Gemeinderat verzichtet auf Neubau von Spielplatz

Gelände in Garnsdorf soll als Eigenheimbaufläche ausgewiesen werden

Lichtenau.

Seit mehr als 20 Jahren liegt eine Fläche im Wohngebiet "An den Pfarrfichten" im Lichtenauer Ortsteil Garnsdorf brach. Sogar einige Bäume konnten in dieser Zeit auf der Fläche wachsen. Vorgesehen war das nicht. "1995 sah der Vorhabens- und Erschließungsplan vor, dass der Investor einen Spielplatz errichtet, der später in kommunales Eigentum überwechselt", erklärte Gert Eidam, der den abwesenden Bürgermeister Andreas Graf zur jüngsten Ratssitzung vertrat.

Der Investor sei aber insolvent geworden, das Grundstück gehöre jetzt der Raiffeisenbank Burgstädt. Die Bank möchte das Grundstück verkaufen. Dazu müsste die Gemeinde das Grundstück zeitnah erwerben, um den Spielplatz selbst und eine Erschließungsstraße für das verbleibende Restgrundstück zu bauen. Es gibt aber Interessenten für ein Wohnhaus an dieser Stelle. Das ist jedoch nur möglich, wenn die Gemeinde sich vom ursprünglichen Planziel verabschiedet. "Den Bedarf, dort mit eigenen Mitteln einen Spielplatz zu errichten, sehen wir nicht", sagte Bauamtsleiter Kersten Pilz. So habe es in der Entstehungszeit des Planes noch keinen Spielplatz am Garnsdorfer Freibad gegeben. Außerdem sei die Errichtung eines völlig neues Spielplatzes auf einem Grundstück, das die Gemeinde noch von der Bank erwerben müsste, für die Kommune sehr teuer. Pilz schlug vor, die Spielfläche eher auf einem gemeindeeigenen Grundstück zu errichten, so bei der Feuerwehr - aber nur bei Nachweis des Bedarfs. Gemeinderat Stephan Lazarides warf ein, dass man auch in der Siedlung "Unterer Busch" im Ortsteil Auerswalde hätte einen Spielplatz bauen müssen. Das sei ebenfalls nicht bei der Errichtung der Wohnsiedlung geschehen, sondern an anderer Stelle für einen größeren Einzugsbereich. Der Gemeinderat stimmt dem Vorhaben für den Bauplatz zu.

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