Historisches und Kurioses auf 130 Seiten

Zum Tag der Sachsen ist eine Sonderausgabe der Sächsischen Heimatblätter über Limbach-Oberfrohna erschienen - Heft ist auf dem Festgebiet erhältlich

Limbach-Oberfrohna.

Es war eine illustre Runde, die sich Anfang dieser Woche im Limbach-Oberfrohnaer Rathaus traf: Heimatforscher und Archivare gehörten ebenso dazu, wie Geografen, Naturschützer und Tierärzte. Sie alle eint, dass sie ein Jahr lang gemeinsam an einem Projekt gearbeitet haben, das nun erfolgreich abgeschlossen wurde. Die gut 20 Autoren haben Texte zu einer Sonderausgabe der Zeitschrift Sächsische Heimatblätter beigetragen, die ausschließlich Limbach-Oberfrohna behandelt und pünktlich zum Tag der Sachsen mit einer Auflage von 1700 Stück erschienen ist.

In 22 Beiträgen werden unterschiedlichste Aspekte der Stadt behandelt: die Topografie, die wirtschaftliche Entwicklung, die Friedliche Revolution 1989/90 und wichtige Persönlichkeiten der Stadt. Zwischen die vielen historischen Fakten mischen sich auch kuriose Episoden: So berichtet Peter Barth in seinem Beitrag über Rußdorf, dass der heutige Ortsteil bis Anfang des 20.Jahrhunderts geteilt war: Einige Straßenzüge gehörten zu Sachsen, andere zum thüringischen Altenburg. Mitten im Dorf wurde daher Zoll erhoben - und es galten unterschiedliche Sperrstunden in den Gasthöfen. "Wollte man sein Bier länger genießen, ging man einfach nach der Sperrstunde in Sachsen über die Straße nach Altenburg und konnte eine Stunde länger im Gasthaus sitzen", berichtet Barth.

Klaus Gumnior, langjähriger Redakteur der Heimatblätter, zeigte sich erfreut, dass viele einheimische Autoren für den 130 Seiten starken Band gewonnen werden konnten. So befasste sich Stadtarchivar Christian Kirchner mit dem früheren Rittergut und heutigen Rathaus, Bräunsdorfs Ortsvorsteher Hartmut Reinsberg mit der Geschichte des Ortsteils und der langjährige Stadtrat Frank Löbel mit der Entwicklung Limbach-Oberfrohnas seit 1989. Heimatblätter-Herausgeber Matthias Donath begrüßte ausdrücklich, dass auch die jüngste Geschichte berücksichtigt wurde.

Oberbürgermeister Jesko Vogel zeigte sich mit dem Werk sehr zufrieden, lobte es als "tiefgründig und detailreich". Auch bei den Heimatblätter-Abonnenten sei das Heft gut angekommen, sagte Donath. "Die einzige Kritik war, dass wir mehr über Kirchen und andere Baudenkmale hätten schreiben sollen." Es sei nicht ausgeschlossen, dass dies in einer späteren Ausgabe nachgeholt werde. Auch über Schloss und Park in Wolkenburg könnten noch viele Forschungsergebnisse publiziert werden, stellte der Herausgeber fest.

Das Heft ist zum Preis von 12 Euro bei allen Infopunkten auf dem Festgebiet, im Esche-Museum und im Buchhaus am Johannisplatz erhältlich.

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