Kantorin schwärmt für Gospel

Eine Kirchenmusikerin hat in Zschopau ihre Arbeit aufgenommen. Neben der Chorarbeit hat sie auch Pläne für ein Blasinstrument.

Zschopau.

Langsam schließen sich die Lücken. Die St.-Martins-Gemeinde in Zschopau ist zwar immer noch auf der Suche nach einem Pfarrer, für die Kirchenmusik gibt es jetzt aber eine Verantwortliche. Am Sonntag wurde Carola Kowal als neue Kantorin in ihr Amt eingeführt. Wie die Zschopauerin sagt, freue sie sich sehr auf die neue Aufgabe.

Ihr Berufsleben hatte sie 1994 in der Kirchgemeinde Cranzahl begonnen, nach der Kinderpause folgte die Stelle in Oberwiesenthal, später erweitert um die Gemeinde Bärenstein. Dienstbeginn in Zschopau war offiziell am 1. März. Neben der Sankt-Martins-Gemeinde ist Carola Kowal auch für Dittersdorf zuständig. Sie wolle die Gemeinden vor allem über die Menschen kennenlernen, sagt sie.

Mit Freude habe sie erfahren, dass es in Zschopau einen lebendigen Flötenkreis gibt, denn wenn sie neben ihrer Arbeit, neben ihrer Familie, Pferd und Hund noch etwas liebt, dann ist es die Blockflöte. Für sie steht diese zu sehr in der Ecke eines "Nur-für-Kinder"-Instruments.

Mit der Blockflöte hat sie schon in etlichen sächsischen Kirchen und in Baden-Württemberg Konzerte gegeben, erklärt die Kirchenmusikerin. Es sei aus ihrer Sicht ein Jammer, dass ein tolles Instrument wie die Blockflöte so wenig Beachtung erfahre. Carola Kowal wird die Leitung des Zschopauer Gospelchors von Jonathan Leistner übernehmen, auch der Kirchenchor bekommt mit ihr eine Chefin. Sie hat zwei erwachsene Söhne, eine Tochter, die derzeit ihre Ausbildung absolviert, ein Pferd in Wiesa und einen großen Hund. "Und ganz viel Lust auf Kirchenmusik, denn diese ist ein Baustein der Verkündigung und des Lob Gottes", sagt Carola Kowal und fügt hinzu, dass sie nicht alles allein machen könne oder wolle. "Wenn etwas gut funktioniert, muss es ja nicht geändert werden", sagt die 46-jährige Kirchenmusikerin. Ihr Anliegen ist, die Zusammenarbeit zwischen den Schwestergemeinden voranzubringen - Zukunft in Kirche werde nur im Miteinander gelingen.

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