Herzhaftes und Süßes von nebenan präsentiert

Landmarkt in Rochsburg knüpft an frühere Handelstradition an

Rochsburg.

Etwa 500 Besucher hat der Landmarkt am Samstag auf Schloss Rochsburg gezogen. Im Wirtschaftshof hatten Händler aus der Region ihre Ware angeboten. "Ich bin zufrieden mit der Resonanz. Damit liegt die Gästezahl etwas höher als in den vergangenen Jahren. Man kann das aber nur schätzen, weil wir keinen Eintritt verlangen", sagte Schlossherr Andreas Quermann am gestrigen Sonntag. Dabei komme es gar nicht so sehr auf den einen Tag an, an dem man regionale Produkte entdecken und kaufen kann. "Wichtiger ist, dass die Gäste mit den Händlern ins Gespräch kommen und weiterhin in Verbindung bleiben, also regional einkaufen", so Quermann.

Nicht umsonst habe der nunmehr fünfte Landmarkt wieder auf dem Wirtschaftshof des Schlosses stattgefunden. "Das ist der Ort, wo im Mittelalter und der Renaissance Pferde gehalten und Güter wie beispielsweise Getreide gelagert wurden", sagt Quermann. Denn in früheren Zeiten habe man Regionalität tagtäglich gelebt. Man aß das, was der eigene Grund und Boden hergab und verwertete die Produkte der Tiere, zum Beispiel die Wolle. "Heute sind sich viele nicht einmal mehr der Herkunft der Nahrungsmittel, die sie essen, bewusst", so Quermann. Beim Landmarkt reichte das Angebot von Wollprodukten über Kräuter bis hin zu Honig, Säften, Ölen und Brotaufstrichen sowie Fleisch aus regionaler Produktion. Kinder konnten den Heimatgedanken beim Basteln umsetzen. "Sie haben Futterglocken hergestellt, um heimische Vögel in der kalten Jahreszeit versorgen zu können", sagte Quermann.

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