Hoffen auf schnelle Intercity-Anbindung

Die Weiterführung der IC-Verbindung Rostock- Dresden nach Chemnitz ist noch immer offen. Obwohl sich die Verantwortlichen weiter unverbindlich äußern, kommt offenbar Bewegung in die Sache.

Mit wenigen Klicks weiterlesen

Premium

Unsere Empfehlung

  • Unbegrenzt Artikel lesen
    (inkl. FP+ Artikel)
  • Erster Monat 1,00 €
    (danach 19,49 €/Monat)
  • Monatlich kündbar
  • Inklusive E-Paper

Standard


  • Unbegrenzt Artikel lesen
    (inkl. FP+ Artikel)
  • Erster Monat 1,00 €
    (danach 7,99 €/Monat)
  • Monatlich kündbar

Sie sind bereits registriert? 

1818 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 2
    0
    stefanh
    17.08.2020

    ICE-Verbindung nach Chemnitz
    Der Ausbau der Strecke Chemnitz Leipzig soll nur teilweise zweigleisig ausgeführt werden, es ist beschämend, dass 75 Jahre nach dem Abbau des 2. Gleises wegen Reparation an die Sowjetunion dieses noch nicht wieder aufgebaut wurde, weder in der DDR-Zeit, noch in den 30 Jahren Bundesrepublik:

    Reparationsleistung nach dem Zweiten Weltkrieg
    Borna – Neukirchen-Wyhra und Geithain – Wittgensdorf (Geithain–Narsdorf seit 2004 wieder zweigleisig, ca. 6 km)
    Quelle: Liste von ehemals zweigleisigen Eisenbahnstrecken
    Wikimedia-Liste

  • 1
    0
    Zeitungss
    24.07.2020

    @cn3b...: Sie haben ja recht und die Ursachen für den Istzustand sind allgemein bekannt.
    Die Strecke über Gera nach Erfurt ICE-tauglich auszubauen, wäre eine Mammutaufgabe und ist zudem nicht gewollt. Die Elektrifizierung wäre noch das kleinere Problem, die Topografie lässt teilweise lediglich 70 Km/h zu, da beim damaligen Bau die Grundstücke einzelner Krautjunker umfahren werden mussten und demnach noch heute werden. Es würde einem Neubau mit samt bekannter Bürokratie gleichkommen und wir würden es beide nicht mehr erleben, selbst wenn Sie heute erst 20 wären. Es wird ganz einfach Utopie bleiben.
    Übrigens, dem Bretterbohrer scheinen die Argumente ausgegangen zu sein, bzw ist der Bohrer abgebrochen.

  • 10
    1
    cn3boj00
    23.07.2020

    2 Dinge fallen sofort auf: Eine Verbindung nach Berlin ohne Umzusteigen wäre zwar hübsch, hat aber mit einer echten Anbindung von Chemnitz an den Fernverkehr nichts zu tun. Man kann heute ja problemlos nach Leipzig oder Dresden fahren und von dort weiter nach Berlin. Wenn in Dresden das Umsteigen entfällt profitiert vor allem Herr Müller selbst davon.
    Und letztlich ist es die Zersplitterung der Bahn in regionale Zuständigkeiten, die alles problematisch und einfache Lösungen wie einen direkten Schnellzug von Chemnitz nach Berlin unmöglich macht. Das ist politisch gewollt, und daran will auch keiner rütteln. Dass Strecken wie die Sachsen-Magistrale nicht von der Bahn sondern von Zweckverbänden betrieben werden wie kleine Nebenbahnen ist ein Unding.
    Um Chemnitz an den Fernverkehr anzubinden bzw. endlich selbst zu einem ICE-Ziel werden zu lassen müssen die Trassen nach Nürnberg und vor allem nach Erfurt (zentrale Drehscheibe für Verbindungen nach Westen, Süden oder Norden) als Teil der Mitte-Deutschland-Magistrale endlich durchgängig elektrifiziert und ICE-tauglich gemacht werden. Aber da scheint es wenig Engagement aus Sachsen (im Gegensatz zu Thüringen) zu geben. Herr Müller muss ja nicht mehr nach Bonn.

  • 11
    1
    Zeitungss
    21.07.2020

    @Alf: Wenn Sie und die anderen "Roten" demnächst wieder eine Billigreise mit Flixbus unternehmen, spenden Sie wenigstens dem Personal ein Trinkgeld, denn auf deren Rücken entstehen diese Sparpreise.

  • 16
    0
    CPärchen
    20.07.2020

    @Alf: Mit der BC50 kommt man auch mit ca. 20€ in 3 Std. nach Berlin. Das ist nicht das Ding. Uns gehts hier aber um die Bahnverbindung und darum, wie schwierig es ist, hindernde Strukturen aufzubrechen, Widerstände zu überwinden, richtige Ausgaben für Steuermittel einzureichen und richtige Prioritäten zu setzen.

    Kurzum: Mehr Bahn für alle! Weniger Sonderrechte für Einzelne.

  • 7
    11
    Zeitungss
    20.07.2020

    @Alf...: Genau um den Busverkehr ging es hier, Ziel erkannt !!!

  • 8
    17
    Alf1982
    20.07.2020

    Wenn ich nach Berlin will fahre ich mit dem Flixbus.
    Chemnitz - Berlin ZOB: 4 Std. ca. 20€

  • 6
    7
    Schwimmerin
    20.07.2020

    Zeitungss, da haben Sie recht ... ich bleibe ebenfalls in allen Ihrer angerissenen Themen pessimistisch.
    Und füge noch die Schwimm- und Sportsituation und die geniale Verkehrsführung um die Baustellen in unserer auf dem Weg zur Kulturstadt befindlichen Gemeinde hinzu ...

  • 12
    4
    Zeitungss
    20.07.2020

    @Schwimmerin: Ihre ach so treffende Erkenntnis sollte den Verantwortlichen einmal etwas näher gebracht werden. Das Verständnis dafür wird ausbleiben, man lebt in einer anderen Welten in der eine Bahnfahrt bei 300Km/h losgeht. Vernünftige Entscheidungen sind beim allerbesten Willen nicht zu erwarten, das Desaster für die paar Km DC-LL lassen keine andere Einsicht zu. Dazu noch die 5 sächsischen Vereine mit jeder Menge hochdotierten Versorgungsfällen an der Spitze, runden die Sache ab. SPD-Mann Dulig hat die Maßnahme für einen einheitlichen Verbund zwar medienwirksam angekündigt, ist aber von besagten Spitzen der Vereine zurückgepfiffen worden. Was soll der Bürger also noch erwarten ???
    Noch ganz nebenbei, eine Verkleinerung des Bundestages ist auch nicht zu erwarten, es geht eher in die Gegenrichtung. Es wird sicherlich noch ein Thema werden, ich erwähne es nur aus Prinzip.

  • 16
    5
    Zeitungss
    20.07.2020

    @CP...: Natürlich ist es für den Reisenden "wirtschaftlicher" über Dresden als auf direkten Weg nach Berlin zu fahren, versteht heute jeder. Und nun zur Strecke DC-DH. Wer schon einmal einen Bildfahrplan (kein öffentl. Fahrplan) gesehen hat und damit etwas anzufangen weiß, wird auf den ersten Blick sehen, was diese Strecke nach Dresden noch für freie ungenutzte Kapazitäten Kapazitäten hat. Hier geht es nur darum, WER BEZAHLT und damit sind wir wieder bei den Auswirkungen der vom Volk so gewünschten Privatisierung. Von den ständig lauten Umweltverbessern hört man zu dem Thema auch nichts, denen ist das Auto auch wesentlich näher wie die Bahn.

  • 15
    1
    Schwimmerin
    20.07.2020

    Ein Staatskonzern wie die Bahn hat als Hauptaufgabe die Bevölkerungsbeförderung und nicht das vorrangige Schielen auf Gewinn ...
    Es muss auch kein VorzeigeObjekt sein mit sowieso nicht klappernden 400 km/h und TV in der Kopflehne. Es gibt inzwischen dem Bedarf angepasste Züge/Triebwagen die in reichlich eineinhalb Stunden in Berlin wären.
    Ich hab das früher bereits mit Dampflok erlebt ...

  • 9
    4
    CPärchen
    20.07.2020

    @Zeitungss: Wenn man direkt nach Berlin will, dann haben sie sicher Recht, aber die Bedingung sind nunmal heute andere, als damals.
    Bei der Strecke Chemnitz-Dresden-Berlin würde man eine größere Auslastung haben, als über Elsterwerda. Des Weiteren wäre es auch wirtschaftlicher, wenn man sich dadurch ein paar REs sparen kann.
    Und es wird dauern bis die Nachfrage sich entwickelt, denn natürlich haben viele Chemnitzer ein eigenes Auto bei der gegenwärtigen Infrastruktur. Bis die Bevölkerung dieses Verhalten ändert, wird es dauern.
    Ich bleibe optimistisch, denn die Richtung stimmt!

  • 19
    2
    Schwimmerin
    20.07.2020

    Waaaaas ...., in Chemnitz soll wieder ein Zug vorbei kommen? Das wird die alten Reichsbahner im Grabe freuen. Sie kannten das ja noch ...

  • 14
    3
    Zeitungss
    20.07.2020

    @CP...: Was der Bohrer dicker Bretter auch immer vorhat und sich ins Licht rückt, es wird sich nicht viel ändern. Die Strecke nach Dresden ist signaltechnisch auf hohen Niveau und wird vom ESTW Leipzig ferngesteuert. Die Zugbelegung ist bescheiden gegenüber früheren Zeiten und hat noch etliche Reserven.
    Ob der Reisende erst 80Km Richtung Osten nach Dresden fahren will, um irgendwann in Berlin anzukommen, ist eher eine Frage der Wirtschaftlichkeit und zwar für den Reisenden. Chemnitz- Elsterwerda ist als direkter Weg bereits elektrifiziert und zur Nebenbahn verkommen.
    Dank der Privatisierung und den damit verbundenen Verbesserungen in allen Bereichen, sind es die Ergebnisse, mit welchen wir uns anfreunden dürften und weiterhin dürfen. Solche Einrichtungen wie der VMS & Co sind dabei äußerst "hilfreich" um solche Projekte umzusetzen.

  • 10
    10
    CPärchen
    20.07.2020

    Wie immer die Lösung bei so vielen unterschiedlichen Teilnehmern aussehen wird. Ich finde es gut, dass sich Herr Müller darum kümmert.
    Bei der Bußgeldreform gefiel mir seine Rolle überhaupt nicht, aber hier scheint er der Richtige zu sein! Weiter so!

  • 26
    0
    Drehmann
    20.07.2020

    Eine direkte Anbindung über Riesa und Elsterwerda bis Berlin ist wesentlich besser, schneller und sofort möglich! War viele Jahre so!
    http://grahnert.de/fernbahn/datenbank/suche/index.php?fahrplan_jahr=1995&zug_id=19950102278

  • 23
    1
    Klemmi
    20.07.2020

    Und ich dachte schon, dass dieses Thema, coronabedingt, vom Tisch ist. Kurz: Die Chemnitzer dürfen weiter hoffen. Es ist schön , dass weiter verhandelt wird, scheinbar hängt es eh nur an der Finanzierung. Da haben wir den Bund, der u.a. Klimaziele verfolgt, aber die 1994 verabschiedete Bahnreform, weiterhin in dieser Form anwendet und sich aus der Verantwortung des Versorgungsauftrages stiehlt. Dann der Freistaat Sachsen, welcher Regionalisierungsmittel, für die Bestellung von Bahnkilometer im SPNV verteilt und der VMS, der in diesem Fall zu Recht die Hände hebt, da ein Intercity eindeutig ein Gattung des Fernverkehrs ist und nach der o.g. Bahnreform eigenwirtschaftlich betrieben werden soll. Was rauskommen kann: Ein IC parallel zum RE3 und zur RB30, nach meiner Auffassung im Sinne der Region, aber die Geldgeber wird es sauer aufstoßen oder ein IC mit Halt u.a. in Flöha und Tharandt, dass bricht das Tempo herunter oder ein IC der bei paar wenigen Stationen eine Taktlücke hinterlässt. Es bleibt spannend.

  • 25
    3
    DS91
    20.07.2020

    Mogelpackung, Billig Fernverkehr oder eine echte Chance für die Region.

    Ich bin da skeptisch, Herr Müller spricht zwar eine Möglichkeit an, diese hat aber ein großen Haken.

    Zitat:
    "Nach den Worten des Chemnitzer Bundestagsabgeordneten Detlef Müller (SPD) müsste der VMS "einfach über den Tellerrand blicken", die Regionalexpress-Verbindungen ausdünnen und stattdessen von der Deutschen Bahn die Intercity-Züge bestellen."

    Der VMS hatte die Züge selbst gekauft, ein ausdünnen der Verbindung würde einige Züge nutzlos machen, zudem wäre alle zwei Stunden ein Umsteigen nach Zwickau und Hof nötig da der InterCity anders wie der RE nicht bis Hof fahren sollte.

    Sieht so eine Verbesserung aus? Oder ist es eher ein verzweifelter Versuch so günstig wie möglich den Fernverkehr nach Chemnitz zu holen. Ich persönlich bin sehr unsicher und skeptisch. Der IC sollte eher zusätzlich fahren, bedient er doch eine ganz andere Zielgruppe.

    Weiterhin sollte Chemnitz dringend über Elsterwerda an den BER angebunden werden! STÜNDLICH!

    Und da ist noch der Intercity in Gera welcher unkompliziert verlängert werden könnte.