Kein Geld für neues Wandbild am Hauptbahnhof

"Tor zum Erzgebirge" - so sollte Chemnitz nach Ansicht vieler wieder für sich werben. Schon seit 2015 gibt es dazu einen Stadtratsbeschluss.

Die Aufnahme des Erzgebirges als Montanregion in die Welterbeliste der Unesco hat manchen Chemnitzer daran erinnert, dass sich die Stadt lange als "Tor zum silbernen Erzgebirge" bezeichnet hat. An der Stirnseite der auch Lichthalle genannten Bahnsteighalle des Hauptbahnhofes hat es jahrelang ein Wandbild gegeben, das Reisende mit diesem Slogan begrüßte. Wäre jetzt nicht der richtige Zeitpunkt, um wieder so ein Begrüßungsbild anzubringen?, haben "Freie Presse"-Leser deshalb gefragt.

Von der Deutschen Bahn, der das Bahnhofsgebäude gehört, sei dieses Vorhaben bereits geprüft und der Stadt eine Fläche für das Wandbild angeboten worden, ist dazu auf Anfrage von dem Verkehrsunternehmen zu erfahren. Seit 2015, als der Stadtrat einen entsprechenden Beschluss gefasst habe, stehe die Bahn deswegen in Kontakt mit dem Rathaus.


Tatsächlich hatte der Stadtrat im Oktober 2015 mit sehr großer Mehrheit einem gemeinsamen Antrag von SPD, Linken, Grünen, CDU und FDP zugestimmt, die Stadtverwaltung zu beauftragen, mit der Bahn über ein neues Begrüßungsbild zu verhandeln und einen Wettbewerb für ein solches Wandgemälde zu organisieren. Spätestens im Juni 2016 sollte der Kulturausschuss des Stadtrates über die Ergebnisse der Verhandlungen informiert werden, hieß es in dem Beschluss.

Doch irgendwann ist das Vorhaben offenbar auch bei den Stadträten in Vergessenheit geraten. Denn die Stadtverwaltung teilt jetzt auf Anfrage mit, bis heute sei weder Geld für den Wettbewerb zur Gestaltung des neuen Begrüßungsbildes noch für die Umsetzung des Siegerentwurfs im Haushalt eingeplant worden.

Bewertung des Artikels: Ø 4.6 Sterne bei 5 Bewertungen
6Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 1
    2
    Interessierte
    22.08.2019

    Chemnitz hat kein Geld ...
    Das ist nichts Neues , war doch für so vieles Anderes schon immer kein Geld da ...
    Ich höre immer nur aus anderen Städten , dass die dieses und jenes ´schon` gemacht haben oder gerade machen und die haben somit Geld ...
    Woran liegt denn das , dass Chemnitz immer kein Geld hat ?

    Und wenn nun derjenige , der das Bild vernichtet hat , dafür aufkommt ?
    Wenn ich oder mein Kind einen Schaden verursacht , muß ich auch dafür aufkommen .
    Aber die Politiker können machen , was sie wollen , die werden nicht bestraft und auch nicht abgesetzt , wie kürzlich wieder bei der ´versuchten´ Maut , wofür der Steuerzahler nun aufkommen muß ...

  • 5
    8
    Pixelghost
    17.08.2019

    @Tokeah, das Wandbild soll nichts mit der Wahl zu tu haben?

    In dieser Gegend hat alles was mit Politik zu tun:

    Abgefahrene Sommerreifen, verdorbene Milch, ein Fussball mit zu wenig Luftdruck - einfach alles.

    Is hier so.

  • 10
    5
    MuellerF
    17.08.2019

    Solange am Busbahnhof mehr Verbindungen ins Erzgebirge angeboten werden als am Hbf, ist das Gemälde doch nur blanker Hohn!

  • 17
    3
    701726
    17.08.2019

    Wir brauchen keinen Wettbewerb , das alte Bild war doch schön und wir haben tolle Maler in unserer Heimat die das alte Bild wieder auferstehen lassen können.

  • 14
    2
    Tokeah
    17.08.2019

    @Urlaub2020: dafür ist es jetzt eh zu spät. Die Chemnitzer hatten im Mai schon gewählt. Ich wüsste jetzt nicht, was die Landtagswahl mit dem Bild und dem Bahnhof zu tun hätte.

  • 11
    14
    Urlaub2020
    17.08.2019

    Traurig das die Stadt für soviel Sinnloses Geld Ausgibt aber für Objekte das die Bevölkerung insgesamt angeht und gut findet wieder mal nicht geht .Es ist ja bald Wahl.



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