Gemeinde will Schadstoffe entfernen

Hartmannsdorf beschließt Brachen-Sanierung

Hartmannsdorf.

Die Gemeinde Hartmannsdorf will in Maßnahmen investieren, mit denen schadstoffbelastete Flächen im Ort saniert werden. Zuvor erfolgen Bodenuntersuchungen an den Standorten von zwei ehemaligen Betrieben. Darüber informierte Bürgermeister Uwe Weinert (CDU) zur jüngsten Gemeinderatssitzung.

Eine Fläche, die vermutlich belastet sei, befinde sich auf dem Grundstück Ziegelstraße 1, erläuterte er. Dort standen einst die Gebäude der ehemaligen Färberei und Bleicherei Arno Reh. Der später als "Galvano-Uhlig" bekannte Betrieb verkam nach der Wende zu einer Industriebrache und wurde 2010 abgerissen. Um zu vermeiden, dass Schadstoffe aus dem Boden ausgewaschen werden, wurde ein Teil des Grundstücks laut Weinert nach dem Abriss mit Asphalt versiegelt und später auch eingezäunt.

Bei der zweiten Fläche handle es sich um ein ehemaliges Gaswerk an der Unteren Hauptstraße an der Ortsgrenze zu Burgstädt. Auch dort waren die Gebäude abgerissen worden. Ursprüngliche Pläne, das Areal zu einem Baugebiet zu entwickeln, habe die Gemeinde wegen der Gefahr von Altlasten verworfen. Am Standort der ehemaligen Gaserzeugungsanlage soll nun erkundet werden, ob es aufgrund unsachgemäßen Umgangs mit Schadstoffen in der Vergangenheit heute dort Gefahren für Menschen und Umwelt gebe. Untergrund und Grundwasser sollten untersucht werden, so Weinert.

Die betroffenen Bereiche sollten im Anschluss saniert werden. Der Freistaat biete dafür Unterstützung. Fördermittel könnten für den Austausch von Boden in Anspruch genommen werden, wenn dadurch Umweltgefahren beseitigt würden. Eine Bebauung auf den Grundstücken ist laut Weinert nicht vorgesehen. Sie sollten als Grün- und Ausgleichsflächen für Bauprojekte dienen, sagte der Bürgermeister. (tür)

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