Keine Ruhe auf der Walter-Klippel-Straße

Ein Einfahr-Verbot sollte für Entlastung sorgen - stattdessen hat es jetzt zu noch mehr Unstimmigkeiten zwischen den Anwohnern geführt.

Adelsberg.

Seit Jahren setzen sich Anwohner dafür ein, dass ihre Straße weniger befahren wird. In mehreren Bürgerversammlungen hatten sie ihren Unmut über das steigende Verkehrsaufkommen auf der Walter-Klippel-Straße bekundet. Deshalb verhängte die Stadt Ende vergangener Woche zwei Einfahr-Verbote. Zum einen aus Richtung Eubaer Straße, zum anderen vom Ostrowskiweg aus. Dadurch soll sich laut Verwaltung die Verkehrssituation entspannen und der Durchgangsverkehr zum Südring ausgebremst werden. Bis Mitte 2018 soll diese Regelung gelten. Danach dürfte es noch ruhiger werden. Dann sind Kanal- und Straßenbauarbeiten in Planung, die nach jetzigem Stand drei Jahre andauern und eine Sperrung der Straße erfordern werden, teilte die Stadt mit. Auf das Einfahr-Verbot reagieren die Anwohner zwiegespalten - genau wie auf die geplanten Bauarbeiten.

Hausverwalter Harry Miersch ist kein Freund von der Absperrung - und der damit verbundenen Umleitung: "Die Bürger werden auf diese Weise nur belastet. Ich selbst muss fünf Kilometer Umweg fahren, das ist eine total unfaire Behandlung", so Miersch zur "Freien Presse". Mit Sorge denkt er schon jetzt an die Zeit, wenn die angekündigten Arbeiten am Kanalsystem beginnen. Er fürchtet "ein riesen Verkehrschaos - wieder zu Lasten der Anwohner".


Eine andere Anwohnerin ergänzte, dass laut eigener Erhebung etwa 85 Prozent der Anlieger der Straße mit der Situation vor dem Einfahr-Verbot zufriedener gewesen seien.

Die Gegenstimmen loben unterdessen die neue Regelung: "Es ist wirklich ruhiger geworden und deutlich weniger Verkehr, man kann sich wieder sicherer fühlen", sagten gestern Stefanie und Arndt Fritzsche, die an der Klippel-Straße wohnen. Auch der geplante Fußweg werde schon herbeigesehnt. Siglinde Kreusel ist froh darüber, in Zukunft ohne Angst auf der Straße laufen zu können, wie sie sagt. "Auch die Kinder kommen dann sicherer zur Schule", ergänzte sie. Trotz der Unstimmigkeiten sind sich die Anwohner bei einer Sache allerdings einig: Eine echte Entlastung wird erst die Fertigstellung des Südrings bringen.

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