Friseure protestieren gegen Schließung

Salons haben seit sechs Wochen keine Einnahmen

Mit einer stillen Demonstration auf dem Neumarkt protestieren Chemnitzer Friseure am Donnerstag von 15 bis 17 Uhr gegen die wegen der Coronapandemie staatlich verordnete Schließung der Salons. Mit Schneidehocker und Teelicht und unter Beachtung der aktuellen Hygieneregeln wollen sie auf ihre Situation aufmerksam machen und hoffen, dass sich auch Kunden beteiligen. Nach dem von der Bundesregierung beschlossenen Lockdown blieben die Salons ab 16. Dezember, mitten im Weihnachtsgeschäft, geschlossen. "Seit sechs Wochen haben wir keine Einnahmen und bekommen keine finanzielle Unterstützung", sagte Organisatorin Heike Resch-Saupe. Die Friseurmeisterin ist Inhaberin des Salons "Harmonie" in der Kanzlerstraße auf dem Kaßberg. Ihren Worten zufolge können Friseure erst Anfang Februar das Überbrückungsgeld III, die sogenannte Corona-November- und Dezemberhilfe, beantragen. Antrags- und förderberechtigt sind Unternehmen, die in einem Monat einen Umsatzeinbruch von mindestens 30 Prozent im Vergleich zum Referenzmonat im Vorjahr erlitten haben. Die Friseure gehen davon aus, dass sie ab 15. Februar wieder öffnen können. "Eine Verlängerung des Lockdowns wäre katastrophal", meinte die Friseurmeisterin.

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11 Kommentare
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  • 2
    0
    XRayNights
    27.01.2021

    Liebe Freie Presse bitte nicht durcheinanderbringen - ein Überbrückungsgeld III gibt es nicht.

    Die Friseure bekommen für die Zeit ab dem 16.12.2020 "Überbrückungshilfe III" mit der Voraussetzung das es einen Umsatzeinbruch zum Vorjahresmonat von 30% gibt. Das ist ein Zuschuss zu den Fixkosten.
    Die Beantragung ist nach aktuellen Informationen voraussichtlich an Mitte Februar möglich - siehe:
    https://www.stbk-sachsen-anhalt.de/2020/12/28/ueberbrueckungshilfe-iii/

    Die "November- und Dezemberhilfe" sind etwas vollkommen anderes - die bekommen Betriebe die seit dem 02.11.2020 geschlossen sind. Dafür gibt es 75% des Vorjahresumsatzes.