Handel in der Chemnitzer Innenstadt: Neuer Streit um Sonntagseinkauf

Im Chemnitz-Center in Röhrsdorf soll es nach dem Willen des Stadtrats in diesem Herbst mehr verkaufsoffene Sonntage geben als im Stadtzentrum. Ob es dabei bleibt, ist aber schon jetzt fraglich.

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99 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 1
    2
    Interessierte
    26.09.2020

    Ich war noch nie Sonntags einkaufen , man kann alles bis Samstag erledigen .
    Und die 3-4 Leute , die meinen , sie müßten in der Woche bis 22 Uhr arbeiten , die haben früh frei , oder arbeiten die auch 14-16 Stunden am Tag ... ?

    >
    In Bayern ist vielerorts noch 18 Uhr Feierabend und Samstag 13 Uhr. Das geht auch.
    ( da sieht man mal , wie wir ´verkohlt` werden ...
    ( übrigens war es in der DDR auch so ............

  • 0
    2
    Kreisimaus
    25.09.2020

    Guten Abend... Ich will hier keine Einzelpersonen angreifen ... Nur meine Meinung zum Thema... Sonntagsöffnung ist nicht notwendig wenn in der Woche bis 20 Uhr möglich ist. ... Traurig wer wegen 2 oder 3 Euro Parkgebühr nicht bereit ist in die City zu fahren... Was stimmt...es gibt weder Möbel noch Baumarkt. Das gehört aber auch nicht zwingend in eine City.... Eher die Verbindung von entspannt shoppen, flanieren und dinieren. Da macht Chemnitz Fortschritte....vielen ist es gerade abends noch zu dunkel in der Stadt... Das war Mal anders... Was der Stadt helfen würde wäre abgerenzung... Weniger Ketten, mehr Individualität... Zu den Angestellten auch ein Statement... Etwas mehr Freundlichkeit würde vielen nicht schaden... An die Normalbürger...wer Öffnungszeiten auch am Sonntag oder nach 8 fördert soll sich in die Lage der Verkäufer/-innen versetzen...die haben auch Kinder und sollen das ganze Wochenende arbeiten.... Nur Mal so... In Bayern ist vielerorts noch 18 Uhr Feierabend und Samstag 13 Uhr. Das geht auch. Die Leute kaufen nicht mehr nur weil sie später gehen können. Das ist nur bequemer.... Hier muss jeder selbst Mal nachdenken was er tun kann wenn er ein Herz für die City entwickeln möchte. Schönen Abend

  • 3
    18
    mops0106
    25.09.2020

    Censor, ich kaufe auch lieber in inhabergeführten oder zumindest in kleinen Geschäften. Da gibt es leider zu wenige. Das hat aber auch viel damit zu tun, dass die Masse in die großen billigen Ketten rennt. Ich brauche nicht jedes Jahr Unmengen an neuer Kleidung, kaufe lieber hochwertiger (dass auch das in den gleichen Billiglohnländern hergestellt wird, weiß ich, kann es aber leider nicht ändern). Wir als Bevölkerung sind auch Schuld an der Verödung der Innenstädte.

    Und das derzeitige Problem kritisieren wir ja beide: diese unselige Maske. Ich brauchte letztens Hausschuhe. In "meinen" Schuhladen durfte ich dann nach einiger Diskussion "oben ohne ;-))" rein. Die Verkäuferin wusste nicht, dass außer Menschen mit Attest auch Schwerbehinderte befreit sind. In einem Bekleidungsgeschäft in der Sachsenallee sagte man mir, in der Kabine dürfte ich die Maske abnehmen. Ich habe gesagt, ich kaufe erst wieder ohne Maske. Die Verkäuferin meinte, die Maske würde uns noch lange begleiten. Ich erwiderte, dass das so wäre, wenn die Masse das mitmacht.

  • 10
    1
    GPZ
    25.09.2020

    Was ich nicht verstehe: Warum machen am Samstag viele Geschäfte nachmittags zu (Ausnahme: Galerie Roter Turm und Kaufhof)? Selbst in der Woche schließen viele 19 Uhr. Nur eher kann ich nicht einkaufen bzw. am Samstag möchte ich nicht hetzen. Also in einer Großstadt sehe ich Mo-Sa 20 Uhr als Standard an. Mich wundert sowieso, warum man nicht eher früh später öffnet und dafür abends länger, damit man auch bei voll berufstätig ohne Schichtarbeit eine Chance hat, dahin zu kommen. Deshalb war für mich auch oft die Sachsenallee die Alternative. Oder ich kaufe weniger - die Öffnungszeiten haben manchen Spontankauf verhindert.

  • 14
    7
    censor
    25.09.2020

    @Stern - stimmt. Wir fahren auch lieber in die Sachsenallee, den Neefepark oder Vitacenter - je nachdem, was wir speziell kaufen wollen.
    Dort ist man schön unter Glas und kann auch bei Mistwetter entspannt bummeln. Und eben auch kostenlos parken.

  • 19
    8
    SternC
    25.09.2020

    Ein für mich wesentlicher Grund, nicht in der Innenstadt einzukaufen, sind die Parkgebühren in den Parkhäusern. Da fahre ich lieber in das CC oder die Sachsenallee. Jemand, der mit dem Auto kommt, wird es sich überlegen, ob er einkaufen geht und Parkgebühren zahlt, oder nur den Einkauf bezahlt.

  • 32
    17
    censor
    25.09.2020

    Frau Ludwig meint also, das Chemnitz-Center in Röhrsdorf sei daran schuld, wenn die Innenstadt von Chemnitz zu wenig Zulauf bekommt.
    Wenn die Schuldfrage geklärt ist, hat der Tag Struktur.

    Das Chemnitz-Center war das erste von vielen Centern, die im Chemnitzer Speckgürtel entstanden sind. Als Umlandbewohner kann ich sagen, dass dort vor allem die einkaufen, die aus der Region nördlich von Chemnitz kommen, denn dort gibt es meilenweit überhaupt nichts in der Art, aber jede Menge Kleinstädte und Gemeinden, die vll.noch einen Supermarkt, aber keinen Elektronikfachmarkt, kein Möbelhaus und keinen Baumarkt mehr haben.

    Der CC fängt also die Kundschaft ab, die aus dem Burgstädter, Limbacher, Peniger und Mittweidaer Raum kommt. Da muss man nur auf die Nummernschilder der Autos schauen, die auf den (kostenfreien!!) Parkplätzen stehen.

    Der Nachteil des CC ist seine Weitläufigkeit. Man rennt sich die Hacken ab wie zu DDR-Zeiten in der Innenstadt, wo jetzt wieder alles schön beieinander ist.

    Der Nachteil der Chemnitzer Innenstadt ist, dass man als Autofahrer keine kostenlosen Parkmöglichkeiten hat. Und nochwas: Es fehlen die "Zugpferde" (Baumärkte, Möbelhäuser, Gartencenter)
    Klamotten und Schuhe kann ich im Zentrum an jeder Ecke kaufen, einen Rasenmäher oder Baumaterial aber nicht.

    Sicher sind nach der Wende im Osten die gleichen Fehler gemacht worden wie im Westen: Riesencenter auf die grüne Wiese - und dann über die Verödung der Innenstädte klagen.

    Wenn ich einen Innenstadtbummel mache, will ich nicht nur Warenhäuser, sondern auch kleine Läden haben, individuelle, inhabergeführte Geschäfte zum Stöbern und kaufen von kleinen "Extras".

    Und was finde ich? Überall die gleichen Ketten. DAS ist es, was die Innenstadt beliebig macht. Die Fußgängerzonen unserer Innenstädte sind austauschbar geworden, egal, wohin man schaut, und damit langweilig.

    DAS muss sich wieder ändern, aber mit der derzeitigen Coronapolitik, die eher zu mehr Onlinehandel führt als zu Individualhandel, wird das Ladensterben fortschreiten. Mit und ohne offenen Sonntag.

  • 33
    13
    Pedaleur
    25.09.2020

    Ich bin strikt gegen die verkaufsoffenen Sonntage insgesamt. Die Öffnungszeiten wurden in den letzten Jahrzehnten immer weiter ausgedehnt. Ob sie sich unter dem Strich überhaupt rechnen, darf angezweifelt werden. Bei einzelnen Händlern mag das sein. Meist laden sie doch eher zum flanieren und aufwärmen ein und weniger zum Großeinkauf. Dazu kommen höhere Personalkosten, wenn doch wohl hoffentlich entsprechende Zuschläge gezahlt werden.
    Apropos Personal: Auch da wurde aus Anerkennung zum Anfang der Pandemie geklatscht und Besserungen eingefordert. Sonntags zu lassen wäre eine, die den Beschäftigten direkt zu Gute kommt.

  • 45
    3
    872889
    25.09.2020

    Verkaufsoffene Sonntage retten die ansonsten verwaiste City sicherlich nicht. Hier sind ganz andere Konzepte gefragt. Und auch der Verbraucher muss dazu bereit sein, in seiner Stadt einkaufen zu gehen. Was nützt es, wenn hunderte Menschen gegen die Galeria Kaufhof-Schließung demonstrieren, der Laden nach der (vorerst) abgewendeten Schließung trotzdem weitgehend leer ist. So wird das definitiv nichts. Und das ist sicher keine Frage von verkaufsoffenen Sonntagen.