Kein Nachfolger: Hausarztpraxis schließt

Fast 20 zusätzliche Niederlassungen sollte es im Landkreis Zwickau geben. Doch kein Arzt interessiert sich dafür. In Limbach-Oberfrohna spitzt sich die Situation jetzt noch weiter zu.

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11 Kommentare
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  • 12
    9
    TWe
    28.10.2020

    Das Bild des Hausarztes, der in der eigenen Praxis mit der notwendigen Zahl an Angestellten arbeitet, ist m. E. ein Relikt aus der Vergangenheit. Früher war dies für einen niedergelassenen Mediziner nahezu die einzige Möglichkeit zu praktizieren. Die Arbeit als angestellter Arzt in der Praxis eines Berufskollegen war unzulässig. Der Arzt war damit zwangsläufig Unternehmer.

    Ich kann gut nachvollziehen, dass nicht jeder Allgemeinmediziner automatisch auch Unternehmer werden will. Denn darin stecken auch für einen Mediziner wirtschaftliche Risiken.

    Im Jahr 2003 (?) wurde es vom Gesetzgeber ermöglicht, dass niedergelassene Ärzte auch im angestellten Arbeitsverhältnis tätig sein dürfen. Der Rahmen hierfür nennt sich medizinisches Versorgungszentrum (MVZ).

    Ich verstehe nicht wieso reflexhaft jeder altersbedingten Praxisschließung hinterher geweint wird, und dabei offenbar keiner versucht, für junge Ärzte attraktive Möglichkeiten zu schaffen, auch als Angestellter zu arbeiten.