Je höher der Ausländeranteil, desto mehr Stimmen für die AfD?

Interview mit Sozialforscher Ulrich Weiser über Auffälligkeiten bei der Kommunalwahl in den einzelnen Stadtteilen

5Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 2
    6
    Interessierte
    26.06.2019

    Das Klaffenbach auch Blau ist , wundert mich ...
    Woher kommt denn der junge Mann von der UNI Chemnitz ?

  • 4
    9
    saxon1965
    25.06.2019

    Vielleicht kumulieren die Wahlergebnisse auch mit dem Altersdurchschnitt der Wähler?
    Auch bei der letzten Europawahl waren bei den Grünen-Wählern meist jüngere Menschen, also solche mit wenig Lebenserfahrung, in der Mehrheit.
    Sorry, aber das ist nun mal meine "Lieblingspartei", noch vor der AfD!

  • 10
    3
    Haecker
    25.06.2019

    Ich wundere mich eigentlich nur, worüber sich Herr Weiser wundert: Dass die Grünen auf dem Kaßberg und die Linke (bzw. PDS) zumeist im Stadtteil Zentrum (wenn auch nicht ganz so herausragend wie die Grünen auf dem Kaßberg) ihre besten Ergebnisse erzielen, ist seit den 1990ern bekannt, nicht nur bei Kommunalwahlen, sondern auch bei Landtags- und Bundestagswahlen: Erhielten die Grünen zur Bundestagswahl 2002 im Wahlkreis 164 (also Chemnitz) 5,1 % der Zweitstimmen, waren es auf dem Kaßberg 8,8 %. Die PDS kam damals im Wahlkreis auf 19,7 %, im Zentrum aber auf 25,2 %. Zur Landtagswahl 2004 kamen die Grünen im Durchschnitt der Stadt auf 5,08 %, auf dem Kaßberg aber auf 10,53 %. Die PDS kam in der Stadt auf 27,73 %, im Zentrum aber auf 35,43 % (allerdings im Stadtteil Morgenleithe auf 35, 7 %). Zur Stadtratswahl 2004 kamen die Grünen im Durchschnitt der Stadt auf 6,09 %, auf dem Kaßberg aber auf 13,27 %. Die PDS kam im Durchschnitt der Stadt auf 26,95 %, im Zentrum aber auf 36,5%. Die Grünen kamen bei Stadtratswahlen auf dem Kaßberg 2009 auf 15,18 % (Durchschnitt Stadt: 7,55 %, 2014 auf 13,65 % (Stadt 7,84%). Die Linke kam bei Stadtratwahlen im Zentrum 2009 auf 30,46 % (Stadt 22,2 %, allerdings Hutholz 31,91 %), 2014 auf 28,14 % (Stadt 23,74 %, in Markersdorf, Yorckgebiet und vor allem Röhrsdorf aber über 30%). Ihre Ergebnisse in Röhrsdorf 2014 und 2019 haben wohl viel mit dem Ortsvorsteher zu tun.
    Kurz und gut: Wissenschaftler muss man nicht sein, langjährige Wahlbeobachtung tut's auch.

  • 15
    6
    ASS
    25.06.2019

    Ein sehr schöner Bericht. Leider kann man mit den Ergebnissen nicht viel anfangen.
    Es wäre besser mal zu Forschen warum die AfD 17,90% der Wähler in Chemnitz auf sich vereinigen konnte. Lag es am schönen Wetter oder hatten die Wähler andere Gründe. Sind die AfD-Wähler alle Rechtspopulisten oder sind sie mit der Politik der herrschenden Klasse, Entschuldigung, der gewählten Volksvertreter unzufrieden?
    Hängt es mit der nicht vorhandenen Flüchtlingspolitik oder doch mit dem aufopferungsvollen Kampf der Regierung gegen Altersarmut zusammen?
    Das wäre doch bestimmt mal eine Studie wert.

  • 19
    6
    Distelblüte
    25.06.2019

    "Auch sind die Wahlergebnisse für rechte Parteien keineswegs dort besonders hoch, wo die meisten Ausländer leben. Im Gegenteil: Im Zentrum, dem Stadtteil mit der höchsten Ausländerquote, schneiden AfD und Pro Chemnitz eher unterdurchschnittlich ab. Ähnliches gilt für die sonstigen Bereiche der Kernstadt."

    Die Überschrift funktioniert als Clickbait recht gut. Um zur Kernaussage des Artikels zu gelangen, sollte man jedoch kein Lesemuffel sein.



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