Häusermesse: Chemnitz klinkt sich in Sachsen aus

Wirtschaftsförderer setzt auf Metropolregion Mitteldeutschland

Bei der größten europäischen Fachmesse für Immobilien und Investitionen, der Expo Real in München, ist Chemnitz zum ersten Mal überhaupt nicht mehr am Gemeinschaftsstand Sachsen vertreten. Statt dessen wirbt die drittgrößte Kommune im Freistaat bei der gestern begonnenen Messe am Stand der Metropolregion Mitteldeutschland. Der Geschäftsführer der städtischen Wirtschaftsförderungsgesellschaft, Sören Uhle, begründete den Schritt damit, dass Chemnitz in Sachsen nicht an die beiden Metropolen Dresden und Leipzig herankomme. In Mitteldeutschland hingegen könne man sich mit Städten messen, die vergleichbar sind und "die besser zu uns passen", so der Wirtschaftsförderer.

Die Metropolregion Mitteldeutschland ist ein Zusammenschluss von Unternehmen sowie Städten und Landkreisen aus Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt; Mitglieder sind neben Chemnitz auch die Städte Leipzig, Erfurt, Halle, Zwickau und Jena. Dagegen gehört die Stadt Dresden nicht zu dem Bündnis. Die Region wurde 1997 von der deutschen Ministerkonferenz für Raumordnung als siebte der insgesamt elf Metropolregionen in Deutschland bestätigt und liegt als einzige vollständig in den neuen Bundesländern.

Schwerpunkte bei der Messe sind aus Chemnitzer Sicht die Entwicklung der noch unbebauten Grundstücke in der Innenstadt, vor allem die Flächen am Tietz, an der Johanniskirche sowie am Archäologiemuseum. Zugleich geht es nach Uhles Worten aber auch um die Vermarktung von Liegenschaften im Technologiecampus nahe der Universität und im Gewerbepark Rottluff-West. (su)

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