"Ich empfinde die öffentliche Kritik als schädlich"

Erwin Feige, Mitglied des Bürgerbeirats, über die Arbeit des Gremiums und die Reaktionen aus dem Stadtrat

4Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.

  • 2
    5
    HHCL
    19.10.2018

    @cn3boj00: "Die Stadträte brauchen sich nicht echauffieren, er hat keinerlei Einfluss auf Stadtratsentscheidungen."

    Das mag ja sein, dass dieses Gremium keine Entscheidungsbefugnisse hat, nur weiß ich nicht, wozu es eigentlich da ist; und das stört mich. Ist es beratend tätig, ist es eine Art Bürgersprechstunde (dagegen spricht der abgezirkelte Teilnehmerkreis), wird dort irgendetwas erarbeitet, das dann in den Stadtrat wandert, ...? Ich weiß es nicht und soll es wohl auch nicht so bald erfahren. ("Ich muss aber sagen, dass ich durchaus mit mir darüber reden lassen würde, ob der Bürgerbeirat öffentlich oder nichtöffentlich tagen soll. Aber im Moment ist das noch unreif." Das ist aber sehr nett von ihnen, dass sie irgendwann evtl. in Erwägung ziehen, dass das diskutiert wird. Ich komme mir vor, wie 1988.)

    Ich weiß nur, dass ein ehemaliges(?) SED-Mitglied unter diesen 18(?) Leuten ist, der mal Betriebsdirektor war und heute noch so klingt, als wäre er es noch. Aus meiner Sicht kein Vertreter einer offenen, rechtsstaatlichen und freien Gesellschaft, in der ich auch weiterhin gern leben will. Was war eigentlich das Auswahlkriterium für diese Runde? Alles völlig intransparent!

  • 9
    2
    cn3boj00
    19.10.2018

    Ich seh das ganz gelassen. Man kann es dem VEB-Direktor nicht verweigern, mit anderen und der OB zu reden und zu befinden, ob da Presse oder sonstwas dabei sein soll. Kritisch sehe ich aber, dass er meint entscheiden zu müssen mit wem er an einem Tisch sitzt. Als Privatmann kann er das natürlich, aber nicht, wenn das ein "Beirat" sein soll, der Chemnitzer Bürger repräsentiert. Dann sollte die Zusammensetzung repräsentativ sein. Aber dieser "Beirat" hat ja keinerlei Befugnisse ind ist nicht legitimiert irgendwas zu entscheiden oder auf irgendetwas Einfluss zu nehmen. Die Stadträte brauchen sich nicht echauffieren, er hat keinerlei Einfluss auf Stadtratsentscheidungen. Es ist wohl eher ein privates Beratergremium der Frau OB, und die kann selber entscheiden mit wem sie sich umgibt. Letztlich wird man sehen, was die OB daraus macht.
    Also Ball flach halten ist da meine Devise.

  • 5
    10
    ArndtBremen
    19.10.2018

    Ein "Bürgerbeirat"? Eher ein Geheimrat mit der Frau Ludwig als Geheimratsvorsitzende. Was soll den solcher Blödsinn? Auflösen und nochmal neu starten mit einer öffentlichen Ausschreibung.

  • 10
    10
    HHCL
    19.10.2018

    "Und ich muss sagen, so, wie wir da saßen, haben wir uns wohlgefühlt, wir hatten nicht das Bedürfnis, dass da noch jemand mit dabei sitzt."

    "Ich kann die Kritik nicht verstehen, aber es passt in das Negative in der gegenwärtigen Situation. Statt die Sache positiv zu sehen und zu sagen, da passiert etwas Positives, wird die Sache madig gemacht."

    Schön, dass er sich da im erlauchten Kreis wohlgefühlt hat! Dass er jegliche Kritik an der geheimen Tagung als absurd und nur dem Zeitgeist geschuldet ansieht, deutet aus meiner Sicht nicht auf sonderlich viel Reflexionsfähigkeit hin. Die vorgebrachte Kritik an der Geheimniskrämerei wurde sehr wohl begründet. Leider kommen keine Gegenargumente, warum so getagt wurde. Statt dessen wird Weisung erteilt, dass man die Sache positiv zu sehen habe. Tut mir leid, Bürgerforen, die hinter verschlossenen Türen tagen sehe ich kritisch. Mir ist aber klar, dass das der Herr das bei seinem Wertegang nicht versteht. Hier weht ein ganz alter Geist von dem ich mich nicht vertreten fühle. Ich kann nur hoffen, dass dort nicht nur Leute aus der Führungsetage einer vergangenen Zeit sitzen.



Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
Mehr erfahren Sie hier...