Katarina Witt: Eine Gewinnerin - schon immer

Die zweifache Olympiasiegerin ist eine selbstbewusste Frau, die weiß, was sie will, schon immer. Aber in dem Film "Katarina Witt - Weltstar aus der DDR" präsentiert sie sich auch als jemand, der angesichts der eigenen Vergangenheit nachdenkliche Töne anschlagen kann.

Mit wenigen Klicks weiterlesen

Premium


  • 1 Monat kostenlos
  • Testmonat endet automatisch
  • E-Paper schon am Vorabend
  • Unbegrenzt Artikel lesen
    (inkl. FP+)

Sie sind bereits registriert? 

1111 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 2
    2
    Malleo
    19.09.2020

    klapa
    Er macht, wie Kleber, hoffentlich noch paar Jahre weiter.
    Dann schreiben wir ein Buch!

  • 5
    1
    OlafF
    19.09.2020

    Das Bild einer Sportlerin, welche durch ihre TOP-Leistungen die Leistungsfähigkeit einer beispiellosen Sportförderung offeriert. Aber auch ein Beispiel wie man durch Angepasstheit und Staatsnähe eine Symbiose von Partei und Staat nutzen kann, um in jedem System voranzukommen. Leider oder Gott sei Dank. Das musste jeder für sich selbst entscheiden. Nicht alle Trainingskameradinnen hatte Funktionäre als Eltern oder keine Westverwandtschaft als günstige Voraussetzung für Wettbewerbe im NSW. Aber das kann man niemanden vorwerfen, deshalb schaue ich mir den Film gern gemeinsam mit meiner Frau an.

  • 6
    4
    Malleo
    19.09.2020

    Klali
    Hübsch!
    Sie haben bei der Aufzählung den Kampf gegen die IM Tätigkeit vergessen.
    Weit über 300.000 der 17 Mio. haben ihn leider verloren.
    Sie bekommen beim LO sicher ein Bienchen oder hat er gar selbst geschrieben?

  • 2
    7
    klali
    19.09.2020

    Den Kommentatoren geht es augenscheinlich nicht um sachliche Auseinandersetzung mit dem Inhalt des Artikels, als viel mehr um die persönliche Abrechnung mit dem Autoren. Natürlich geht es nicht, dass ein Mensch westlich des
    sozialistischen Schutzwalls geboren, seiner Bewunderung für Kati Witt Ausdruck verleiht. Da wittert die misstrauische "ostdeutsche Identität" sofort den Verrat.
    Eine belehrende Kolumne über Gurken im Kühlschrank oder über Menschen, die ihre Anliegen bei Ämtern nicht selbst hervorbringen, dass ist nach all den Jahren der Unterdrückung und Demütigung nicht hinnehmbar. Was weiß der Westdeutsche schon von unserem Leiden, wenn wir beim Kampf ums "Kollektiv der sozialistischen Arbeit" erst im Theater einen über Gleichheit von Mensch und Religion schwadronierenden Nathan erdulden mussten, ehe wir an den Tresen kamen. Was weiß er schon, wie entschlossen wir uns gegen die Mitgliedschaft in der Deutsch-Sowjetischen Freundschaft, der GST gewährt haben oder wie mutig wir dem Unrecht politischer Inhaftierung entgegentreten wollten. Was weiß der Wessi über unsere sozialistische Produktion? Es ist nämlich furchtbar anstrengend ein Arbeiten vorzutäuschen, wenn es an Arbeitsmaterial mangelte. Dann kam die Wendezeit und wir wurden gegen unseren Willen vom Westen vereinnahmt. Nie gab es Sprechchöre "Wir sind ein Volk!". Die D-Mark, das West-Auto, den Urlaub in Spanien - ja, es könnte sein, dass wir uns zu wenig gewehrt haben - noch lange kein Grund für die mangelnde Bereitschaft einen tiefen Blick in unsere geschundene, empfindsame, unterdrückte, (selbst)gerechte und (besser)wissende Seele werfen zu wollen, es sei denn, dass man sich von paranoider Übellaunigkeit nicht den Tag verderben lassen möchte.

  • 9
    2
    klapa
    19.09.2020

    Malleo, ich denke, wir könnten aus langjähriger persönlicher Erfahrung, die sowohl mündlichen als auch schriftlichen Gedankenaustausch mit dem LO beinhaltete, wenn man das so nennen darf, recht interessante Details hinzufügen.

    Quintessenz - er hat kein Gespür für die Identität des Ostens entwickelt, wenn er sich denn jemals darum bemüht hat.

  • 11
    3
    Malleo
    19.09.2020

    cn3
    Beim LO ist Hopfen und Malz verloren.
    Sein Kolumnen sind jeden Mittwoch der Beweis dafür.
    Belehrung der Ostdeutschen, keine Gurke in den Kühlschrank oder die Selbstüberhöhung: Leser rufen ihn an, wenn es etwas zu klären gibt.
    Mit anderen Worten, nach 30 Jahren sind die Menschen noch nicht in der Lage,sich gegenüber Behörden selbst zu artikulieren.
    Arroganz, die Umschreibung von Dummheit?

  • 7
    2
    Freigeist14
    19.09.2020

    Ein Sturm der Entrüstung in der Redaktionssitzung ? Seltsam . Und das nur wenige Monate nach dem Ende als Parteizeitung der Bezirksleitung Karl-Marx-Stadt .

  • 3
    3
    Malleo
    19.09.2020

    War Krabbe die Grace Kelly der Tartanbahn, war sie die der Eisfläche!

  • 39
    4
    cn3boj00
    18.09.2020

    Ich glaube, Herr Oldeweme muss auch nach 30 Jahren noch viel über die Menschen aus der DDR lernen. Auch darüber, dass gerade die Generation, welche zur Wende noch jugendlich war, sich nochmal von jenen unterscheidet, welche die Hälfte ihres Lebens in der DDR zugebracht haben. Denn letztere haben es nicht verlernt, auch noch auf manche Dinge stolz sein zu können, ohne sich diese Zeit zurück zu wünschen.

  • 31
    10
    klapa
    18.09.2020

    '....konnte man als neuer Kollege (aus dem Westen) so manchen Fehler machen'...

    Richtig, und diese Fehler können sich auch heute noch von Zeit zu Zeit wiederholen, besonders, wenn man glaubt, bereits genug über die Hierlebenden gelernt zu haben und ihnen gute Ratschläge geben zu müssen.

    Ein Hinweis - hiesige Bürger und Angehörige der Altersgruppe des Autor denken auf Grund ihrer Erfahrungen und teilweise gebrochenen Biografien grundsätzlich anders.

    Und eine Haupterfahrung besteht darin, dass wir den Kapitalismus im Schnellkursus lernen und zusehen mussten, wie wir enteignet wurden.

    Was bleibt, ist der unvergleichliche Vorzug, zwei sehr unterschiedliche Gesellschaftssystem aufgrund eigenen Erlebens miteinander vergleichen zu können.

    Das prägt unsere Denkweise und unser Misstrauen gegenüber Versprechungen.

    Und daran werden auch die Feierlichkeiten zur dreißigsten Wiederkehr des Beitritts nichts ändern.

  • 55
    10
    Deluxe
    18.09.2020

    Schade, daß es dem Autor augenscheinlich besonders darum geht, Frau Witt möge doch endlich die "richtige" Sicht auf ihre Vergangenheit haben. Wer nicht kritisch genug auf seine Jahre in der DDR schaut, ist schon suspekt. Und mögen es noch so gute Jahre gewesen sein.

    Übrigens wurde sie beim Konzert des Bryan Adams nicht ausgepfiffen, weil sie Kati Witt war oder beim Eiskunstlauf gewann oder schon mit um die 20 einen Lada fuhr. Sondern weil sie dort sehr ungeschickt moderierte und grenzenlos naiv darüber plauderte, gerade erst in Kanada gewesen zu sein, was den jungen Menschen im Publikum gar nicht schmeckte, da sie bekanntlich nicht dorthin reisen konnten. Das war ein persönlicher Fehler. Und? Persönliche Erfolge waren wohl auch genug vorhanden.

    Katarina Witt war in der Bevölkerung alles andere als verhaßt. Die meisten freuten sich über ihre Erfolge. Genauso wie über die Erfolge anderer Sportler für die DDR. Das muß man nicht 30 Jahre später umdeuten und so tun, als sei sie abgelehnt worden.