Heizung, Fenster, Fußboden - Schönheitskur für drei Schulen

In Limbach-Oberfrohna sind die Sommerferien in mehreren Bildungsstätten für Bauarbeiten genutzt worden. Die "Freie Presse" gibt einen Überblick.

Pestalozzi-Oberschule: Bereits im März haben Handwerker die Pestalozzi-Oberschule in Beschlag genommen. Sie konzentrierten sich zunächst auf die Natursteinfassade, die abgestrahlt und von Schäden befreit wird. Diese Arbeiten laufen nach wie vor, genauso wie die Erneuerung der Dachziegel. Das Vorhaben ist dringend nötig, weil durch das Dach in den vergangenen Jahren mehrfach Wasser eingedrungen war.

In den sechswöchigen Sommerferien wurde nun auch im Innenbereich die Sanierung mit Hochdruck vorangetrieben. Die größte Baustelle stellte dabei die Heizung dar. Sie stammte noch aus den 1990er-Jahren. Die veraltete Anlage wurde durch ein gasbetriebenes Blockheizkraftwerk ersetzt. Wegen der deutlich größeren Effizienz erhofft sich die Stadtverwaltung künftig geringere Kosten. In diesem Zuge wurden zudem alle Heizkörper ausgewechselt. Zur Entlastung des Haushalts dürfte auch der Einbau von LED-Leuchten im gesamten Gebäude beitragen, da diese weniger Strom verbrauchen als die alten Lampen.


Die Holzfenster waren ebenfalls in die Jahre gekommen, sie wurden durch Exemplare aus Kunststoff ersetzt. Am meisten freuen dürften sich die Schüler über einen frischen Anstrich der Wände und einen erneuerten Fußboden in den Klassenräumen. Auch die Türen im Schulgebäude an der Georgstraße wurden ausgetauscht. Die Kosten für die genannten Maßnahmen belaufen sich nach Angaben des Rathauses auf insgesamt 2,6 Millionen Euro.

Geschwister-Scholl-Oberschule: Dass die Sommerferien in der Oberschule Am Hohen Hain für Bauarbeiten genutzt werden, ist nichts Neues: Schon vor einem Jahr wurden die Heizungsanlage sowie die Waschbecken in den Klassenzimmern erneuert. Auch in den vergangenen Wochen waren die Handwerker fleißig: Sie haben in den Klassenzimmern, im Treppenhaus und den Fluren die Wände gemalert. Parallel wurde neuer Fußboden verlegt. Schüler und Lehrer erwartet also ein deutlich freundlicheres Erscheinungsbild als zuvor.

Auch Akustik und Helligkeit haben sich verbessert: Schalldämpfende Decken und effiziente LED-Leuchten wurden installiert. Damit im Notfall alle Nutzer das Gebäude schnell verlassen können, wurde die Beleuchtung der Notausgangsschilder auf einen modernen Stand gebracht und der Einbau eines Alarmsystems vorbereitet. Noch nicht abgeschlossen wurde die Sanierung des Daches und der Fassade. Sie werden sich nach Angaben des Rathauses bis in den Herbst ziehen. Die Stadt investiert insgesamt etwa eine Million Euro in die genannten Arbeiten.

Grundschule Kändler: Schon seit Ende 2017 war geplant, die ehemalige Hausmeisterwohnung im Dachgeschoss des Schulgebäudes an der Hauptstraße zu sanieren und neu zu gestalten. In den Sommerferien wurde dieses etwa 100.000 Euro teure Vorhaben nun umgesetzt. Trockenbauer, Maler, Elektriker und Installateure gaben sich die Klinke in die Hand. Entstanden sind nach Angaben der Stadtverwaltung ein Raum, in dem Kleingruppen unterrichtet werden können, ein Arzt- und Elternsprechzimmer sowie ein Lagerraum für Unterrichtsmaterialien.

Auch im Außenbereich hat sich etwas getan: Der Weg rund um die Wiese auf dem Schulhof hat neues Betonpflaster erhalten. Der alte Belag hatte mehrere Bruchstellen aufgewiesen. Diese Maßnahme kostete etwa 10.000 Euro.


259 Erstklässler beginnen heute Schullaufbahn

In Limbach-Oberfrohna und Niederfrohna werden am heutigen Samstag 259 Erstklässler eingeschult. An der Goetheschule werden drei Klassen mit 71 Schülern gebildet - im Vergleich zur Anmeldezahl von 115 hat sich die Anzahl der Mädchen und Jungen durch die Änderung der Schulbezirke und Rückstellungen also deutlich reduziert. Die Klassen müssen nicht einmal bis zum Maximum von 28 Schülern gefüllt werden.

An der Thomas-Müntzer-Schule in Rußdorf beginnen 50 Abc-Schützen in zwei Klassen ihre Schullaufbahn, in Pleißa sind die beiden Klassen mit insgesamt 36 Schülern deutlich kleiner. An der Gerhart-Hauptmann-Schule (26 Schüler) und in Kändler (28) gibt es je eine vergleichsweise große Klasse.

An der Evangelischen Grundschule in Bräunsdorf lernen ab heute 22Erstklässler. Jene zwei Schulanfänger, die künftig die Förderschule Am Stadtpark besuchen, feiern den Tag in Niederfrohna gemeinsam mit den dortigen 24 Erstklässlern. (jop)

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