunkhändler in den neuen Bundesländern zu suchen und ein Netz von Vertriebspartnern aufzubauen", erinnert Unternehmenssprecherin Nadja Lauchstädt. Diese Händler versorgte das Unternehmen mit Geräten und Zubehör für die neuen Mobilfunknetze, so die Sprecherin.

Die Anforderungen wandelten sich, die Firma wuchs beständig und ist laut Lauchstädt heute größtes Familienunternehmen Mitteldeutschlands. 1998 bezog es einen Neubau im Hartmannsdorfer Gewerbegebiet. Nach eigenen Angaben beschäftigt Komsa heute 1700 Mitarbeiter, die meisten davon in Hartmannsdorf. Im Geschäftsjahr 2017/ 2018 habe das Unternehmen knapp 1,2 Milliarden Euro Umsatz erwirtschaftet, so Lauchstädt.

Anerkennung im Ort und darüber hinaus findet zudem die Betriebskindertagesstätte. Diese wurde 2003 mit damals 30 Plätzen eröffnet. 2007 zog sie in die neu gebaute Einrichtung "Weltenbaum" auf dem Firmengelände um. Dort stehen aktuell etwa 70 Betreuungsplätze zur Verfügung. Vom Engagement Grosses haben laut Weinert auch die Europäische Mittelschule und Sportvereine im Ort profitiert.

Nach Angaben des Bürgermeisters hat die Gemeinde bisher zweimal die Ehrenbürgerwürde verliehen: an den ehemaligen Lehrer Reinhold Irmscher und postum an den früheren Bürgermeister Fritz-Peter Weigert. Grosse habe der Auszeichnung zugestimmt, sagte Weinert. Der Festakt zur Verleihung werde vorbereitet. Der Termin dafür stehe noch nicht fest.

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