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In der Galeria Kaufhof in Chemnitz startet neues italienisches Restaurant-Konzept

„Ferioli Gelato“ wird zuerst in Sachsen an den Start gehen und will dann deutschlandweit wachsen. Neben dem Galeria-Gebäude ist noch ein zweiter Standort in Chemnitz geplant.

Chemnitz.

Olaf Banderob Medeiros ist alles andere als neu im Eis-Geschäft. Der Kieler hat schon mehrere Konzepte entwickelt. Derzeit betreibt er mit seinem Geschäftspartner Farhad Ghanay mehrere Eiscafés in Hannover. Seit 2006 wurden in diesen Betrieben Erfahrungen mit unterschiedlichen Gastronomie-Konzepten gesammelt. In Chemnitz wollen die beiden diese Erfahrungen bündeln und unter dem Namen „Feriolo Gelato“ ein neues Konzept starten, das nach weiteren Filialen in Dresden und Berlin in ganz Deutschland umgesetzt werden soll. „Es wird eine Ganztagesgastronomie werden mit Schwerpunkt um das Eiscafé“, sagt Medeiros. Neben Eis soll es ein Büfett mit Pinsa, Pasta, Bowls und Salaten geben – dazu italienische Kaffeesorten, Kuchen, Smoothies sowie alkoholische Getränke und Softdrinks.

Zwei Standorte in Chemnitz

Dass Chemnitz nun das erste Restaurant der neuen Kette bekommt, ist eher Zufall. Zunächst sollte es in Dresden losgehen. Im dortigen „Kaufpark Nickern“ wurden dem Eis-Investor von der Krieger-Gruppe zusätzlich Flächen im Galeria-Gebäude in Chemnitz angeboten, das der Eigentümer ebenfalls im vergangenen Jahr übernommen hatte. Medeiros ließ sich vor allem wegen der Größe von Chemnitz überzeugen. Das bevorstehende Aus des Galeria-Warenkonzerns habe ihn dann zwar überrascht, aber er glaubt trotzdem weiter an die Innenstadt. Die Kundenströme seien sehr gut, begründet der Kieler Unternehmer.

Eigentlich sollte der Betrieb in Chemnitz im Juni starten, aber aufgrund von Lieferschwierigkeiten für Innenausbau und Küchentechnik wird es nun August – aber immer noch etwas eher als die Filiale im „Kaufpark Nickern“ in Dresden. Damit macht Chemnitz für den Deutschland-Auftakt von „Feriolo Gelato“ trotz des späteren Starts das Rennen.

Hier wird „Feriolo Gelato“ an zwei Standorten öffnen. Einerseits ein großes Restaurant direkt im Galeria-Gebäude am Markt. Die geplante Einrichtung wirkt edel, offenbar soll Wert auf die Aufenthaltsqualität in den Räumen der neuen Restaurant-Kette gelegt werden. Auf den Designstudien dominieren Rot- und Goldtöne. Neben modernen Bartischen mit hohen Stühlen stehen rote Sessel vor Couchtischen. Die Wände zieren Rundbögen, die an die Arkaden italienischer Städte erinnern, und von der Decke hängen Kronleuchter und Pflanzen. „Wir werden auch eine Instagram-Wand haben, vor der die Gäste Selfies machen können“, sagt Medeiros.

Neben der Galeria-Fläche wird „Feriolo Gelato“ eine zweite Filiale an der Zentralhaltestelle eröffnen, direkt neben dem geplanten Polizei-Stützpunkt. „Die ist für Kunden gedacht, die weniger Zeit haben, weil sie beispielsweise nur auf eine Bahn warten.“ In dem ebenfalls mit gemütlichen Sitzmöbeln und Kronleuchtern ausgestatteten Bistro soll es neben Eis und Kaffee zum Mitnehmen auch Crêpes und Waffeln geben.

Betreiber auf Personalsuche

Für die beiden Standorte ist der Investor gerade auf der Suche nach regionalen Lieferanten und künftigen Mitarbeitern – vom Schichtleiter bis zur Küchenhilfe ist alles gefragt. Je nach Arbeitszeit der Beschäftigten könnten bis zu 40 Leute eingestellt werden. Zum Team gehört auch ein Gastroroboter, der für Unterhaltung sorgen soll.

Wegen Verzögerungen auf der Baustelle wird auch die Bäckereifiliale „Emils 1910“ an der anderen Ecke des Galeria-Gebäudes erst Mitte August öffnen, ursprünglich sollte es Pfingsten losgehen. „Die Übergabe der Baufläche hat sich verzögert, wir konnten vorher nicht rein“, begründet Geschäftsführer Thomas Lambrecht. „Jetzt öffnen wir zum Weinfest.“ Ähnlich wie an der Mauersbergerstraße will die dahinterstehende Großbäckerei Union ein Bistro im Vintage-Stil im Galeria-Gebäude öffnen, der Fokus liegt auf dem Frühstücks- und Mittagsgeschäft.

Die Ankündigung der bevorstehenden Schließung des Kaufhauses habe auch ihn überrascht, gibt Lambrecht zu. „Der Leerstand sieht nicht gut aus, gerade in der Kulturhauptstadt.“ Allerdings habe er selbst nicht an einen Rückzug gedacht. „Es gibt ja trotzdem viele Menschen, die in die Innenstadt zum Einkaufen kommen und dort arbeiten.“ (cma)

Weitere aktuelle Informationen über die Chemnitzer Wirtschaft finden Sie unter www.freiepresse.de/wirtschaft-Chemnitz

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