Genuss zum Selbstpflücken

Auf den Erdbeerfeldern der Region können derzeit die süßen Früchte geerntet werden. Wer noch Beeren ergattern will, sollte sich allerdings beeilen.

Auf dem Erdbeerfeld von Harald Funck in Klaffenbach kann man sie schon seit einigen Tagen beobachten - die mit Körbchen und Geduld ausgerüsteten Selbstpflücker. Das Feld ist von Montag bis Samstag, zwischen 8und 18 Uhr, geöffnet. Doch nicht nur in Klaffenbach, sondern an sechs weiteren Standorten in und um Chemnitz können sich die Selbstversorger bedienen.

Familie Funck betreibt insgesamt vier Felder in der Region. Neben Klaffenbach sind das Flächen in Altenhain, Leukersdorf und Niederdorf. Beim Fruchthof Hammer darf man in Oberlichtenau pflücken. In Limbach-Oberfrohna und Penig werden von der Waldenburger Agrargenossenschaft zwei Felder betrieben. Das Beste sei, wenn die Selbstpflücker gleich mit eigenem Gefäß anreisen, empfehlen die Betreiber. Die Öffnungszeiten fallen unterschiedlich aus: In Limbach-Oberfrohna und Penig kann man von Montag bis Freitag zwischen 7.30 und 18 Uhr sowie am Samstag bis 16 Uhr ernten. In Leukersdorf und Oberlichtenau sind die Felder wie in Klaffenbach von 8 bis 18 Uhr geöffnet, in Niederdorf und Altenhain sogar bis 19 Uhr. Wer sich sonntags die roten Früchte holen will, sollte nicht wahllos starten: Denn die Felder in Limbach-Oberfrohna und Penig bleiben geschlossen, Familie Funck öffnet ihre Flächen sonntags 8 bis 12 Uhr. In Oberlichtenau gibt es Erdbeeren vom Feld zwischen 10 und 16 Uhr.


Aufgrund der Trockenheit vor und wegen des Frostes während der Blütezeit sollte man sich allerdings mit dem Ernten beeilen. Bianca Scholz aus Oberlichtenau erklärt: "Durch die Kälte fallen die Erträge bei uns dieses Jahr eher gering aus." Die Erntezeit werde maximal noch zwei Wochen dauern, vor allem wenn weiter Spitzentemperaturen um die 30 Grad herrschen, so Scholz. Die selbstständige Bäuerin vom Fruchthof Hammer bietet fünf verschiedene Sorten an: Rumba, Flair, Malwina, Elianny und Asia.

Auch Claudia Funck von Erdbeeren-Funck schätzt die Wetterlage in diesem Jahr problematisch für die Felder und Pflanzen ein. Doch sie ist etwas zuversichtlicher, was die Erntezeit betrifft. "Wenn das Wetter sich hält, dann kann man auf den Feldern um Chemnitz noch etwa drei bis vier Wochen pflücken gehen." Außerdem sei der Ertrag sehr vom Feld abhängig. "Während in Leukersdorf die Blütezerstörung durch die Kälte fast 100 Prozent betrug, gab es in Niederdorf fast keine Frostschäden", so Funck. Auch die Sorten seien feldabhängig, da man auf kleinen Feldern, wie in Klaffenbach, maximal drei Sorten, in Altenhain aber wiederum sechs Sorten anbauen könne. Auf den Feldern der Familie Funck lassen sich unter anderem die Sorten Clery, Elsanta, Sonata, Faith, Rumba, Asia und Allegro finden. Zuversicht strahlt auch Monika Stiegler von der Waldenburger Agrargenossenschaft aus. Die Trockenheit mache den Pflanzen zwar noch zu schaffen, aber die Saison werde wohl noch einige Wochen andauern, in denen Erdbeer-Liebhaber die Sorten Daroyal, Allegro, Rumba. Sonsation, Asia und Faith von den Feldern in Limbach-Oberfrohna und Penig pflücken können.

Genaue Preise lassen sich aufgrund der unterschiedlichen Witterungsbedingungen bei keinem der drei landwirtschaftlichen Betriebe festlegen, sagen die Betreiber. Wenn die Beeren beispielsweise durch ein Unwetter zu Schaden kommen, sinken die Preise, sie sind also tages- oder wochenabhängig.

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