Für neue Strecke zur Uni fehlt noch der Kreisverkehr

Das größte aktuelle Tiefbauprojekt der Stadt, die Verlängerung der Fraunhoferstraße, steht laut Rathaus kurz vor dem Abschluss. Doch an einer Stelle dauert es länger.

Tausende Studenten und Mitarbeiter der Technischen Universität und von Forschungseinrichtungen sowie weiteren Firmen am Campus verfolgen das Baugeschehen genau. Schließlich hängt für viele von ihnen davon der Weg zum Hörsaal oder Arbeitsplatz ab, seit die Reichenhainer Straße wegen des Baus einer neuen Straßenbahnlinie des Chemnitzer Modells und der Umgestaltung des Campus-Platzes gesperrt ist. Wird die Verlängerung der Fraunhoferstraße wie angekündigt im Mai fertig?, fragen sie. Das im Oktober 2015 gestartete Vorhaben ist mit einem geplanten Volumen von 4,5 Millionen Euro das derzeit größte Tiefbauprojekt der Stadt.

Für jene, die mit dem Auto aus Richtung Innenstadt kommen, habe sich die Erreichbarkeit der TU momentan wieder etwas verbessert, findet ein Mitarbeiter der Fakultät für Maschinenbau. Denn die an Stelle der abgeholzten Platanen-Allee in der Mitte der Reichenhainer Straße entstandene Behelfsfahrbahn ist für Anlieger freigegeben. Das wird aber während der Bauarbeiten, die bis Dezember dauern sollen, nicht immer so bleiben. Schon jetzt ist die Verkehrsführung teilweise unübersichtlich. Der Durchgangsverkehr wird über die Wartburg-, Bernsdorfer und Lutherstraße umgeleitet.

Die Fraunhoferstraße endet zurzeit noch am Abzweig zur Straße Technologie-Campus. Nur Baufahrzeugen ist dort die Weiterfahrt in Richtung Süden gestattet. Wer das Sperrschild ignoriert oder zu Fuß weitergeht, stellt fest, dass die neue Fahrbahn und die Gehwege bis kurz vor der Werner-Seelenbinder-Straße nahezu fertig sind. Nur Verkehrszeichen, Ampeln und Markierungen fehlen noch. Das geplante Bauende im Mai sei derzeit nicht gefährdet, versichert die Stadtverwaltung.

Mit dem Bau eines Kreisverkehrs, der die Fraunhoferstraße an die Werner-Seelenbinder-Straße anbindet und über die F.-O.-Schimmel-Straße mit dem Südring verbindet, ist dagegen erst Ende Februar begonnen worden. Trotzdem soll er nach Rathaus-Angaben zusammen mit der neuen Straße im Mai freigegeben werden. Zurzeit würden auf der Baustelle Regenwasser-Einläufe gesetzt und Rohre verlegt.

Nach derzeitigem Stand werde auch der Kreisverkehr am Südbahnhof bis Mai fertig, erklärt die Stadtverwaltung. Der 2,2 Millionen Euro teure Bau hatte im Juli 2016 begonnen. Nach einer Winterpause werde daran seit Ende Februar wieder gearbeitet. Mit dem Ausheben der Grube für ein Regenüberlaufbecken auf der Kreuzung Reichenhainer Straße/ Südbahnstraße, das ebenfalls bis Mai fertig sein sollte, habe der städtische Entwässerungsbetrieb ESC allerdings erst begonnen. Der Bau werde daher voraussichtlich bis Juli dauern, so die Stadtverwaltung.

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