Gericht bestellt Notvorstand für CFC

Ex-FCK-Spieler und Anwältin neu im Gremium - Arbeit zeitlich befristet

Der Verein Chemnitzer FC hat wieder ein handlungsfähiges Gremium. Das Amtsgericht Chemnitz hat einen Notvorstand eingesetzt. Ein entsprechender Beschluss sei am 17. Mai ergangen, teilte Gerichtssprecherin Birgit Feuring mit. Demnach gehören dem Gremium folgende Personen an: der bisherige Vorstandschef Andreas Georgi, Ex-FCK-Spieler Frank Sorge und die Anwältin Annette Neuerburg.

Der etatmäßige Vorstand des Vereins bestand nach dem Rücktritt von Thomas Uhlig nur noch aus Georgi sowie dem Geschäftsführer der CFC GmbH, Thomas Sobotzik; er war damit handlungsunfähig. Georgi hatte deswegen die Einsetzung eines Notvorstands beantragt. Dem folgte das Gericht. Gegen die Entscheidung könne binnen eines Monats Berufung eingelegt werden, so Gerichtssprecherin Feuring.


Neuerburg ist nach eigenen Angaben fußballbegeistert. Ihre Kanzlei sei zeitweise Sponsor des CFC gewesen, sagt die Fachanwältin für Miet- und Wohnungseigentumsrecht. Als wichtigste Aufgabe sieht sie die Organisation einer Mitgliederversammlung. "Das hat uns das Gericht auch mit auf den Weg gegeben." Die Mitgliederversammlung kann einen Aufsichtsrat wählen, der wiederum einen regulären Vorstand bestellen darf. Derzeit hat der Verein keinen beschlussfähigen Aufsichtsrat. Frank Sorge bestritt 272 DDR-Oberligaspiele für den FC Karl-Marx-Stadt. "Ich kann nicht mit anschauen, wie sich der Verein in Grüppchen spaltet", sagt der 71-Jährige zu seiner Motivation, in den Notvorstand einzutreten. Er wolle alle Streitparteien an einen Tisch bringen, also auch Insolvenzverwalter Klaus Siemon, der seit der Eröffnung des Insolvenzverfahrens vor einem Jahr das Sagen hat. Die Arbeit des Notvorstands ist vorerst bis Ende August befristet. (lumm)

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