Freigabe der Kaßbergauffahrt verschiebt sich erneut

Die Verbindung zum größten Stadtteil wird erst im Frühjahr 2020 fertig. Die Gründe dafür haben auch mit der Jahreszeit zu tun.

Weiter Umleitung fahren heißt es für Bewohner und Gäste des Kaßbergs: Die wegen Bauarbeiten gesperrte Karl-Schmidt-Rottluff-Brücke wird auch in den kommenden Monaten nicht befahrbar sein. Seit Frühjahr des vergangenen Jahres wird die rund 150 Jahre alte Überquerung über die Chemnitz umfassend saniert.

Ursprünglich sollten die Arbeiten bereits Mitte Oktober abgeschlossen sein. Doch wenige Tage zuvor kündigte die Stadtverwaltung an, dass die Bauarbeiten länger dauern. Zwar wurde die Erneuerung der Überquerung im vergangenen Monat abgeschlossen, doch mussten noch die Zufahrten ober- und unterhalb der Brücke gebaut werden, was zu einer Verlängerung der Arbeiten führte. Als neuen und spätesten Termin für die Freigabe nannte die Verwaltung den 15. Dezember. An diesem Tag findet der Fahrplanwechsel bei Bus und Bahn statt. Doch daraus wird nun wieder nichts.

Am Montagnachmittag teilte die Stadtverwaltung mit, dass die Karl-Schmidt-Rottluff-Brücke nun wohl erst im März 2020 und damit fünf Monate später als geplant freigegeben wird. Als Grund für die neuerliche Verschiebung werden Probleme mit der vorhandenen Bausubstanz bei den Straßenbauarbeiten genannt. Das habe zu "zusätzlichen, zeitintensiven" Planungen für die Herstellung der Fahrbahnplatte und die Asphaltarbeiten geführt, heißt es in einer Erklärung der Stadtverwaltung. Deswegen beginne der Einbau des neuen Asphalts später als geplant. Zwar handele es sich um eine Verzögerung von etwa drei bis vier Wochen, so die Verwaltung. Weil die Mischwerke aber voraussichtlich ab Mitte Dezember ihre Arbeit einstellen, werde es erst im Februar oder März möglich sein, die Asphaltarbeiten zu beenden, heißt es weiter. Warum die Arbeiten nicht im Januar fortgesetzt werden können, teilte die Stadt nicht mit. Es sei nicht auszuschließen, dass es ab Wintereinbruch "zu längeren Ruhepausen auf der Baustelle kommen wird", heißt es. Dennoch werde man in Abhängigkeit von der Witterung versuchen, so lange wie möglich auf der Baustelle zu arbeiten, so eine Sprecherin der Verwaltung. Die Kaßbergauffahrt ist eine der wichtigsten Verbindungen zwischen dem Zentrum und dem bevölkerungsreichsten und am dichtesten besiedelten Stadtteil. (mit lumm)

1Kommentare
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  • 10
    7
    Hinterfragt
    26.11.2019

    Zusammenfassend, nichts neues im Land ...

    Mich hätte es ja auch gewundert, wenn die Schlagzeile gelautet hätte:
    "Freigabe der Kaßbergauffahrt zum geplanten Termin freigegeben" ...



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