Heftige Debatte um Kulturhauptstadt

Die Bewerbung wird für die Stadt teurer als gedacht. Weitere 780.000 Euro hat der Stadtrat am Dienstag dafür freigegeben. Vorausgegangen war dem ein verbaler Schlagabtausch.

Mit wenigen Klicks weiterlesen

Standard

Unsere Empfehlung zum Kennenlernen

  • Unbegrenzt Artikel lesen
    (inkl. FP+ Artikel)
  • Erster Monat 1,00 €
    (danach 7,99 €/Monat)
  • Monatlich kündbar

Premium


  • Unbegrenzt Artikel lesen
    (inkl. FP+ Artikel)
  • Erster Monat 1,00 €
    (danach 18,00 €/Monat)
  • Monatlich kündbar
  • Inklusive E-Paper

Sie sind bereits registriert? 

23Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.

  • 3
    0
    Lesemuffel
    26.05.2020

    Wenigstens dm0m1... hat das "negative Vibes"(?) ernst genommen. Andere sehen diese Wortmeldung komplexer und verschließen die Augen nicht vor Mißständen. Und das ist gut so.

  • 2
    4
    d0m1ng024
    26.05.2020

    Was hat denn das jetzt mit der Bewerbung zur Kukturhauptstadt zu tun. Als ob es in anderen Kulturhauptstädten keine Unfälle gibt.

    Deine negativen Vibes, die du verbreitest nimmt aber eh keiner mehr ernst...

  • 3
    4
    Lesemuffel
    25.05.2020

    "Sachsenweit passieren die meisten Unfälle je Einwohner in Chemnitz"(FP 25.5 in 20 S.9) Das ist keine Werbung für die Kulturhauptstadt. Will man denn überhaupt das vorsintflutlichen, verkorkste Verkehrswesen in dieser Stadt auf einen zeitgemäßen Stand bringen? (Kreuzungsfrei durch Über/Unterführungen, Fußgängertunnel, echte Radwege usw.)

  • 0
    5
    d0m1ng024
    25.05.2020

    Naja, das liegt aber nicht an Chemnitz, explizit dem Stadtrat und der der Bürgermeisterin, sondern an den Kommunen entlang der Strecke. Nur weil die es nicht hinbekommen ihren Teil der Strecke entsprechend auszubauen, muss dann Chemnitz darunter leiden, dass kein Fernzug bei uns durchfährt.

    In Chemnitz wurde alles dafür getan, eine Top-Infrastruktur für den Fernverkehr auszubauen, aber was nützt es, wenn 20km weiter die Kleinstadt Schießmichtot ihre Infrastruktur verfallen lassen. Nur weil die immer noch drauf warten, bis die Bahn die Baumaßnahmen finanziert.

    In diesem Bereich hat nicht die Stadt Chemnitz, sondern die anderen Gemeinden, das Land Sachsen und v.a. die Bahn versagt.

  • 3
    2
    MuellerF
    22.05.2020

    @mops: Die Strecke C.-L. würde ich jetzt nicht als Fern-, sondern als Regionalverkehr sehen. Trotzdem, dass der Ausbau nur halbherzig gemacht wird (streckenweise eingleisig) & bis zur Fertigstellung sowieso noch viel zu lange dauert, ist ein Armutszeugnis für die Verantwortlichen. Eine Ankündigung des letzten Verkehrswegeplans - die Strecke Chemnitz-Rostock als Direktverbindung wie früher mal- wurde auch noch nicht umgesetzt.

  • 3
    4
    mops0106
    21.05.2020

    Die Künstler können nichts dafür. Die Stadtverantwortlichen sicher schon.
    Ich habe hier mal eine Aussage des Linken Politikers Michael Leutert gefunden.

    "Der klare Blick" vom Juni 2016:
    "Ich frage mich, warum die Chemnitzer Vertreter der CDU/CSU-SPD-Koalition,
    aber auch schon der Regierungskoalitionen zuvor im Bundestag nicht all ihren Einfluss bei ihren KollegInnen im Verkehrs- und Haushaltsausschuss geltend gemacht haben, um zu erreichen, dass dem Ausbau der Strecke Chemnitz - Leipzig höchste Priorität eingeräumt wird. Zumindest in dieser Wahlperiode war niemand von ihnen bei dem zuständigen Hauptberichterstatter von der CDU im
    Haushaltsausschuss, wie ich weiß. Ausgerechnet ich als LINKER Haushalts- politiker war der erste, der bei Norbert Brackmann nachgefragt hat.
    Den Vorwurf, sich nicht oder zu spät um Chemnitzer Interessen gekümmert zu haben, müssen sich zumindest Frank Heinrich von der CDU und Detlef Müller von der SPD gefallen lassen. Für mich steht fest: Am Ende ist es eine politische Entscheidung, ob die Strecke doch noch höchste Priorität bekommt oder nicht. Das ist auch nach dem Ende der offiziellen Einspruchsfrist Anfang Mai noch möglich. Ich werde weiterhin Druck machen, damit eine Entscheidung für
    Chemnitz gefällt wird. Michael Leutert, MdB

  • 4
    6
    MuellerF
    21.05.2020

    @Lesemuffel: Die mangelnde Bahn-Anbindung im Fernverkehr ist natürlich ein gewaltiger Minuspunkt für Chemnitz in Sachen Infrastruktur- allerdings kann man diesen weder der Stadtverwaltung, noch den Kulturschaffenden ankreiden.

  • 8
    3
    Lesemuffel
    21.05.2020

    Gute Nachrichten für Bahnreisende zur Ostsee - der Bahnhof Warnemünde ist ab sofort wieder ans Fernverkehrsnetz angeschlossen, Intercity von Wien über Leipzig nach Warnemünde. Von DD in 4 h 27 min in Warnemünde. Und die künftige Kulturhauptstadt Chemnitz? Abgehängt!

  • 10
    5
    d0m1ng024
    21.05.2020

    Viele nörgeln doch nur aus Troz, um gegen irgendwas zu sein. Da ist es hoffnungslos, solchen Menschen das Projekt zu erklären. Mit einer einfachen Google-Suche hätten die es auch selber herausfinden können, wie es nachhaltig mit den ehemaligen Kulturhauptstädten weitergeht.

    Der Teil des Ruhrgebietes z.B. der vor xx Jahren Kulturhauptstadt war, profitiert heute noch davon, zu mindest bis zur Corona-Krise. Und auch im Ausland die Städte, die den Titel hatten, haben davon über Jahre gezehrt.

    Allerdings ist in Chemnitz der Rückhalt zu diesem Projekt auch gar nicht so schlecht wie viele glauben. Die Leute zeigen es halt nur nicht, aber im Grunde stehen sehr viel dahinter. Man muss sich doch nur mal bei seinen Arbeitsstellen umhören, wie das dort gesehen wird. Insgeheim hoffen es fast alle, das wir den Titel bekommen

    So eine Chance bekommt Chemnitz nie wieder... Kulturhauptstadt ist der kulturelle Nabel Europas. Die Menschen, die in solchen Städten leben, können voller Stolz von ihrer Stadt berichten, was da gerade abgeht, passiert und sich bewegt. Es wird auf jeden Fall das Selbstbewustsein der Chemnitzer enorm stärken und die Stadt wird davon auch profitieren, v.a im Bezug zum Image.

    Falls wir das Glück haben und es wirklich werden sollten, dann ist es das auch schon wegen der dann zahlreichen Debatten und Be- oder Verwunderungen in ganz Deutschland wert. Keine der anderen Bewerberstädte wird bei einem Titelgewinnn soviel Kontroverse und Diskussionen auslösen können, wie Chemnitz. Ich glaub, die Aufmerksamkeit und Wahrnehmung dieses kulturellen Ereignisses, ausgerechnet in dieser Stadt, wird es so wahrscheinlich auch noch nie gegeben haben. Und genau das ist ja das, was das Komitee will. Debatten, Diskussionen und das man drüber redet.

    Der Ruf und das Image dieser Stadt, könnte sich dann letzendlich doch mal zu positiv auszahlen.

  • 4
    6
    franzudo2013
    21.05.2020

    Diese Ausgrenzeritis und Intoleranz ist nicht mehr normal.
    Wer es nicht begreift, wer die falschen Vorstellungen von Kultur hat, der hat halt Pech und soll seinen Mund halten.
    Kultur geht genau andersherum. Gute Kulturmanager machen für jeden ein Angebot und kümmern sich um alle Nachfragen. Dann wird es bunt und vielfältig.
    Normalerweise ist das Publikum der Maßstab.
    Die Differenzen entstehen genau dann, wenn der Dialog zwischen Publikum und Kultur abreisst. Dann feiern sich die Regisseure selbst, auch wenn der Saal leer bleibt. Geld kommt ja aus der Steckdose. Wo bleibt der Wettbewerb um die besten Ideen?

  • 1
    11
    Interessierte
    21.05.2020

    Wenn wir viel Kultur in der "Hauptstadt" hätten , würde ich das Projekt ja` vielleicht noch einsehen , aber die muß ja` erst geschaffen werden , diese Kultur hier in der ´ehemaligen´ Industriestadt …

  • 9
    3
    Ramomba
    21.05.2020

    @franzudo2013 Gute Idee, mal gemeinsam in den Ratskeller zu gehen. So ein Baustellenrundgang macht sicher den Kopf frei. Im Ernst. Wer nicht begreifen will, was der Titel Kulturhauptstadt bedeutet, der muss sich an dieser Diskussion nicht beteiligen. Wer sich damit beschäftigt, wird am Beispiel anderer Städte, die für uns so namenlos klingen wie Turku oder Maribor, erkennen, wie weit sich der Begriff KULTUR spannen lässt. Spannend finde ich gerade, dass unter der Chemnitzer Bevölkerung so eine große Diskrepanz bezüglich der Bewerbung besteht – diese aufzulösen durch viele, viele Projekte innerhalb der Bewerbungsphase und durch nachhaltige Ideen für ein lebendiges, tolerantes und interessantes Miteinander, dafür darf uns kein Geld zu schade sein. Wer bis jetzt noch nichts von Projekten mitbekommen hat: Sie klopfen nicht an jede Tür. Wer ins Theater will, muss auch mal auf den Spielplan gucken und sich dann Karten kaufen. Informieren muss man sich schon. Ich kann nur einladen – wenn die Ausnahmesituation vorbei ist – sich zu informieren (FP, Internet, Instagram) und mal vorbeizuschauen, ins Gespräch zu kommen. Meckern vom Sofa aus – das ist so out.

  • 8
    6
    Auriga
    20.05.2020

    In Zahlen zusammengefasst also knapp 2 Millionen Euro für ein 50 Millionen Euro Los mit einer 1:5 Gewinnchance?

    "Ein Sieg ist nicht nur möglich, sondern wahrscheinlich." ja, das denkt sich bestimmt auch der Typ der am Glücksspielautomat eine Münze reibt.
    Diese verzweifelte Hoffnung vieler Chemnitzer auf dieses eine Projekt (mit 1:5 Gewinnchance) als einzige Zukunftsperspektive für ihre Stadt. Das macht mir wesentlich mehr Angst, als die möglichen verspielten 2 Millionen Euro.

    Und ich hoffe innständig, dass Chemnitz gewinnt. Die vielen Touristen auf der Wir-wären-fast-mal-Kulturhauptstadt-geworden-4-Städte-Tour, wären wirklich zu viel für die Baustellen der Stadt.

  • 8
    3
    franzudo2013
    20.05.2020

    Wer sich die Stadtratssitzung gestern und heute angesehen hat bzw. ansieht, weiß, dass die Debattenkultur Arbeitsaufgabe Nummer 1 in Chemnitz ist.
    Die sollten mal gemeinsam nach der Sitzung in den Ratskeller gehen, um in den Stadtratskollegen wieder den Menschen statt den Feind zu sehen.

  • 8
    9
    DS91
    20.05.2020

    @Distelblüte

    Man wird nicht jeden Kritiker überzeugen. Die Mühe ist es auch nicht Wert bei diesen Debatten. Es ist aber schön zu wissen das die Mehrheit für eine Kulturhauptstadt ist. Alle Argumente der Kritiker werden verstummen wenn wir den Titel gewinnen sollten.

    @franzudo2013

    Wer ernst genommen werden möchte muss auch Argumente liefern. Bei den meisten Kritiker kommen aber keine.


    Ja Geld ist knapp deshalb ist es wichtig vorhandene Mittel gut einzusetzen. Die Kulturhauptstadt Bewerbung ist ein sehr gutes Mittel dafür und wir werden sehen... plötzlich will keiner mehr dagegen sein. Bei Misserfolg werden die Kritiker lauter die vorher alles besser wussten... das ist aber immer so.

    Ein besseres Konzept und eine bessere Idee für die Stadt hat aber keiner von denen.

  • 28
    7
    franzudo2013
    20.05.2020

    Die Frage ist doch nicht, ob Chemnitz es verdient hat. Chemnitz ist schon jetzt eine Kulturstadt und es hat auf jeden Fall das Zeug zur Kulturhauptstadt.
    Die Frage ist, ob Konzept und Motto so tragfähig sind, dass es die Chemnitzer selbst überzeugt. Bisher offensichtlich nicht so richtig.
    "Geld schiesst keine Tore" trifft den Nagel auf den Kopf. Wenn das Ziel ist, an Fördermittel zu kommen, dann ist das einfach zu wenig Anspruch. Da wird deutlich, dass hier Verwaltung handelt und Kreative mit Fleiß draußen gehalten werden. Das würde ja den zu verteilenden Kuchen schmälern.
    Distelblüte, so wird es nichts, Kritiker runter machen und beleidigen ist keine Antwort auf die Fragen der Kritiker.
    Das Ernstnehmen der Kritik und eine ehrliche Beantwortung der Fragen wäre der richtige Schritt.
    Wer für Kritik nicht offen ist, ist auch nicht offen für gute Ideen.

  • 20
    20
    acals
    20.05.2020

    wirtschaftlich? weil in 2025 mehr bratwürschtl verkauft werden? da hätte dann kohlmann doch recht als er die Chemnitzer in die Galeria Roter Turm auf ne Kugel Eis einlud - zur stärkung der heimischen Wirtschaft.

    diese aufzählung von halluzinationen liesse sich beliebig weiter fortsetzen - die nachhaltigleit mit der die Attraktivität von KHStädten wie Hermannstadt oder Pecs gestärkt wurde liest man auch gut aus der Entwicklung deren Einwohnerzahlen ab.

    eine ganz analoge Diskussion hatten wir um den Stadionbau herum - seitdem sind blieben noch mehr kommunale Pflichtaufgaben sprichwörtlich auf der Strasse liegen - und die Spitze des Eisberges war die Gestattung der OB und der ihren das die Chemnitzer den Schnee selber wegräumen dürfen (ok, rein klimatechnisch ists damit auchbald vorbei.)

  • 23
    29
    gelöschter Nutzer
    20.05.2020

    @DS91: Zustimmung. Aber Ihre Argumente werden die Kritiker nur wenig und die Politiker rechter Parteien gleich gar nicht überzeugen.
    Um Chemnitz als Kulturhauptstadt zu etablieren, muss man zukunftsorientiert und positiv handeln, eine positive Vision der zukünftigen Stadtentwicklung haben.
    Das ist bei afd und pro chemnitz nicht zu erkennen, im Gegenteil. Wer schon mit der Gegenwart hadert und partout politisch ins 19. Jahrhundert zurückwill, kann nicht anders als wie gezeigt abstimmen.

  • 31
    13
    DS91
    20.05.2020

    An die Kritiker...

    Ich kann nachvollziehen das es umstritten ist jetzt die finanziellen Mittel der Bewerbung zur Kulturhauptstadt zu erhöhen. Aber... es ist die beste und größte Chance Chemnitz wirtschaftlich, kulturell und touristisch zu stärken! Günstiger bekommt man einen gleichwertigen Schub für die Stadt nicht!

    Chemnitz hat es verdient Kulturhauptstadt zu werden und Chemnitz muss diese Chance nutzen.

    Wenn sie mir nicht glauben können sie sich gerne die Entwicklung ehemaliger KULTURHAUPTSTÄDTE anschauen.

    Chemnitz Kulturhauptstadt 2025 - ist eine gute investition für die Zukunft der Stadt!!

  • 27
    15
    H1D2M18
    20.05.2020

    Hallo
    Kann mal Bitte jemand in einfachen Worten erklären was man mit dem Titel Kulturhauptstadt erreichen will ? Was soll danach umgesetzt werden ? Irgendetwas "Greifbares , Sehbares" oder ist alles nur "hohles Geschwätz" ?
    Die Seite der Stadt Chemnitz zum Thema -- Chemnitz2025.de -- gibt nachwievor keine brauchbaren Informationen her. Ich denke ich bin nicht der einzige der mit der Idee Kulturhauptstadt nix anfangen kann.

  • 29
    33
    Hinterfragt
    20.05.2020

    An allen Ecken fehlt bei kommunalen Projekten das Geld.
    Solchen luxuriösen Firlefanz muss man sich auch leisten können!

  • 29
    33
    sunhiller
    20.05.2020

    Achtung liebe JA-Abstimmer im Stadtrat:
    Es ist wie im Fußball, Geld schießt keine Tore.
    Und ob man sich mit mehr Geld den Titel der Kulturhauptstadt kaufen kann ist auch mehr als fraglich !

  • 32
    36
    Hinterfragt
    20.05.2020

    Wenn man bedenkt, welche "Baustellen" in C auf Halde liegen und wo es sonst noch so klemmt, kann man nur noch den Kopf schütteln ...