Galerie zeigt Neuzugänge in ihrer Sammlung

Werke von Ranft-Schinke, Klampäckel und Scheuner werden ausgestellt

In der Neuen Sächsischen Galerie (NSG) im Tietz wird am 14. Januar, also nächsten Dienstag, eine neue Ausstellung eröffnet. Sie steht unter dem Titel "Lackaffe und andere Duelle" und zeigt Neuerwerbungen und Schenkungen der vergangenen fünf Jahre. Die NSG ist eine städtische Kunstsammlung, deren Ziel es ist, Kunst aus Sachsen nach 1945 zusammenzutragen. Beginnend bei den Aufbauplakaten der Nachkriegszeit, über Malerei und Grafik aus allen Jahrzehnten, über prägnante Designobjekte aus der Region und Werke der Wendezeit finden sich auch die neuesten Entwicklungen in der Druckgrafik im Sammlungsbestand.

In der neuen Ausstellung sollen nun geballt auf der gesamten zur Verfügung stehenden Ausstellungsfläche Kunstwerke gezeigt werden. Arbeiten von Gerhard Klampäckel, Willy Wittig und Rudi Gruner stünden für die Kunst der Nachkriegszeit, heißt es in einer Mitteilung der Galerie. Diese Werke seien im Nachgang zu der Ausstellung "Generation im Schatten" im vergangenen Jahr in den Bestand gelangt. Ein umfangreiches Konvolut des nahezu vergessenen Chemnitzer Künstlers Alexander Matthes gebe einen Einblick in seine kurze Schaffensphase Ende der 1970er- und Anfang der 1980er-Jahre. Durch großzügige Schenkungen aus seinem Nachlass sei es zudem möglich, die künstlerische Entwicklung des Glauchauer Spätexpressionisten Fritz Keller von den 1940er-Jahren bis hin zu seinem Tod 1994 anhand verschiedener Arbeiten nachzuvollziehen. Keller sei über viele Jahre ein Geheimtipp und in offiziellen Ausstellungen der DDR nur sporadisch vertreten gewesen, heißt es aus der Galerie.

Des Weiteren mache eine umfangreiche Schenkung von druckgrafischen Blättern der Chemnitzer Künstlerin Dagmar Ranft-Schinke ihr vielfältiges Schaffen über mehrere Jahrzehnte hinweg sichtbar. Eine besondere Bereicherung stellten auch grafische Mappenwerke der Leipziger Schriftgrafikerin Irmgard Horlbeck-Kappler und verschiedene, sowohl grafische als auch malerische Werke ihres Mannes Günter Horlbeck dar. Einen weiteren Aspekt bringe eine große Schenkung mit Entwürfen und Drucken des bekannten Briefmarkengestalters Harry Scheuner aus Chemnitz in die Sammlung ein.

Die Vernissage findet am 14. Januar um 19.30 Uhr statt. Die Schau ist bis zum 22. März zu sehen.

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