Gemeinderat wendet sich wieder von Mühlauern ab

Kritik der Bürgerinitiative wegen der geänderten Sitzordnung

Mühlau.

Die neue Sitzordnung im Gemeinderat von Mühlau hat nur kurze Zeit Bestand gehabt. Am Mittwochabend präsentierte sich das Gremium in einer Art Hufeisenform: An der Frontseite sitzen Bürgermeister Frank Petermann (Alternative für Mühlau) und seine zwei Stellvertreter sowie Mitarbeiter des Mühlauer Rathauses und Vertreter aus der Burgstädter Stadtverwaltung. Rechts vom Bürgermeister sitzen die zehn Vertreter der Mühlauer Vereine. Links präsentieren sich die vier Räte der Bürgerinitiative (BI).

Auf Vorschlag von Alterspräsident Johannes Dietrich (BI) war die Sitzordnung Anfang August geändert worden. Die 14 Gemeinderäte saßen damals mit dem Bürgermeister und der Sekretärin an einem langen Tisch, der den Besuchern zugewandt war. Daneben nahmen Vertreter der Verwaltung Platz. Bisher saßen Verwaltung und Rat in einem Kreis in der Saalmitte des Gasthofes Linde. Den Besuchern wurde größtenteils der Rücken zugekehrt. "Eine geschlossene, zuschauerfreundliche Ordnung finde ich besser", sagte Dietrich. Die Mehrheit stimmte für die neue Sitzordnung.

Doch nun sitzen die Räte nicht mehr gegenüber den Besuchern, sondern seitwärts und teilweise verdeckt. BI-Gemeinderätin Janet Weber kritisierte die Veränderung, auch weil eine Mehrheit für die neue Sitzordnung gestimmt habe. "Das kann man doch nicht einfach wieder rückgängig machen, wenn es einen Beschluss gibt", sagte sie. Dietrich selbst war nicht anwesend. Petermann erklärte, dass auf Antrag der Fraktion der Vereine die Ordnung geändert worden sei. Wenn das Gremium in einer Reihe sitze, könne er die einzelnen Räte nicht richtig sehen und verstehen, besser sei es von Angesicht zu Angesicht.

Und wie ist die rechtliche Seite, kann ein Beschluss einfach rückgängig gemacht wird? Hauptamtsleiterin Josefine Müller sagte auf Nachfrage, dass das nur eine einfache, organisatorische Abstimmung gewesen sei, die keine Rechtskraft habe. In der Regel sei es so, dass die Verwaltung eine Sitzordnung vorgibt, meistens werde das einvernehmlich angenommen. Sie verstehe aber, dass gerade bei der Stimmauszählung eine Reihe und nicht von Angesicht zu Angesicht für den Bürgermeister schwierig sei. Außerdem sei es ratsam, wenn die Verwaltung in der Nähe des Bürgermeisters sitzt.

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