Großkontrolle: Polizei stellt Drogen und Waffen sicher

Insgesamt 82 Beamte waren an der Kontrolle am Mittwoch beteiligt. Bei mehreren Personen wurden die Polizisten fündig.

Die Polizei hat am Mittwoch in Chemnitz erneut eine Großkontrolle durchgeführt. Auf dem Theodor-Körner-Platz wurden bei einem 30-Jährigen zehn Gramm Marihuana gefunden. Bei der Kontrolle eines 26-Jährigen an der Moritzstraße fanden Polizisten weitere fünf Gramm. Bei einem 39-Jährigen, der zunächst versuchte auf seinem Fahrrad zu flüchten, wurden vier Gramm gefunden. Zudem hatte der Mann fünf Gramm Crystal sowie 150 Euro in szenetypischer Stückelung bei sich. An der Körnerstraße wurden bei einem 20-Jährigen insgesamt 20 Marihuanadolden sichergestellt.

Weitere zwei Gramm Marihuana fanden Ermittler bei einem 34-Jährigen an der Ecke Augustusburger Straße/Markusstraße. An der Reineckerstraße kontrollierten Beamte einen 17-Jährigen. Dieser hatte acht Gramm Marihuana, mehrere Tütchen mit Ecstasy-Pillen und Crystal bei sich. Auch einen Schlagring, einen als Taschenlampe getarnten Elektroschocker sowie ein Butterflymesser stellte die Polizei bei dem Mann sicher.

Gegen alle Tatverdächtigen wurden entsprechende Ermittlungsverfahren eingeleitet. An der Kontrolle, die am Mittwoch zwischen 16 und 22 Uhr stattfand, waren insgesamt 82 Einsatzkräfte der Polizei Chemnitz sowie der sächsischen Bereitschaftspolizei beteiligt. (luka)


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10Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 0
    5
    HHCL
    14.02.2020

    @j35r99: Von Großkontrollen mit bescheidenem Nutzwert steht da nichts. Dort steht sinngemäß, dass die Polizei für Ordnung sorgen soll; und ich bezweifle, dass derartige Maßnahmen entscheidend dazu beitragen. Das hat mir hier bisher auch noch keiner argumentativ nahe bringen können. Wenn Sie der Meinung sind, ist das (wie gesagt) in Ordnung, nur steht in den mir zur Lektüre empfohlenen Paragraphen nicht, dass solche Großkontrollen durchzuführen sind.

  • 3
    2
    j35r99
    14.02.2020

    Ein kleiner Hinweis an HHCL: Lesen Sie mal das Sächsische Polizeigesetz durch.
    In §§ 1 u. 2 werden die Aufgaben der Polizei erläutert..

  • 1
    3
    ChWtr
    14.02.2020

    Aufwand vs. Nutzen. Wo fängt man an und wo hört man auf?

    Schwieriges Unterfangen - kann man aus der Entfernung schlecht beurteilen. 29 Gramm Rauschmittel, Pillen etc. innerhalb von 6 Stunden ist schon ein Brett und lässt sich wahrscheinlich nur damit rechtfertigen, theoretisches Wissen in der Praxis angewendet zu haben. Stand für diesen Tag möglicherweise auf dem Lehrplan. Die Bereitschaftspolizei war ja auch Vor-Ort. Beim nächsten Mal ist das Rotlichtmilieu dran und beim übernächsten Mal sind es Schwerlasttransporte. Vielleicht liest der Einsatzleiter mit.

    Man kann nur hoffen, dass bei Gefahrensituationen anderswo schnell reagiert werden kann. Die Einsatzkräfte sind ja bereits ausgerückt (...)

  • 3
    6
    HHCL
    14.02.2020

    @OlafF: Was Sie hier beschreiben ist ein Rundumschutz vor den Eventualitäten des Lebens. Dafür ist die Polizei nicht da.

    Wer das hier bejubelt und so toll findet, sollte vielleicht mal überlegen, ob es nicht besser wäre, wenn die Polizei in Notsituationen schnell vor Ort wäre und genügend Kapazitäten für die Ermittlungsarbeit zur Verfügung stünden. Was hätten 82 Beamte in 5 Stunden nicht alles wegarbeiten können? Statt dessen hebt man eine einstellige Anzahl Kleinkriminelle aus. So wenige, dass sie hier alle einzeln genannt und genau beschrieben werden können.

    Man erfährt auch nie, wie viele der bei diesen Großkontrollen verhafteten tatsächlich belangt werden und wie viel wegen Geringfügigkeit eingestellt wird. Warum wohl?

  • 18
    3
    OlafF
    13.02.2020

    Wenn man hellsehen könnte, würde man sicherlich viele Verbrechen verhindern können und Verdachtskontrollen wären überflüssig. Auch Holzkreuze wie in Tschechien B174 kurz hinter Reizenhain bräuchte man nicht. Das Gesicht des noch an der Unfallstelle gestorbenen jungen Mannes ist auf dem Holzkreuz gut erkennbar. Er war völlig unschuldig zufällig zur falschen Zeit am falschen Ort unterwegs. Der beteiligte deutsche
    Unfallverursacher stand unter dem Einfluss von Drogen. Der Fahrer des entgegenkommenden Fahrzeuges und der Unfallverursacher erlagen ihren Verletzungen, die anderen Fahrzeuginsassen überlebten schwerverletzt und leiden immer noch an den Folgen. Ob die Legalisierung von Drogen, das viele Leid durch verantwortungslosen Umgang und Sucht verhindern kann, sicherlich nicht? Und der Handel und Besitz sollte wohl legalisiert werden, um möglichst ohne Beschaffungskriminalität zum Preis von Grundnahrungsmitteln einer breiten Bevölkerung einen freien Zugang zu ermöglichen? Rettungsdienste, Feuerwehr, Polizei, Notfallseelsorge, Krankenhausrecoursen, Psychologen, Sozialarbeiter und Beerdigungsunternehmer sind zahlreicher als eine gute Prävention. Grauenhaft, rette sich wer kann, so lange es noch geht! Die Probleme mit legalen Drogen sind bereits groß genug.

  • 7
    14
    HHCL
    13.02.2020

    @CPärchen: Es ist schon ziemlich frech, wie sie meine Worte verdrehen.

    Ich glaube es gäbe für die Polizei wichtigere Aufgaben als solche "Showveranstaltungen" abzuhalten, die kaum Verbrechen verhindern. Das meiste sind Bagatellen. Dafür beinah eine Hundertschaft stundenlang zu beschäftigen, ist aus meiner Sicht pure Verschwendung.

    Es geht hier nämlich genau nicht um Vergewaltigung, Raub und andere schwere Straftaten, für die die Polizei sehr wohl in ausreichender Zahl zur Verfügung stehen sollten.

  • 9
    23
    christophdoerffel
    13.02.2020

    @HHCL und die meisten Delikte sind absoluter Kleinkram (Geringe Mengen Marihuana zum Eigenkonsum).

    Herr Runkel und Frau Penzel sollten wirklich darüber nachdenken, die Polizeiressourcen zielgerichteter zu nutzen.

    Die Politik könnte die Polizei massiv entlasten, indem sie Cannabis mit Alkohol und Tabak gleich stellt.

  • 28
    7
    CPärchen
    13.02.2020

    @HHCL:
    Sie können doch der Polizei keinen Controller vor der Nase halten.

    Man stelle sich das vor:
    "Hmm... nur zwei Vergewaltiger, einen Raub und drei Verkehrsunfälle innerhalb einer Nacht. Dafür halten wir tausende Polizisten vor? Einsparen!"

    Genau wegen solcher Überlegungen haben wir ja zu wenig Polizei

  • 6
    26
    HHCL
    13.02.2020

    Ist das wirlklich verhältnismäßig für sechs Kriminelle 82 Polizisten über 5 Stunden zu beschäftigen?

  • 35
    4
    CPärchen
    13.02.2020

    Danke an die Polizei!