Gastronomen sauer: "Das ist der Oberknaller"

Ab Montag sollen Restaurants und Gaststätten erneut für mindestens vier Wochen geschlossen bleiben. Vertreter der Chemnitzer Gastro-Szene befürchten erhebliche Probleme vor allem für kleinere und jüngere Betriebe. Und sie setzen auf die Solidarität ihrer Gäste.

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3838 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 9
    3
    Einspruch
    31.10.2020

    @tbaukhage: Ich glaube nicht, dass man an die Ausbreitung des Virus wie an eine Sachaufgabe mit x und y herangehen sollte. Wenn man den Begriff und die Eigenschaften einer Welle auf die Ausbreitung des Virus überträgt, ist es ebenso wahrscheinlich , dass es zu einer Auslöschung oder Abflachung kommt. Weil, die Welle der Genesenden der Welle der Erkrankten zeitversetzt hinterherläuft und anwächst, weil mehr Maßnahmen und zur Eindämmung getroffen und eingehalten werden, weil irgendwann einem Virus, auch diesem, die Wirte ausgehen, zuallererst die anfälligen und gefährdeten. Das sage ich auch in dem Bewusstsein, ebenfalls den Löffel abgeben zu können. Außerdem halte ich langfristig eine Gesellschaft, wo ganze Wirtschaftszweige plattgemacht werden, Einkommen fehlen und Armut um sich greift, für ein größeres Übel, als Pflegekräfte am Limit, tut mir leid. Der gesellschaftliche Sprengstoff durch flächendeckende Arbeitslosigkeit ist größer als ein zeitweilig überfordertes Gesundheitssystem.

  • 4
    2
    Schützenfrau
    31.10.2020

    @Pixelghost, ich selbst war vor einigen Jahren in der Lage . Nach der Grippeimpfung bin ich schlimm krank geworden und mit Lungenentzündung in der Klinik gelandet .
    Wenn sie die Tabellen auf dem Dashboard lesen können , sehen sie die genauen Zahlen der Grippe.Ist halt nicht einfach zu finden .

  • 4
    4
    Haju
    31.10.2020

    @tbaukhage
    Na sehen Sie: einen Lockdown aus rein wirtschaftlichen Zwängen (Kapazitäten) sehen Sie ja schon mal. Es gibt aber auch umgekehrt die Ablehnung von Lockdown-Wellen aus wirtschaftlichen Gründen (Kollaps). Besonders gut kann man sich das bei einem Verkehrs-Lockdown vorstellen (siehe auch meinen Kommentar unten). Aber auch „nur“ ein Verbot des Privatverkehrs (auch schon aus CO2-Gründen) ist unmöglich: wir sind nämlich ganz klar eine Luxusgesellschaft und ähnliche Versuche einer Gesellschaft wie: Grundnahrungsmittel essen, warm schlafen und mit dem ÖNV zum Windmühlen-Flügelbau fahren – sonst nichts – gab es ja schon früher (Guayana-Dschungel, Jones-Sekte oder Kambodscha, Rote Khmer).

  • 8
    5
    tbaukhage
    31.10.2020

    @Einspruch: Richtig. Bei einer Verweildauer von 2x 10 Tagen haben zum Zeitpunkt X bereits ein Viertel der Patienten die Intensivbetrueung wieder verlassen. Statt 57.00 sind es dann also "nur" noch 42.000.

    Ohne eine wirksame Bekämpfung der Infektionsausbreitung ist der Kollaps auch unseres Gesundheitssystems absehbar - siehe Belgien oder die Schweiz.

    Ein Vorgeschmack davon liefern ja bereits unsere Gesundheitsämter.

  • 4
    11
    Pixelghost
    31.10.2020

    @Schützenfrau, haben Sie auch Erkenntnisse, wie viele von diese Intensivpatienten nicht gegen Grippe geimpft waren? Oder gibt das Ihre „Quelle“ nicht her?

  • 10
    5
    Einspruch
    30.10.2020

    @tbaukhage: Ihre Rechnung vernachlässigt, das sich auch die Zahl der Genesenden jeweils mit verdoppelt. Die durchschnittliche Verweildauer im KH beträgt 14 bis 22 Tage. Die Welle der Infektionen wird sich mit einiger Verzögerung auch wieder abflachen. Fachkräfte haben auch von Zahlenspielereien nichts, die müssen die Fehler der studierten Gehirnstrategen ausbaden, wie immer. Dafür gibt es dann Applaus.

  • 5
    1
    oesil
    30.10.2020

    Hauptsache der "kleine Grenzverkehr" läuft weiter.

  • 7
    8
    Schützenfrau
    30.10.2020

    Und voriges Jahr um die Zeit und die Jahre davor , waren diese Intensivbetten mit Grippe- Patienten statt Corona- Patienten belegt . Dieses Jahr ist , wie durch ein Wunder , die Grippe verschwunden . Siehe RKI .

  • 16
    10
    tbaukhage
    30.10.2020

    @Klemmi: Dann versuch' ich's nochmal mit einer anderen Zahlenspielerei: Von den deutschlandweit insgesamt rund 29.000 Intensivbetten sind derzeit etwa 7.700 belegt, davon 1.800 durch Corona-Patienten. Vor ca. 10 Tagen waren es 940 und nocheinmal 10 Tage vorher 470.
    Bis Weihnachten sind es noch 5mal 10 Tage. Sollte diese Verdopplung aller 10 Tage bestehen bleiben, hätten wie Weihnachten die 32-fache Coroan-Intensivpatientenzahl von heute, also 57.000. Von den heute schon fehlenden Fachkräften, diese Intensivpatienten zu betreuen, habe ich noch garnicht gesprochen ...

  • 10
    3
    Leseathlet
    30.10.2020

    @cn3boj00: Zumindest kein Verbot von Sport für Kinder und Jugendliche. Normalerweise wäre überall ein Kontrollieren der Einhaltung der Konzepte sinnvoller, aber das geht maximal stichprobenartig. Deshalb leider Sippenhaft.

    Spannend wird's, wenn Ende November kein echtes Abflauen der Fallzahlen zu beobachten ist.

  • 18
    10
    Haju
    30.10.2020

    “ Und was kommt nach Lockdown 2 , Nr 3 und 4 usw.?“//
    Eine der wichtigsten Fragen überhaupt, die auf jeder Pressekonferenz der Maßnahmen-Anordner gestellt werden MUSS!
    Die Verläufe sind in allen Ländern gleich – egal, welche Strategien gefahren wurden (lediglich die Höhe von Maxima war verschieden). So wird auch diese Welle wieder abflauen. Und es gab auch keinen Wissenschaftler, der die jetzige Welle nicht „vorhergesehen“ hätte – es waren Monate Zeit, Kompetenzen von Bund und Ländern abzusprechen und die Maßnahmen vorab juristisch abzuklopfen usw.
    Für viele, insbesondere Jugendliche UND Rentner sind es aber zunehmend gestohlene Lebenszeit bzw. wertvolle letzte Jahre/ letzte Kontakte.
    Es wird auch immer Leute geben, die den Privat-PKW verbieten wollen, weil es jährlich 3Tausend Tote (Anfang der 90er 11 Tausend) gibt. Manche brauchen das aber: sich permanent als Lebensretter begreifen zu können.

  • 9
    7
    cn3boj00
    30.10.2020

    @Einspruch: Da Sie ja die Theorie von der Verbreitung über Aerosole vorhergesehen haben, aber trotzdem die Wirksamkeit von Schutzmasken anzweifeln, hier gibt es dazu eine wissenschaftliche Studie: https://advances.sciencemag.org/content/6/36/eabd3083?fbclid=IwAR220wcrt1ZWiPzspI-eYlOInkyfMJXKK02hdnV2HHTNBRhWT1V4aCGGo0c

    @Leseathlet: Und welche Mittel wären ihrer Meinung nach die richtigen?

  • 22
    13
    cn3boj00
    30.10.2020

    Jeder Gastronom musste ein Hygienekonzept erstellen. Aber wie es umgesetzt wurde war sehr unterschiedlich. Auf dem Neumarkt war es im Sommer so rappelvoll, dass man gar nicht an eine Krankheit glauben konnte, die nur auf so etwas wartet.
    Welche Maßnahmen jetzt richtig sind oder nicht ist umstritten. Und vielleicht bringt uns die Diskussion demnächst mehr Erkenntnisse. Eines aber ist sicher: entweder man ergreift Maßnahmen, und dann wird es immer Betroffene geben, oder man hält es mit der AfD, für die Gauland sagt: "wir müssen abwägen um den Preis, dass Menschen sterben". Spätestens auf der Intensivstation denkt wohl jeder Befürworter dieser These anders.
    Und am lautesten poltern jetzt wieder diejenigen, die im Sommer Schutzmasken in Frage gestellt haben und damit zum jetzigen Zustand nicht unerheblich beigetragen haben. Geil ist wenn man immer dagegen ist, ohne je für etwas zu sein!

  • 17
    11
    Einspruch
    30.10.2020

    Und was kommt nach Lockdown 2 , Nr 3 und 4 usw.? Hygienekonzepte durch- und umsetzen und alles weiter laufen lassen, würde ich sagen. So, wie bei allen möglichen anderen hochinfektiösen und ansteckenden Krankheiten bisher auch. Wer viel misst, misst Mist, kann ich auch nur sagen. Ich kann Druckverluste und Gasaustritte feststellen, fast wöchentlich, aber es gibt schlussendlich keine Ursache, Messfehler halt. Es werden z.B. Tumore bei der Brustkrebs Vorsorge erkannt, die nie ein Problem geworden wären. Der Hühnereigroße Tumor bei einer Angehörigen vor dem 30 igsten Lebensjahr wurde dagegen ignoriert. Wie genau wird da wohl ein Covid Test aus der Hüfte geschossen und hergestellt sein? Für die Aerosoltheorie mussten aufwendige Simulationen herhalten. Überflüssig. Jeder, der schon mal einen Raucher oder ein Räucherkerzchen beobachtet und erschnüffelt hat, hätte das Ergebnis vorhersagen können. Man kann auch den Rauch durch den MNS blasen, was die Frage nach dessen Wirksamkeit aufwirft.

  • 12
    10
    kartracer
    30.10.2020

    @mops, abartiger geht es wohl nicht mehr, nicht die Politiker sondern die Wirtschaftsbosse verordnen Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung, und das Weltweit???
    Das passt ins Schema, warum der Teufel seine Großmutter erschlagen hat.

    @Klemmi, ich hatte nicht geschrieben, daß "Alles" heilbar ist, aber HIV und MRSA,
    haben bisher in keiner Weise Formen einer Pandemie angenommen, das ist der kleine aber feine Unterschied.
    HIV zB. kann man durchaus vermeiden, wenn die Vernunft und Vorsicht Priorität vor bekannten, gefährdenden Aktivitäten hat.
    Genau die kontraproduktiven Aktionen, wie sie von einigen Komm. propagiert werden, könnten durchaus zu Verhältnissen führen, wie "Sie" sie nicht erleben möchten!

  • 17
    11
    Klemmi
    30.10.2020

    @tbaukhage: Mag sein, dass ich mich bei der Zahlenspielerei irre aber was sagen Ihnen die ganzen Prozentsätze aus? Bsp. 7,1%, 15 Neuinfektionen pro 100.000 EW..ja und weiter? Wieviel von den neuinfizierten Personen, durchleben einen schweren, gar kritischen Verlauf und wieviele tun es als klassischen "Schnuppen" ab? Diese Angaben fehlen mir komplett, allein von Zahlen, ohne Zusammenhänge zu erläutern, kann ich mir kein Bild machen und rechtfertigen auch keine Einschnitte in Wirtschaft und Privatleben, abgesehen davon, dass Regierungen eine Verordnung nach der nächsten unters Volk wirbeln und die Paralmente im bestenfall es über Pressemitteilungen erfahren. Wo sind die hochgepriesenen demokratischen Grundwerte? In erster Linie geht es mir hier um den Umgang, allein nur Zahlen sprechen zu lassen, vergiftet, wie man sieht, die Stimmung in der Gesellschaft.

  • 20
    9
    Klemmi
    30.10.2020

    Kartracer: Genau COVID ist die derzeitig einzige Krankheit, die nicht heilbar ist. Alles klar: Die Zahl multiresistenter Erreger hat drastisch zugelegt, bei denen antibiotische Wirkstoffe versagen. HIV ist schwerer zu übertragen als COVID, aber bis heute ist eine Heilung ausgeschlossen, gleiches Schicksal könnte uns zu COVID auch blühen. Wollen Sie jedesmal Existenzen bedrohen und die Wirtschaft lahmlegen, wenn die Zahlen steigen. Ich habe nicht sonderlich Lust in rumänischen Verhältnissen zu leben, zumal wir bei COVID uns immer im niedrigen Verhältnis bewegen. Sich allein auf eine Krankheit fokussieren, einseitig gewisse Branchen in einen Ruhezustand zu versetzen, dass ist zu kurz gedacht.

  • 12
    6
    TWe
    30.10.2020

    Die Klagen der Gastronomen sind doch ein bisschen einseitig.

    Ich kann mir gut vorstellen, dass viele von ihnen noch Forderungen begleichen müssen, die seit dem ersten Lockdown im Frühjahr gestundet wurden.
    Andererseits sollte man das von der Regierung postulierte Hilfsprogramm aber auch nicht verschweigen, nachdem die Gastronomen 75% des Monatsumsatzes (Basis 11/19) als Corona-Hilfe erstattet bekommen sollen. Bei einem Restaurant mit einem einigermaßen schlüssigen Geschäftskonzept sind damit locker die Fixkosten gedeckt. Dazu gehören auch die Personalkosten.

    Bislang ist offen, wann und wie die Hilfen fließen sollen. Deshalb fehlt für die Gastronomen auch die Planungssicherheit. Was ich aus den Klagen aber herauslese ist folgendes: Mitarbeiter wird wegen Lockdown in Kurzarbeit geschickt => Gastronom erhält Hilfe (einschließlich kalkulatorischem Personalkostenanteil) => Gastronom steckt sich diese Hilfe komplett in die Tasche => Mitarbeiter bekommt -da in Kurzarbeit- nix davon ab.

  • 12
    18
    mops0106
    30.10.2020

    Das Sagen im Land, in der Welt haben nicht die Regierungen, sondern die Leute, die "dahinter stehen", die Geld und damit Einfluss und Macht haben. Deshalb kann das weltweit betrieben werden. Bitte einfach mal nachdenken und nicht anderen Ignoranz oder Dummheit unterstellen.

  • 15
    9
    tbaukhage
    30.10.2020

    @Klemmi: "... wenn ich ... mehr teste, dann habe ich höhere Zahlen"
    - den anderen Aussgaen kann ich durchaus zustimmen - aber hier irrt der @Klemmi!
    In den letzten drei Wochen stieg die Testanzahl um 6,4%, 5,7% und 7,1%. Im gleichen Zeitraum wuchsen die Positiv-Fallzahlen um 81%, 47% und 97%.

  • 25
    13
    kartracer
    30.10.2020

    @Klemmi, da haben Sie ein Stück zu kurz gedacht, mit Ihrer Aufzählung anderer Krankheiten und Vieren.
    Für die meisten gibt es Impfungen, Behandlungs- oder auch Heilungsmöglichkeiten, für COVID 19 eben noch nicht.
    Glauben hier tatsächlich Einige, daß fast alle Länder dieser Welt, ein Corona Spiel betreiben, um der Regierung Deutschlands, ein Argument zu liefern, Grundrechte außer Kraft zu setzen??
    Ignoranz oder auch Dummheit, das soll sich jeder selbst beantworten!
    Beide Varianten tragen allerdings zu eine Verschlimmerung der Lage bei!

  • 21
    5
    872889
    30.10.2020

    Tja, was nützen die besten Hygienekonzepte, wenn sie nicht konsequent um- und durchgesetzt werden. Das gilt für die Gastronomie genauso wie für den Handel, Sport etc. Dass die Situation in jeder Hinsicht bescheiden ist, dürfte ohnehin unstreitig sein.

  • 21
    3
    Leseathlet
    30.10.2020

    Kollektivstrafen sind das falsche Mittel. Aber ordentliche Kontrollen sind halt - auch wegen der Einsparungen bei der Polizei - auch nicht möglich.

    Die privaten Partys können so oder so nicht verhindert werden, werden sich aber nun weiter mehren...

  • 32
    14
    Klemmi
    30.10.2020

    @ Pixelghost: Ja VerkäuferInnen, Zugbegleiter, Pflegepersonal usw. sind alles Kandidaten, die Infektionen u.a. in ein Restaurant verschleppen können. Das heißt für mich dann aber auch, wir müssten auch den öffentlichen Verkehr einstellen, Baumärkte, Möbelhäuser und Gesundheitseinrichtungen schließen. Anhand des Gewerbes oder des Berufes die Welle abzuflachen ist utopisch. Und klar, wenn ich den Hype "COVID-Test" verfolge und mehr teste, dann habe ich höhere Zahlen, würde man zeitgleich Influenza, Schweinegrippe und was weiß ich noch alles, gleich mittesten, dann steigen diese Zahlen auch. Zu glauben, irgendwann "safe" am öffentlichen Leben teilhaben zu können, ist ein Irrtum und das war schon vor Corona so. Als Beispiel: Wieviel unbekannte offene TBC-Fälle kursieren in unserer Gesellschaft, wieviele schwere Verläufe durch simple Varizellen gibt es jährlich? Da herrscht Schweigen, wir beschäftigen uns nur noch um Corona, seit annähernd einem Jahr.

  • 10
    8
    harzruessler1911
    30.10.2020

    @GPZ

    Das hier immer ein paar perse rote Daumengeber unterwegs sind ist jedem klar. Man aber auch damit leben, wenn man mit seiner Ansicht mal alleine da steht.

    Aber mal zu @fnor, zumindest ich habe es so verstanden, dass er seinen Beitrag als Gast zu dem "überfüllten" Restaurant geleistet hat.
    Zustandsbeschreibung richtig - nur wird was bemängelt - einseitige Schuldzuweisung - wo er dazu beitrug. Es sei denn er betrat das Gasthaus, zu einem Zeitpunkt als es noch fast leer war, was leider nicht aus dem Text hervor geht.

  • 20
    11
    harzruessler1911
    30.10.2020

    @Deluxe, kann mich zu 100% anschließen.

    Genau das hatte ich auch befürchtet und bin erst nach 1,5 Wochen zum Arzt, nach dem Desaster Anfang Dez. bez. meiner Tochter.
    Das Erste beim Arzt, man wurde abgesondert - Abstrich nehmen, kein Abhören usw. OK bei dem massiven Husten mit extremer Schleimprod. offensichtlich. Ich konnte mir nicht vorstellen, wo ich Corona her haben solle, habe nach genauem Überlegen den Test nicht verweigert, was offen stand. Test negativ, wie von mir erwartet. Den schleppe ich nun ständig mit mir rum, bei den wenigen Außerhausgängen.
    Ich bin ja einer der Maskenbeführworter, leider hat mir diese aktuell Probleme bereitet,. Jeder der eine starke Bronchitis hatte, weiß wovon ich jetzt rede,das Problem ist, dass man den Schleim nicht unterdrücken kann, dazu muss man die Maske kurz abnehmen, um ihn in ein Taschentuch abzusondern usw.....
    Ich muss mich leider @Deluxe Feststellungen anschließen und hoffe, wir irren uns, bezüglich der Dauer usw.

  • 37
    31
    Pixelghost
    30.10.2020

    @Klemmi, „Wer panische Angst vor einer Infektion hat, sollte besser den Restaurantbesuch unterlassen...“

    Man braucht nicht ins Restaurant zu gehen. Es reicht eine Erzieherin die im Restaurant war, sich mit anderen, denen die Regeln scheißegal sind getroffen hat, und diesen Rotz mit in die Einrichtung schleppt, andere ansteckt und die es nach Hause tragen und dort sitzt der, welcher aus VORSICHT - nicht aus Panik - nicht im Restaurant war...

  • 24
    22
    GPZ
    30.10.2020

    @Klemmi: Mit den Arztpraxen stimme ich zu. Das ist auch ein Unding, wie das in Chemnitz läuft. Mir graut schon davor, meinen Vater im November zu einem Arzt schaffen zu müssen, wo die Leute im Frühjahr komplett ohne MNS im Wartezimmer saßen und man dort über 1,5h mit Bestellung sitzen musste. Komisch: In Chemnitz mache ich da nur negative Erfahrungen, im Altkreis Mittweida bisher nur positive. Stimmt, das ist schlimmer als Restaurants.

    Nur es nützt ja nur teilweise, wenn man selbst keine Restaurants aufsucht. Wenn sich z.B. Pflegedienstangestellte potentiell in einem Restaurant infizieren, haben der Gepflegte und dessen Angehörige auch ein höheres Risiko dadurch, ohne je außerhalb essen gewesen zu sein. Auch wenn ich als Angehöriger mich vorsehe und nichts aufsuche... es kann trotz Sicherheitsvorkehrungen zu Infektionen z.B. beim Bäcker kommen, da sich andere vllt. in ignoranten Restaurants angesteckt haben...

    Aktuell muss man erst mal die Welle bremsen...

  • 46
    8
    Klemmi
    30.10.2020

    Es ist schon eine groteske Einstellung, die alleinige Infektionsquelle im krisengeschüttelten Gastro- und Veranstaltungsgewerbe zu suchen und hier wieder den Riegel völlig vorzuschieben. Auf der einen Seite haben diese Betriebe Hygienekonzepte umgesetzt, der eine Betrieb umfangreicher, der andere weniger umfangreich und auf der anderen Seite war wie lange in Arztpraxen nicht einmal ein MNS erforderlich? Diese Logik erschließt sich mir nicht. Wer panische Angst vor einer Infektion hat, sollte besser den Restaurantbesuch unterlassen, aber sich auch nicht der Illusion hingeben, dass mit Aufhebung der Maßnahmen von offizieller Seite, die Gefahr gebannt ist. Schließlich gibt es noch zig andere Arten von Viren und Krankheitserreger über deren Verlauf nicht viel bekannt ist.

  • 56
    23
    bicicleta
    30.10.2020

    Es ist immer das Gleiche: unter ein paar Dummen, Ignoranten und Verweigerern müssen die leiden, die die Regeln akzeptieren und weitestgehend einhalten im Interesse aller, auch der Dummen.

  • 36
    30
    GPZ
    30.10.2020

    @bernd10: Ich teile Ihre Meinung voll und ganz.

    @fnor: Leider auch meine Beobachtung. Ich verstehe nicht, wie manche einer reinen Beschreibung der Lage, wie Sie sie vorgenommen haben, einen DaumenRunter geben.

    Allen DaumenRunterGebern empfehle ich folgenden Artikel: https://www.freiepresse.de/erzgebirge/annaberg/corona-patient-bangen-um-heilung-artikel11176640

    Jeder, der sich nicht um eine Eindämmung bemüht, ist an solchen Schicksalen mitschuldig.

  • 66
    22
    bernd10
    30.10.2020

    Es wird geschimpft, gejammert, geklagt. Keiner kann 100%ig sagen, was richtig oder falsch ist, wie sich die Pandemie entwickeln wird. Selbst Forscher und Virologen sind sehr unterschiedlicher Meinung. Deshalb sollte keiner auf seinen Standpunkt bestehen oder die Situation gar leugnen. Ich fahre täglich mit dem Zug und war in vielen Gastronomieeinrichtungen. Dabei sehe ich immer wieder Leute, die sich nicht an die Regeln halten, kein Mundschutz, kein Abstand, rappelvolle Lokale und Leute die unbedingt in Tschechien einkaufen und tanken müssen. Dabei gibt es aber auch einen Großteil, der tolle Hygienekonzepte umgesetzt hat. Vielleicht hätte man viel mehr Augenmerk den Verweigerern schenken sollen, die meines Erachtens dazu beigetragen haben, dass alle bisherigen Regeln nicht ausreichen. Jetzt werden alle "bestraft", leider auch die, die schon vorher alles zur Eindämmung der Pandemie getan haben.

  • 67
    14
    Deluxe
    30.10.2020

    Realistisch betrachtet, wird es wohl kaum zu einer Lockerung nach dem November kommen. Ich glaube nicht, daß die Gastronomie im Dezember wieder öffnen darf.
    Wir starten gerade in die Erkältungssaison. SARS-Cov19 ist nur EIN Erreger von vielen, die in dieser Jahreszeit Atemwegserkrankungen auslösen. Jeder Schnupfen steht derzeit unter Corona-Verdacht und löst, sofern man sich beim Arzt blicken läßt (viele trauen sich mit Erkältungsymptomen gar nicht hin) einen Test und Quarantäne aus.

    Mir kann niemand erzählen, daß die beschlossenen Maßnahmen unter diesen Bedingungen in 4 Wochen wieder gelockert werden. Ich befürchte eher, daß uns das bis Ende Februar, oder auch Ende März begleiten wird. Zwischendurch wird es, trotz aller anderslautenden Beteuerungen, vielleicht auch nochmal Schulschließungen geben.

    Ausgerechnet der Gastronomie den schwarzen Peter zuzuschieben ist in meinen Augen reine Willkür und durch nichts begründet. Mehr Privatpartys werden die Folge sein.

  • 51
    30
    GPZ
    30.10.2020

    @JFLR: Kellner und Mundschutz? ...leider zu selten gesehen... Viele haben leider auch nur die Mindestanforderungen umgesetzt, die in Sachsen sehr niedrig waren. Der Tischabstand im Freien ist keine Pflicht mehr... einen Tag später saß man Rücken an Rücken. Toll auch die Bedienung ohne MNS, die sich am Tisch die Nase putzt.. Abstand in Bars? .. die Leute haben in mindestens einer dicht an dicht im Gang gestanden. Oder der Ruf vom Thresen, wenn man mit MNS reinkommt: „Brauchen Sie hier nicht!“

    Ich hoffe, dass man beim Wiedereröffnen die Restaurants bevorzugt, die sich wirklich Mühe geben, und dass man auch in Sachsen die Regeln verschärft.

    Und das die Gäste diese Einhalten und wirklich den Tisch nur mit MNS verlassen und auch vor dem Restaurant Regeln beachten und sich nicht in Riesengruppen mit Küsschen und Umarmung verabschieden.

  • 63
    31
    fnor
    30.10.2020

    Wir waren am vorletzten Wochenende in einem Restaurant in Chemnitz: Es war rappelvoll. leere Tische gab es nicht, Trennwände zwischen vielen Tischen auch nicht. Teilweise saßen die Leute direkt mit dem Rücken aneinander. Eine Trennwand hätte keinen Platz gehabt, weil so keiner hätte aufstehen können. Die Kellner trugen Plastevisiere, unlängst wurde klar gestellt, dass diese kein wirksamer Mundschutz sind. Ebenso haben sich die Kellner direkt an einen ran gekuschelt, wenn sie Speisen gebracht haben. Zwischen theoretischem Hygienekonzept und dessen Umsetzung klafft offenbar eine Lücke. Sicher gibt es Gastronomen, die es besser im Griff haben, es gibt aber eben auch die schwarzen Schafe.

  • 63
    24
    JFLR
    30.10.2020

    Sie haben als Restaurantbetreiber die Gästezahl reduziert?
    Sie haben ihren Kellnern einen Mundschutz aufgesetzt?
    Sie haben Plexiglaswände aufgestellt und ihre Gäste registriert?
    Sie haben im Rahmen Ihrer Möglichkeiten auf die Durchführung aller Hygienemaßnahmen geachtet und insgesamt finanzielle Einbußen in bisher nicht bezifferbarer Höhe hingenommen?

    Sehr schön, jetzt dürfen Sie Ihre Türen für die nächsten Wochen schließen. Keine Pointe.

  • 63
    36
    GPZ
    30.10.2020

    @Hofmeister/Günther: Wenn man in diesen Tagen noch „große Partys“ plant und nicht freiwillig darauf verzichtet, ist das leider der Beweis, dass die Politik handeln musste. Ohne Verbote - nur mit Eigenverantwortung - geht wohl nichts.

    Traurig für die, die in Schutzmaßnahmen investiert haben und die Sache wohl ernster nehmen als andere.

    Was leider eben auch zu beobachten war: Jedes Hygienekonzept lebt vom Mitmachen der Besucher. Das war leider auch oft mangelhaft. Vielleicht auch mal auf die Leute schimpfen...

  • 46
    30
    typewriter
    30.10.2020

    Da hilft nur zu klagen.