Jugendnotdienst: Problemkids oft polizeibekannt

Nach Beschwerden von Anwohnern drängt der örtliche Großvermieter auf eine gemeinsame Suche nach einer Lösung. Vor allem für eine Gruppe, die als harter Kern gilt.

Nach der jüngsten Eskalation im Umfeld einer Einrichtung - des Kinder- und Jugendnotdienstes am Rande des Flemminggebietes will der örtliche Großvermieter möglichst rasch alle beteiligten Behörden und Organisationen an einen Tisch bringen. "Wir führen bereits Gespräche, um einen Termin zu vereinbaren", sagt Dennis Keil vom Vorstand der Chemnitzer Siedlungsgemeinschaft (CSg). Auch in der Verwaltung der Genossenschaft häufen sich in jüngster Zeit Beschwerden von Anwohnern, die sich zunehmend Sorgen um ihre Sicherheit im Wohngebiet machen. Vergangene Woche war ein Mann mitten in der Nacht mit einem Beil und einer Eisenstange auf mehrere Kinder und Jugend- liche aus der Einrichtung losgegangen. Zuvor war es zu einer verbalen Auseinandersetzung gekommen - wie so oft in jüngster Zeit.

Denn immer wieder gibt es massiv Ärger mit einigen der minderjährigen Bewohner des Notdienstes. Mehrmals pro Woche wird die Polizei gerufen. Mal von Anwohnern, die über Vandalismus klagen oder sich beschweren, dass junge Leute in der Nacht im Viertel lärmen; mal von Mitarbeitern des Hauses selbst, die die Bewohner als vermisst melden müssen, wenn sie bis Mitternacht nicht in die Einrichtung zurückgekehrt sind. Mittlerweile sollen Hunderte Unterschriften gesammelt worden sein, mit denen eine baldig Lösung gefordert wird. Sie wurden gestern der Arbeiterwohlfahrt, dem Betreiber des Notdienstes, und dem Büro von Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig übergeben.

"Auch für unsere Beamte ist diese Situation durchaus anstrengend", sagt eine Polizeisprecherin. Unter den rund 20 Kindern und Jugendlichen, die in dem Notdienst untergebracht sind, gibt es nach Erkenntnissen der Polizei etwa eine Handvoll, die als harter Kern sowohl den inneren Frieden in der Einrichtung stören als auch auch Straftaten begehen. "Für unsere Jugendsachbearbeiter sind es mitunter schon seit Jahren keine Unbekannten", so die Polizeisprecherin. Das zuständige Revier stehe mit der Leitung der Unterkunft und auch mit den zuständigen Behörden der Stadt in engem Kontakt. "Auch wir wollen, dass sich die Situation für alle Beteiligten verbessert - die Kinder und Jugendlichen, die Betreuer, die Anwohner."

Diese Intention verfolgt auch die Siedlungsgemeinschaft. "Wir müssen prüfen, welche Lösungsmöglichkeiten es gibt", so Vorstand Keil. Die Arbeiterwohlfahrt kündigte an, dass künftig Mitarbeiter eines Sicherheitsunternehmens an der Einrichtung präsent sein werden.

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
8Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.

  • 4
    3
    Blackadder
    03.11.2016

    @Voigtsberger: Ich frage mich, warum überhaupt noch jemand mit Ihnen diskutiert, Sie ignorieren alle Fakten und Belege, die man Ihnen vor die Nase hält. Nein, hier geht es NICHT um Asylbewerber - es geht um deutsche Jugendliche, oder können die nach Ihrer Vorstellung grundsätzlich keine Probleme machen, weil sie eben deutsch sind?

  • 3
    5
    aussaugerges
    03.11.2016

    Diese Probleme sind ja nur in den Mietwohnlagen,also nicht in den Villenvirtteln,und besseren Wohnlagen der Gutmenschen und Beamten.

  • 5
    5
    voigtsberger
    02.11.2016

    Ach noch eins, ob minderjährige allein reisende Jugendliche Asylbewerber oder junge Migranten, meist der Zweiten und Dritten Generation ist für mich das gleiche, da einige Ethnien auch in unserer Gesellschaft, sich nach Generationen, nicht zu unseren Werten und Normen bekennen und dies ist nicht nur meiner Erfahrung, sondern vieler im Arbeitsleben stehender Bürger und dies sogar im Westen unseres Landes.

  • 4
    5
    voigtsberger
    02.11.2016

    SimplrMan: Nicht so simple Halbwahrheiten loslassen, einfach mal dahin gehen, "wo die Luft brennt" und die Probleme die Realität bestimmen! Da gibt es in Chemnitz noch genügend Ecken, um sich der Wahrheit zu stellen. Nur Mut @SimpleMan und nicht so mädchenhaft!

  • 4
    5
    SimpleMan
    02.11.2016

    @voigtsberger "Einfach mal die anderen Berichte in der FP über diese Unterkunft und den Problemen im Umfeld lesen ..." Habe ich gemacht. Sie auch? Und wieder nicht's über Migranten. Hier der Link.
    http://www.freiepresse.de/LOKALES/CHEMNITZ/Nachbarn-in-Angst-vor-Problem-Jugendlichen-artikel9668398.php

    "...oder selbst einmal vor Ort vorstellig werden..." Ich bin Chemnitzer und kenne mich sehr wohl in meiner Stadt aus, Herr Voigtsberger.

  • 2
    4
    voigtsberger
    02.11.2016

    SimpleMan: Einfach mal die anderen Berichte in der FP über diese Unterkunft und den Problemen im Umfeld lesen oder selbst einmal vor Ort vorstellig werden, aber auch mit den Anwohnern reden, denn da erfahren sie alles über das Klientel, deren Herkunft und deren Verhalten gegenüber den Anwohnern!

  • 7
    5
    SimpleMan
    02.11.2016

    @voigtsberger Auf welchen Artikel bezieht sich Ihr Kommentar? In diesem Artikel ist nicht von Asylbewerbern die Rede. Oder haben Sie auf jedes Problem nur eine Antwort?

  • 6
    6
    voigtsberger
    02.11.2016

    Wer von den Verantwortlichen glaubt da noch, das sich mit gute Worte etwas ändert und die Jugendlichen davon beeindrucken lassen, da diese aus einen Kulturkreis kommen. Wo Erziehung auf anderen Grundlagen geschieht, die bei und der Vergangenheit angehören oder glaubt irgend einer der so genanten Humanisten, dass da ein Einsehen von den Problemfällen jemals zu erwarten ist. Da helfen nur geschlossene Unterkünfte und der konsequente Versuch die unerziehbaren zu Verwandten in andere Länder abzuschieben oder gleich mal zu den Gutmenschen und Befürwortern diese Einwanderung in deren häusliche Obhut gegeben, so lernt man aus eigener Erfahrung, vor was die Kritiker immer gewarnt haben. Auch minderjährige Asylbewerber sollten ihr Bleiberecht verlieren, wenn sich herausstellt, das unsere Werte und Normen nicht akzeptiert werden und da auch abzuschieben ist. Weil eingeflogen sind diese Problemfälle ja bestimmt nicht in unser Land, also gilt immer noch der Schengen- Vertrag!



Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
Mehr erfahren Sie hier...