Gold-Kristina zeigt ihre Schätzchen

Bahnsprinterin bringt ihre Medaillen mit, Tätowiererin sticht ein Hunde-Porträt und Tanzlehrer freuen sich über fünf Sterne.

Kristina Vogel, Bahnradsprinterin und frisch gekürte Olympiasiegerin, hatte am Samstag einen glänzenden Auftritt im neuen Admedia Gesundheitszentrum. Zur Eröffnung der ärztlichen Gemeinschaftspraxis mit angegliederter Heilmitteltherapie, zeigte sie ihre funkelnden Medaillen: jede ein halbes Kilo schwer, einmal in Bronze, einmal in Gold. Dirk Neumann, Geschäftsführer der Admedia, durfte die Schätzchen sogar anfassen. Ganz vorsichtig, klar. Denn er weiß ganz genau, welch ein Kraftakt hinter Kristina Vogels sportlicher Leistung steht. Er selbst war von 1979 bis 1986 Profi-Radfahrer. Im Gegensatz zur Vorzeigeathletin, die in Rio für das Chemnitzer Team "Erdgas.2012" gestartet war, strampelte er sich damals die Beine auf der Straße ab, nicht auf der Bahn. Bis zum DDR-Meister schaffte er es und ins Team der DDR-Junioren-Mannschaft. "Umso mehr freue ich mich nun, dass Admedia die Sportlerin Kristina Vogel physiotherapeutisch betreut, natürlich auch bei Olympia 2016", so Neumann. Am Samstag plauderte Vogel über die Spiele, über den Sattel, der sich im Zieleinlauf plötzlich vom Fahrrad löste und gab Autogramme. Mit der Eröffnung des neuen Gesundheitszentrums an der Planitzwiese feierte Admedia auch 20-jähriges Bestehen.

Markus Feilhuber (Foto) übernahm am Donnerstag die Leitung der Bundesbank-Filiale in Chemnitz. Sein Vorgänger Wolfgang Feiler, der seit März 2014 an der Spitze der Filiale stand, trat bereits Ende Juli in den Ruhestand. Er hatte 42 Dienstjahre bei der Deutschen Bundesbank verbracht. Der 47-jährige Markus Feilhuber startete seine Karriere bei der Bundesbank im Jahr 1988 im Filialgeschäft in Bayern. Nach Stationen in Hof und Coburg kam er im Mai 1995 nach Chemnitz und verbrachte ab August 2009 zudem ein knappes Jahr in Dresden. Seit seiner Rückkehr nach Chemnitz ist er Stellvertreter des Filialleiters gewesen. Er ist jetzt Chef von insgesamt 75 Mitarbeitern.

Sarah Kaufmann, Tätowierkünstlerin aus dem schweizerischen Zürich, schuf am Freitagabend ein besonderes Abbild. Gleich zur Eröffnung des dreitägigen Tattoo-Festivals "Rock'n'Ink" in der Stadthalle, stach sie der 21-jährigen Vivien Ullmann aus Crottendorf ein Tierbild auf den Arm. "Es ist das Porträt meines Hundes. Er ist sehr krank und ich weiß nicht, wie viel Zeit mir mit ihm noch bleibt", sagte Vivien traurig, aber voller Vorfreude auf ihren neuen Körperschmuck. Ihr Freund und eine Freundin standen ihr zur Seite. Die mussten aber Geduld mitbringen. "Vier Stunden dauert es etwa, bis das Tattoo fertig ist", so Sarah Kaufmann. Ein Bild von ihrem Freund wollte sich Vivien Ullmann übrigens nicht stechen lassen. "Den behalte ich lieber im Original", sagte sie lachend.

Mirko Dreischarf, Chef der Tanzschule Emmerling, griff in der vergangenen Woche zum Akkuschrauber und zur Wasserwaage. Es galt, einem Schild einen besonderen Platz an der Fassade der Tanzschule zu geben. Auf der Tafel prangen fünf goldene Sterne, die die Exzellenz der Tanzschule symbolisieren sollen. Dreischarf: "Im Januar wurden die Kriterien der Deutschen Tanzschulklassifizierung nach vielen Marktstudien und Kundenbefragungen in einem Katalog festgelegt und abgefragt." Über die Bewertungskriterien hat sich die Kommission aus mehreren deutschen Tanzschulinhabern ein gutes Jahr lang beraten. Dreischarf: "Dabei wurde deutlich, dass es in der heutigen Zeit längst nicht mehr nur auf die Räumlichkeiten einer Tanzschule und ein althergebrachtes Kursangebot ankommt. Gefragt sind auch ausgefallene Kurse, richtig viel Service und ein guter Internetauftritt." Die Klassifizierung soll aufgrund ihrer Unabhängigkeit von allen Tanzschulverbänden den Tänzern vor allem Transparenz, Sicherheit und Vergleichbarkeit schaffen.

Frank Händel (Foto), aus Chemnitz stammender Händler, hat in Meißen ein neues Auktionshaus eröffnet. Er gab ihm einen der bekanntesten Chemnitzer Namen: Efreuna. Händels Eltern betrieben bis vor zwei Jahren auf dem Kaßberg die letzte nach der Kriegsbombardierung noch erhaltene Filiale des einst berühmten Efreuna-Kaffeehauses. Dieses Erbe wolle er unter gleichem Namen fortführen, sagte er am Freitag. Nachdem er über Jahre die Antiquariats-Gründung neben Jobs als Diplom-Physiker und Manager vorbereitet habe, werde nun ein Kindheitstraum Wirklichkeit. Warum er das Erbe des Namens "Efreuna" antritt, erklärt er so: "Er stand 166 Jahre lang für eine starke Marke, für Stil und Klasse." In einem Kaffeehaus genieße man die schönen Stunden des Lebens, in einem Auktionshaus genieße und kaufe man eben die schönen Dinge des Lebens, fasst Händel zusammen.

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