Horrorfilm beginnt im Waldenburger Museum

Die Dreharbeiten für das nächste Werk eines aus Glauchau stammenden Regisseurs haben begonnen. Mehrere Orte der Region werden so zur Filmkulisse.

Waldenburg/Glauchau.

Tabea Georgiamo läuft den schmalen Gang des grusligen Naturalienkabinetts entlang. Sie trägt enge Jeans, eine weiße Bluse und auf der Brust ein großen Kreuz. Der jungen Schauspielerin aus Berlin folgen an der Kamera Costel Argesanu und Tontechniker Georg Ullrich aus Glauchau. Es ist still und alle beobachten die Szenerie, bis Regisseur David Brückner "danke" sagt. Die Szene im Waldenburger Museum wird mehrfach wiederholt, bis alle zufrieden sind. In der nächsten Szene wird die junge Frau von hinten mit den Worten "Kann ich Ihnen helfen?" angesprochen. Sie schreit völlig erschrocken auf.

Der aus Glauchau stammende Filmemacher David Brückner ist für seinen vierten Horrorfilm mit dem Titel "Rapunzels Fluch" in seine Heimat zurückgekehrt. Kürzlich liefen erste Dreharbeiten im Waldenburger Naturalienkabinett. In der Filmgeschichte, über die Brückner noch nicht viel verraten will, befindet sich im Rapunzelschloss ein derartig grusliges Museum. "Freundlicherweise dürfen wir hier im Museum drehen", sagt Brückner. In Waldenburg waren nach nur einem Drehtag alle benötigten Einstellungen im Kasten. Weitere Szenen des Streifens, der nächstes Jahr herauskommen soll, werden im Schloss Glauchau und am Bismarckturm entstehen. Dort wird das große und gruslige Finale des Films gedreht.


Tabea Georgiamo spielt eine der Hauptrollen, ihr Partner im Film ist der Berliner Schaupieler, Synchronsprecher und bekannte Youtuber Davis Schulz. Tonmann Georg Ullrich, der schon beim zweiten Horrorfilm Brückners, "Iron Wolf", dabei war, kommt aus Glauchau und freut sich auf die Zusammenarbeit. "Ich habe gehört, dass David Brückner für sein neues Projekt Leute sucht, da habe ich mich gemeldet", sagt er. Brückner selbst, der elf Drehtage einplant, zeigt sich mit der Arbeit zufrieden. "Bisher hat alles prima geklappt. Die Leute am Set sind noch gut drauf", sagt er. Die ersten Aufnahmen seien gut geworden.


"Das Museum ist schon etwas gruselig"

Davis Schulz ist ein bekannter und

erfolgreicher Youtuber. Er hat aber auch schon in

Filmen mitgespielt. Stefan Stolp hat mit ihm gesprochen.

Freie Presse: Herr Schulz, Sie arbeiten das erste Mal mit David Brückner zusammen. Wie sind Sie auf ihn gekommen?

Davis Schulz: Ich lebe und arbeite in Berlin als Schauspieler und Synchronsprecher und habe einen eigenen Youtube-Kanal. David Brückner und ich haben uns in Berlin bei mehreren Filmpremieren getroffen und kennen gelernt. Er hat mich irgendwann mal gefragt, ob ich bei seinen Filmprojekten mitmachen will. Jetzt habe ich zugesagt.

Warum erst jetzt?

Das Projekt "Rapunzels Fluch" gefällt mir sehr gut. Es geht am Set sehr professionell zu, das habe ich in den ersten Drehstunden gemerkt. Das gefällt mir sehr gut, und ich freue mich auf die Zusammenarbeit.

Wie lange werden Sie bei den Dreharbeiten dabei sein?

Bis Sonntag.

Wie finden Sie die Atmosphäre hier in Waldenburg?

Das Museum ist schon etwas gruslig. Aber es hat was. Als Drehort für spannende Horrorfilme ist es gut geeignet.

Welche Rolle spielen Sie im Film?

Ich verkörpere den Leonard, einen Filmemacher, der anfangs alles recht locker sieht, doch wenn der Horror kommt ...

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