Gerhart-Hauptmann-Oberschule bleibt das Sorgenkind

Für die Einrichtung in Oberfrohna liegen erneut die wenigsten Anmeldungen vor. Auch an anderen Schulen sind die Zahlen gesunken - was dort Freude hervorruft.

Albert-Schweitzer-Gymnasium: Für das neue fünfte Schuljahr liegen dem Gymnasium nach Zahlen der Bildungsagentur 92 Anmeldungen vor - etwa so viel wie in den Vorjahren (siehe Tabelle). Acht Schüler verfügen nicht über die entsprechende Bildungsempfehlung und mussten sich in der vergangenen Woche einem Test unterziehen. Die Entscheidung zur Schulwahl liegt nach einer Gesetzesänderung aber letztlich bei den Eltern. Trotzdem ist ein befürchteter Ansturm aufs Gymnasium in Limbach-Oberfrohna ausgeblieben - wie in ganz Sachsen. Nach jetzigem Stand müssten an der Schule an der Pleißaer Straße vier Klassen gebildet werden. Leichte Verschiebungen bei den Zahlen sind aber möglich. Schulleiter Holger Engel war gestern nicht zu erreichen.

Pestalozzi-Oberschule: Wie in den Vorjahren liegen für die Pestalozzi-schule mehr Anmeldungen vor als für die anderen Oberschulen. "Wir geben uns große Mühe, und die Schüler sind sehr zufrieden", sagt Schulleiterin Ramona Sonntag. Allerdings ist die Anzahl der Anmeldungen im Vergleich zu den Vorjahren deutlich gesunken - was für alle Oberschulen in der Stadt gilt. "Der kommende Jahrgang ist zahlenmäßig schwach", stellt Sonntag fest. Sie stört das aber nicht: Die Chance sei groß, dass alle angemeldeten Mädchen und Jungen einen Platz in einer der beiden geplanten Klassen erhalten. In den Vorjahren wurden wiederholt Schüler von der Pestalozzi- an die Gerhart-Hauptmann-Oberschule umgeleitet, um dort die Zweizügigkeit sicherzustellen.

Geschwister-Scholl-Oberschule: Bei der Schule Am Hohen Hain war im vergangenen Jahr, als 64Schüler angemeldet wurden, ein Ausreißer nach oben zu verzeichnen. "2016 haben wir deshalb drei Klassen gebildet", sagt Schulleiter Andreas Böhm. In diesem Jahr hat sich die Resonanz mit 44 angehenden Fünftklässlern wieder auf dem Niveau der Vorjahre eingepegelt. "Wir sind zufrieden, weil wir so zwei Klassen bilden können", stellt Böhm fest. Er könne drei neue Klassen wegen der begrenzten Kapazität des Schulgebäudes ohnehin nicht unterbringen, ergänzt der Schulleiter. An der Oberschule lernen derzeit auch 28 Mädchen und Jungen, die wegen mangelnder Deutschkenntnisse noch nicht oder nur teilweise in die regulären Klassen integriert werden können.

Gerhart-Hauptmann-Oberschule: Die Oberschule in Oberfrohna bleibt das Sorgenkind in der Stadt. Seit Jahren weist die Einrichtung an der Frohnbachstraße die geringsten Anmeldezahlen auf. Schulleiterin Sabine Wilske, die gestern nicht zu erreichen war, führte dies 2016 auf das vergleichsweise kleine Einzugsgebiet zurück. "Dass es an der Schule oder dem Bildungsangebot liegt, kann ich mir nicht vorstellen", sagte Wilske damals. Die 24 Anmeldungen bedeuten, dass im nächsten Schuljahr wahrscheinlich nur eine fünfte Klasse gebildet wird. Denn anders als in den Vorjahren können wegen der geringeren Schülerzahl keine Schüler umgeleitet werden.

Noch vor einigen Jahren hätte eine Einzügigkeit bedeutet, dass der Standort gefährdet gewesen wäre. Doch seit 2011 gilt eine Klasse mit mindestens 20 Schülern als ausreichend. Laut Arndt Schubert von der Zwickauer Bildungsagentur gibt es deshalb keinen Anlass, die Oberschule in Frage zu stellen. "Der Freistaat hat keine Bestrebungen mehr, Schulen zu schließen", sagt er. Allerdings könne der Schulträger auf Veränderungen drängen. Dafür sieht die Stadt Limbach-Oberfrohna aber keinen Anlass. "Es gibt Bedarf für alle drei Oberschulen", betont der zuständige Fachbereichsleiter Dietrich Oberschelp. Gewisse Schwankungen bei den Schülerzahlen seien normal. Für die nächsten Jahre zeichne sich wieder ein Zuwachs ab. "Ich gehe davon aus, dass dann an allen drei Oberschulen wieder zwei Klassen gebildet werden können."

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