Kaugummidieb entpuppt sich als mutmaßlicher Serieneinbrecher

Ein Zeuge konnte zwei Männer beim Diebstahl von Kaugummis beobachten. Einem davon könnten laut Polizei noch weitere Taten zuzurechnen sein.

Es ist ein eigenwilliger Ermittlungserfolg für die Polizei in Chemnitz. Am Dienstagmorgen konnte ein Zeuge zwei Personen beobachten, die sich an der Würzburger Straße an einem Kaugummiautomaten zu schaffen machten. Die beiden konnten den Automaten aufbrechen. Als sich der Zeuge bemerkbar machte, flohen die beiden Kaugummidiebe - mit gerade einmal drei "Behältnissen" aus dem Automaten, so die Polizei. Der Zeuge ließ es darauf aber nicht beruhen und nahm die Verfolgung der beiden Täter auf.

Nach nur einigen wenigen Metern konnte der 48-Jährige die beiden stellen und informierte die Polizei. Bei einem Handgemenge mit dem Zeugen konnte einer der beiden Täter fliehen. Den verbliebenen Täter - ein 22-jähriger Deutscher - kontrollierte die Polizei. Dabei stießen die Beamten nicht nur auf das Diebesgut aus dem Kaugummiautomaten, sondern auch diverse Schlüsselbunde und eine teure Spiegelreflexkamera. Der 22-Jährige konnte zu diesen Gegenständen keine schlüssige Erklärung abgeben, weshalb die Polizei weiter ermittelte. Ein Ergebnis gab es schnell. Die Kamera wurde in der Nacht zu Dienstag aus einem Gebäude an der Oberfrohnaer Straße gestohlen und auch die Schlüsselbunde konnten einem Diebstahl aus einem Büro zugewiesen werden. Bei den Einbrüchen wurde auch Bargeld gestohlen.

Die Polizei geht deshalb davon aus, dass der 22-Jährige mit diesen Taten in Zusammenhang steht. Trotz der Ermittlungsergebnisse wurde der Verdächtige von der Staatsanwaltschaft zunächst wieder laufen gelassen. Die Beamten wollen dennoch weiter ermitteln und schließen nicht aus, dass der junge Mann für zahlreiche weitere Einbrüche in Chemnitz verantwortlich ist. Diebeswerkzeug, das am Dienstagmorgen bei ihm gefunden wurde, soll daraufhin jetzt untersucht werden. (luka)

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