Kein Ausweg aus dem Baustellen-Chaos in Chemnitz

Dutzende Straßensperrungen gleichzeitig bringen Autofahrer an den Rand der Verzweiflung. Stadträte sprechen von unzumutbaren Einschränkungen und fordern eine bessere Koordination der Maßnahmen. Die Rathaus-Verantwortlichen wiegeln ab.

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15Kommentare
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  • 0
    1
    Schwimmerin
    23.07.2020

    Diese Baustellen dauern regelmäßig viel zu lange. In 2 ordentlichen Tagesschichten im Sommer wäre viel möglich ...
    Aber was ist die Realität:
    An den meisten dieser Baustellen erschreckt der vorsichtige Verkehrsteilnehmer wenn sich plötzlich und unverhofft eine orange Weste bewegt ... Ausnshmen sind selten.

  • 5
    2
    vonVorn
    17.07.2020

    Es gibt einen Ausweg aus dem Baustellenchaos, man setzt endlich die Scheuklappen ab und guckt mal weiter als bis zum Tellerrand! Wenn etwas schlecht und besch... läuft kann man es doch besser machen! Sorry, aber diese ewigen Entschuldigungen für diese Schikane nerven wirklich!

  • 6
    1
    Steuerzahler
    16.07.2020

    @d0m1...: „Zumal die meisten Haltestellen auf der Wolgo eine Bus-Einkerbung haben, so dass die Autos problemos an den Bussen vorbeikommen.„
    Falls Sie wirklich an der Wolgograder wohnen müssten Sie bemerkt haben, dass mit den Fahrspuren auch die Busbuchten wegrationalisiert wurden! Mit viel guten Willen kommt man jetzt am haltenden Bus noch vorbei, aber ganz StVO-konform ist das dann schon nicht mehr.

  • 5
    2
    d0m1ng024
    16.07.2020

    @Deluxe
    ... Oder die Wolgograder Allee: Früher (und noch bis vor kurzem) vierspurig und durchlassfähig, heute ständiger Rückstau hinter haltenden Bussen. Ebenfalls dort: Ein viel zu kleiner Kreisverkehr, an dem LKW regelmäßig scheitern....


    Das stimmt so nicht... Ich wohne in der Nähe der Wolgo und fahre somit fast jeden Tag mehrmals auf dieser Straße. Für die jeweiligen Richtungen fährt aller 20-30 Minuten ein Bus. Ich habe auch noch nie , auch nicht in Stoßzeiten, hinter einem Bus Rückstau erlebt. Zumal die meisten Haltestellen auf der Wolgo eine Bus-Einkerbung haben, so dass die Autos problemos an den Bussen vorbeikommen.

    Seit den beiden Kreisverkehren ist der Verkehr viel flüssiger und es kommt zu fast keinen Staus mehr, weil es so gut wie keine Ampeln mehr gibt. Die einzige Engstelle, wo der Verkehr in der Hauptzeit etwas stockt ist an der Endstelle in Hutholz. Aber das liegt daran, weil die Bahn immer Vorfahrt hat und somit die Grünphase sehr kurz ist.

  • 15
    2
    Chemnitzfan
    15.07.2020

    Ich kann die Forderung der Linken nur unterstützen. Als Bewohner von Bernsdorf lebe ich seit Jahren nur noch mit Baustellen. Erst war es das Chemnitzer Modell, dann wurden Baumaßnahmen auf der Bernsdorfer Straße durchgeführt, dann war die Augsburger Straße dran, als man fertig war erfolgte der Anschluss eines Einfamilienhauses und jetzt sind wir von Baustellen umzingelt. (Bernsdorfer Straße, Zschopauer Str., Reichenhainer Str., Werner-Seelenbinder Str., Bernsdorfer/Rosa-Luxemburg-Str., Olbernhauer Str., Augsburger Str.). Was mich noch mehr stört, ist die ständige Überziehung der Bauzeiten. Kaum eine Baumaßnahme wird pünktlich zum Abschluss gebracht. Wenn ich dann lese, das der Bürgermeister Michael Stötzer das Baustellenmanagement für ausreichend hält, frage ich mich ob das der richtige Mann für das Bauamt ist

  • 5
    2
    KatharinaWeyandt
    15.07.2020

    Ich stimme KMS1983 zu. Klar hätte z. B. rund um den Lessingplatz schon viel früher saniert werden sollen, aber erst in diesen Jahren wurde das Geld dafür locker gemacht. Gleichzeitig sind Röhren marode und Kabel werden verlegt. Das wird, so weit es geht, koordiniert. Dann werden rings herumgerade jetzt noch Häuser saniert, was zu Fahrbahnsperrungen führt. Sollte das Baudezernat das ablehnen? "Warten Sie ein Jahr, sonst sind zu viele Baustellen zur gleichen Zeit?"
    Deshalb nervt mich diese Forderung. Wie schlimm es überhaupt ist, wie viel Zeit durch Baustellen verloren wird, frage ich mich. Mal ist Stau zu Hauptverkehrszeiten, aber die meiste Zeit doch nicht.

  • 4
    12
    MuellerF
    15.07.2020

    "Strassenbahnen, Busse und Fussgänger haben die Chance im Bedarfsfall für sich auf Grün zu stellen"

    Soso-wo gibt's denn diese Fernbedienung für Ampeln?

  • 3
    10
    Interessierte
    15.07.2020

    Mich hatten schon die Baumfällungen an den Rande der Verzweiflung gebracht , und dann diese Stadt voller Haus-Baustellen - und dazu eben noch ´diese` Baustellen ...
    Wie lange dauert denn das Ganze ???

  • 15
    4
    acals
    15.07.2020

    Mittlerweile wird sogar schon gewettet.: "Wetten, dass in C bei Sperrung einer Strasse die Ausfallstrasse kurz danach ebenfalls -bebaut- wird?"

    Will man zum Sportplatz Vfl Chemnitz konnte man bislang am Silbersaal in die Bernsdorfer abbiegen. Die Einfahrt ist jetzt zu (wie lange eigentlich noch). Man kann ja vorher in Augsburger einbiegen, um "rückwärts" in die Eislebener auf dem Trampelpfade einzufahren - nur ist jetzt auch in der Augsburger eine halbseitige Baustelle. Besonderer Clou - die Ampel dort (die Baustelle ist > 100 m lang) blinkt auch des Öfteren mal gelb. ...

    Nächste Wette: "Wetten das < 2Jahre nach Neuteerung einer Strasse in C diese wieder aufgerissen wird?" Das wäre dann auch irgendwo noch vertretbar - wenn halt das Geflicke nicht ein solches wäre, und die Schlaglöcher bzw. Fahrbahndellen ein paradiesisches Dasein hätten. Mein Liebling: Die Strassestrecke (Bodenwellen) vor dem Busbahnhof. Und dort gab es auch schon Verkehrstote ...

    Nächste Wette: "Wetten das in C nach Strassenneubau die Kanaldeckel in die Fahrspuren mit -5cm eingelassen werden.?" Das man technisch Kanaldeckel in die Seite baut - das hat sich auch bis C rumgesprochen? Dieser Art Slalom der dann gefahren werden muss sollte olympisch werden - also da hätte die Sportstadt C bestimmt mitzureden.

    Preisfrage: Wie lang ist innerhalb beidseitiger Bebauung in C das längste Stück "unzerstörter" Strasse?

    Neben der von zB auch von @deluxe hervorragenden Bestandsaufnahme gibt es einen weiteren Punkt: Strassenbahnen, Busse und Fussgänger haben die Chance im Bedarfsfall für sich auf Grün zu stellen - nicht aber die Autos. Mal unabhängig vom individuellen stop-and-go (sprich spritverschleudern) macht das auch jede im Ansatz existierende grüne Welle kaputt.

  • 22
    9
    Steuerzahler
    15.07.2020

    Wie kann man denn auch erwarten, dass ein grüner Bürgermeister, unter dessen Regie in der Stadt das Ansinnen darin besteht, den Fahrzeugverkehr zu behindern und einzuschränken, auf die Forderung von Stadträten eingeht. In dieser Hinsicht ist es in Chemnitz wie immer: es herrscht das Primat der Verwaltung - sie macht was sie will. Der Beispiele dafür und auf eine fehlende Führung gibt es genug.
    Im Übrigen kann man nur auf den Kommentar von ‚Deluxe‘ verweisen.
    Ergänzend muss aber auch gesagt werden, dass dort, wo Sperrungen und Umleitungen genehmigt werden, offensichtlich kein Mensch kontrolliert, wie die Ausschilderungen dort nach z. B. einem Vierteljahr aussehen. Die Verkehrszeichen stehen wie auf dem Abstellplatz sinnlos durcheinander und niemand interessiert es.

  • 29
    4
    Deluxe
    15.07.2020

    Mein Lieblingsbeispiel:

    Die Kreuzung Otto-Grotewohl-Straße/Ernst-Thälmann-Straße im Bereich des Centrum-Warenhauses und der Zentralhaltestelle am Robotron-Haus.

    Da gab es früher einen Fußgängertunnel und relativ sicheren Straßenverkehr auf 6-8 Spuren aus Kraftfahrzeugen, Omnibussen, dazu Regelspurstraßenbahn und Schmalspurstraßenbahn. Heute, bei der vielfachen Anzahl von Privat-PKW gibt es dort niveaugleichen Verkehr sämtlicher Verkehrsmittel und Fußgänger mit Ampeln und deshalb auch regelmäßig Unfälle. Ein katastrophaler Rückschritt, den wir der Innenstadtbebauungspolitik der 90er Jahre verdanken.

    Oder die Wolgograder Allee: Früher (und noch bis vor kurzem) vierspurig und durchlassfähig, heute ständiger Rückstau hinter haltenden Bussen. Ebenfalls dort: Ein viel zu kleiner Kreisverkehr, an dem LKW regelmäßig scheitern.

    Die Stollberger Straße ist nur noch ein Torso, die früher durchlassfähige Reichenhainer Straße ist nicht mehr durchgängig.

    Sämtliche Ampeln auf den Ausfallstraßen und auf dem Südring sind in roter Welle geschaltet. Der Überflieger ist trotz zweispurigen Brückenbauwerks nur einspurig befahrbar, weil die Anbindung an die Neefestraße es nicht hergibt. Eine gute Idee, die für weniger Stau sorgen sollte, produziert seit Jahren Stau auf dem Südring hoch bis zur Stollberger Straße. Es gibt keinen umweltfreundlichen Verkehrsfluss, sondern nur stockende, zähflüssige Kolonnen mit viel sinnlos verbranntem Kraftstoff.

    Das ist Chemnitz...im 21. Jahrhundert.

  • 22
    4
    KMS1983
    15.07.2020

    Wer hat denn mit deinen finanziellen Entscheidungen die Verwaltung in die Situation gebracht plötzlich alles auf einmal und viel zu teuer machen zu müssen?! Es war die Politik, die mit ihren ständigen Kürzungsprogrammen dafür gesorgt hat, dass der Instandhaltungsrückstau so groß ist, dass es irgendwann nicht mehr anders geht als schnell zu sanieren. Würde man nicht immer nur kurzfristig denken und sparen sparen sparen, sondern dann Geld ausgeben, wenn es die private Wirtschaft braucht, nämlich in schlechten Zeiten, hätten wir heute keine so große Not und würden Neubauvorhaben zeitgleich mit Sanierungen oder Erneuerungen angehen müssen.

  • 28
    11
    Deluxe
    15.07.2020

    "Weil das Chemnitzer Straßennetz kaum noch Reserven aufweise..."

    Ah ja.
    Und wieviele Straßen, die früher viel mehr Durchlass-Kapazität hatten, wurden in den letzten Jahren verstümmelt, Fahrspuren ersatzlos entfernt und anderes mehr?

    Erst macht man aus vierspurigen, durchlassfähigen Hauptverkehrsadern zweispurige Nebenstraßen, schaltet Ampeln grundsätzlich in der roten statt in der grünen Welle und hinterher jammert man über fehlende Reserven.

  • 15
    11
    Schwimmerin
    15.07.2020

    Da sind in Chemnitz nur noch ... am Werk. Die Fachleute sind weg. Und Firmen wie Klimek/Rudolf lachen sich kaputt.

  • 20
    1
    fnor
    15.07.2020

    Die Stadt Chemnitz braucht keine eigene Baustellenkarte im Internet. Sie nutzt bereits jetzt die des Landes Sachsen. Es müssen wirklich alle Baustellen dort zu finden sein, da kann man sicher noch nachbessern. Ebenso müsste die bestehende Karte besser bekannt gemacht werden.