Gemeinde Mühlau will Gasthof Linde sanieren

Barrierefreiheit, Dachreparatur und Brandschutz geplant

Mühlau.

Die Gemeinde Mühlau will den Gasthof Linde weiter als kulturelles Zentrum ausbauen. In der jüngsten Ratssitzung ging es um Bauvorhaben, in die laut Bürgermeister Frank Petermann (Alternative für Mühlau) rund 340.000 Euro fließen sollen.

Die Kommune müsse den Brandschutz für den zweiten Fluchtweg verbessern, sagte Petermann. Weiterhin müsse ein Teil des Daches über der Kegelbahn erneuert werden. Ein Wunsch der Mühlauer sei zudem ein barrierefreier Zugang zum Saal, so der Ortschef. Besucher, die auf Rollstuhl oder Rollator angewiesen sind, können den Raum im ersten Obergeschoss bisher nicht ohne Hilfe erreichen. Der Zugang ist nur über das Treppenhaus möglich. Im Saal finden unter anderem die öffentlichen Sitzungen des Gemeinderates und Einwohnerversammlungen statt.

Um Sanierungsarbeiten im ehemaligen Mühlauer Dorfgasthof und heutigen Kulturzentrum Linde ist im Mühlauer Gemeinderat schon viel diskutiert worden. Wenige Monate vor der Gemeinderatswahl hatte das Gremium in seiner damaligen Zusammensetzung entschieden, für dringende Bauarbeiten 40.000 Euro aus der Gemeindekasse zu verwenden. Das Haus wird für Kulturveranstaltungen und von Vereinen genutzt. Die Gemeinde hat zudem in diesem Jahr wieder einen Pächter für die Gaststätte gefunden, der seit Pfingsten die Gastronomie übernommen hat.

"Wir werden beim nächsten Aufruf im sächsischen Förderprogramm für vitale Dorfkerne und Ortszentren im ländlichen Raum einen Zuschuss für unser Vorhaben beantragen", erklärte Petermann. Davon erhoffe sich der Ort 75 Prozent der Gesamtkosten als Zuschuss. 85.000 Euro müsse die Gemeinde in diesem Fall selbst aufbringen. Die Chancen stehen nach Ansicht der Gemeinderäte gut, denn aktuell werden im Programm beispielsweise öffentliche Einrichtungen und dörfliche Begegnungszentren in bereits bestehenden Gebäuden gefördert. Das Mühlauer Projekt zielt zudem auf eine Anpassung an strukturelle Veränderungen und den demografischen Wandel in der Region. Ohne Fördermittel sei zumindest der Lift für das Dorf nicht finanzierbar, sagte der Bürgermeister. Der Gasthof hat bereits eine behindertengerechte Toilette. Aufgang, Türen und Fenster sind veraltet. Je nach Kassenlage wird das 200-jährige Gebäude saniert.

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