Jahnsdorf vergibt Aufträge für Fabrikumbaupläne

Gemeinde will ehemaligen Betrieb in Wohnhaus verwandeln und damit auf Mangel reagieren

Jahnsdorf.

Die Gemeinde Jahnsdorf vergibt zwei Aufträge an Firmen, die Pläne für den Umbau der Kreißig-Fabrik entwerfen sollen. Nach einem Beschluss der Räte wird ein Unternehmen aus Chemnitz die Objektplanung übernehmen. Eine Ingenieurgesellschaft aus Gotha soll ein Konzept für die technische Ausrüstung entwickeln. Sofern die unterlegenen Bieter keine Einsprüche formulieren, wird Bürgermeister Albrecht Spindler die Aufträge demnächst offiziell erteilen. Die Suche nach passenden Firmen war aufwendig und dauerte mehrere Monate.

Wegen der hohen Planungskosten, mit denen man im März 2019 rechnete (221.000 Euro), mussten die Aufträge europaweit ausgeschrieben werden. Die Organisation des Verfahrens übernahm ein externer Dienstleister. Die Kommunalentwicklung Mitteldeutschland Gesellschaft (KEM) erhielt dafür 26.000 Euro. Die Ausschreibung hatte zwei Phasen. Stufe 1 war ein Teilnehmerwettbewerb, aus dem zwei Interessenten für die Objektplanung und vier Firmen für die technische Ausrüstung hervorgingen. Einige Teilnehmer verzichteten aber darauf, ein Angebot einzureichen, sodass für die Objektplanung ein Bieter und für die technische Ausrüstung drei Bieter übrig blieben. Die Firmen stellten ihre Ideen und Honorarvorstellungen vor. Eine Jury aus Gemeinderäten und Vertretern der Verwaltung bewertete die Angebote. Anfang 2019 hatte Jahnsdorf die Kreißig-Fabrik übernommen. 440.000 Euro wurden dafür gezahlt. Etwa drei Millionen Euro werde der Umbau in eine Wohnanlage kosten. Bislang, fehlten 4-Raum-Wohnungen im Ort, so Spindler. (pc mit joe)


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