Hausrat-Policen sind in Chemnitz im Vergleich günstig

Trotz vieler Einbrüche in Wohnungen und Keller zahlen Versicherte in Chemnitz oft geringere Beiträge als im Bundesdurchschnitt. Die Frage ist, wie lange noch.

Nahezu kein Tag vergeht, ohne dass irgendwo in Chemnitz in eine Wohnung, in ein Eigenheim oder in Keller eingebrochen wird. Fast 350 Fälle von Wohnungseinbrüchen zählte die Polizei im vergangenen Jahr im Stadtgebiet - so viele wie seit etlichen Jahren nicht mehr. Hinzu kamen 1800weitere Fälle in Kellern und Bodenkammern.

Oft sind die Schäden von der Hausratsversicherung erfasst. Laut Branchenverband GDV kommen im Schnitt immerhin 3250 Euro pro Schaden zusammen. Angesichts des anhaltenden Anstiegs der Fallzahlen wächst bei vielen Versicherten allerdings die Sorge, die Prämien könnten sich über kurz oder lang spürbar verteuern. Laut GDV fließt die Einbruchshäufigkeit als Parameter in die Berechnungen ein.

Nach Erhebungen des Internetportals Check24 lag etwa in Leipzig, der Einbruchs-Hochburg in Sachsen, der durchschnittliche Jahresbeitrag für neu abgeschlossene Hausrat-Versicherungen 2016 bei bereits 1,04 Euro pro Quadratmeter und damit knapp ein Viertel über dem Bundesdurchschnitt. In Chemnitz betrug der Wert trotz der seit Jahren steigenden Anzahl von Wohnungseinbrüchen hingegen nur 74Cent. Das sind sogar acht Cent weniger als im Landes- und elfCent weniger als im Bundesdurchschnitt.

Auch am Wochenende hatte die Polizei in Chemnitz wieder eine Reihe Anzeigen von Einbruchsopfern zu bearbeiten. Nahe der Straße der Nationen in Schloßchemnitz, an der Altendorfer Straße sowie an der Rembrandtstraße im Stadtzentrum hatten unbekannte Täter in der Nacht zu Samstag mindestens 16Kellerverschläge aufgebrochen. Der Schaden wird auf einige Hundert Euro geschätzt. Aus Kappel wurden aus einem Mehrfamilienhaus 13 weitere Fälle gemeldet, die sich wohl bereits Donnerstag oder Freitag vergangener Woche zugetragen hatten. Wie viel im Einzelnen gestohlen wurde, stand gestern noch nicht fest. Ein altes Damenfahrrad und Fahrradzubehör gehörten aber offenbar mit zur Beute.

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