Grüne Göring-Eckardt unterstützt Heil

Chemnitz.

Die Fraktionschefin der Grünen im Bundestag, Katrin Göring-Eckardt, unterstützt die jüngsten Vorschläge von Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD), die Arbeitnehmer vor schnellem Jobverlust schützen sollen. die Arbeitnehmer vor schnellem Jobverlust schützen sollen. Sie forderte aber weitere Schritte. Göring-Eckardt sagte der "Freien Presse": "Notwendig wäre jetzt eine Neuausrichtung der Arbeitsmarktpolitik. Wir brauchen eine Bundesagentur für Arbeit und Weiterbildung, die nicht erst aktiv wird, wenn man bereits arbeitslos geworden ist."

Denkbar sei die flächendeckende Einrichtung von Bildungsagenturen, die schon vorher regelmäßig Angebote zur Fort- und Weiterbildung machen und dafür den Bedarf der Wirtschaft sowie sich ändernde Wirtschaftsstrukturen im Blick haben. Die Grundlage dafür sollte nach Ansicht von Göring-Eckardt eine Umgestaltung der Arbeitslosenversicherung in eine Arbeitsversicherung bilden, mit der auch Weiterbildungsangebote während der Arbeit abgesichert werden.


Arbeitsminister Heil hatte am Dienstag Grundzüge eines geplanten "Arbeit-von-morgen-Gesetzes" vorgestellt, das er im Herbst einbringen will. Es soll verhindern, dass Angestellte im Falle einer Konjunkturkrise ihren Job verlieren. Kurzarbeitergeld soll leichter fließen, Weiterbildung gefördert werden.

Lob für die Vorschläge kam von der IG Metall, insbesondere für die Verbindung von Kurzarbeit und Qualifizierung. Der Arbeitgeberverband Gesamtmetall äußerte sich ebenfalls positiv, schränkte aber ein, der Strukturwandel dürfe nicht verhindert werden. Der Arbeitgeberverband BDA begrüßte die geplanten Erleichterungen bei Kurzarbeit, mahnte aber, dass bei Weiterbildungsmaßnahmen die Initiative immer vom Unternehmen ausgehen müsse. Die Linke forderte, nicht nur auf die Krise zu reagieren, sondern sie zu verhindern, etwa mit einem Investitionsprogramm. (slo/dpa)

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