Giftköder und metallgespickte Schinkenstückchen gefunden

Eine Frau soll präpariertes Fleisch hinterlassen haben. Ermittler wollen jetzt auch klären, ob sie das schon öfter getan hat.

Ein Anwohner der Augsburger Straße hat am Mittwoch gegen 21 Uhr die Polizei verständigt, da er auf einer dortigen Wiese an einem Wohnhaus mutmaßlich für Hunde präpariertes Fleisch gefunden hatte. Laut dem Mann bestand der Verdacht, dass es sich dabei um Giftköder handeln könnte. Beamte fanden schließlich auf der Wiese vier Hackfleischbällchen und mehrere Schinkenstücke, die mit blauem Rattengift und zum Teil kleinen, spitzen Gegenständen aus Metall bestückt waren.

Im Rahmen der vor Ort geführten Ermittlungen stießen die Polizisten noch in der Nähe des Tatortes auf eine 50-Jährige, in der sie die mögliche Tatverdächtige sehen. Bei ihrer Befragung räumte die Frau ein, die Köder ausgelegt zu haben. In ihrer Wohnung fanden Einsatzkräfte unter anderem ein Behältnis, in dem sie blaues Rattengift aufbewahrt hatte. Die aufgefundenen Köder und weitere Utensilien aus der Wohnung wurden sichergestellt.

Gegen die Frau wird wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz ermittelt. Dabei soll auch geprüft werden, ob sie für weitere in jüngster Zeit ausgelegte Köder verantwortlich war. Bislang ist der Polizei ein Hund bekannt geworden, der in dem Bereich der Augsburger Straße in der Vergangenheit einen mit Rasierklingen bestückten Köder gefressen hatte. Auch dazu werde ermittelt. Gegenüber den Beamten hat sich die Frau zu ihrem Motiv geäußert. Angaben dazu machte die Polizei allerdings am Donnerstag mit Verweis auf die noch ausstehende offizielle Vernehmung auch auf Nachfrage nicht. (gp)

1Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 0
    0
    cn3boj00
    08.11.2019

    Das Tierschutzgesetz sieht in diesem Fall Bußgeld bis zu 25000 Euro vor. Aber wie ich unsere Justiz kenne wird nicht viel passieren.



Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
Mehr erfahren Sie hier...