Keplergymnasium: Traumnote 1,0 für jeden zehnten Abiturienten

Während andere über zu schwere Prüfungsaufgaben in Mathematik klagten, haben die Absolventen der Chemnitzer Gymnasien in diesem Jahr vielfach sogar so gute Ergebnisse erreicht wie noch nie.

Agricolagymnasium: Mit dem diesjährigen Abitur-Schnitt von 2,1 zeigt sich Schulleiterin Silvia Fehlberg zufrieden. Zwei der 47 Absolventen machten ihren Abschluss sogar mit der Traumnote 1,0. "Alles in allem lief es noch etwas besser als in den Vorjahren", so Fehlberg. Ihren Abi-Ball feierten die Zwölftklässler im Penta-Hotel.

Andrégymnasium: Schulleiter Andreas Gersdorf freut sich über das wohl beste Abitur aller Zeiten an seiner Schule. Unterm Strich steht ein Notenschnitt von 2,2 - ebenso wie im Sachsendurchschnitt - zu Buche; mehr als jeder dritte der 109 Absolventen hat eine Eins vor dem Komma stehen. Einmal gab es sogar eine 1,0. "Auch vom sozialen Zusammenhalt her war es wirklich ein sehr guter Jahrgang", so Gersdorf. Die feierliche Zeugnisübergabe fand erstmals im Opernhaus statt, danach ging es zum Abiball in die Messe.


Gymnasium Einsiedel: Mit einem Durchschnitt von 2,1 verabschiedet sich der Abiturjahrgang 2019 von seinem Gymnasium in Einsiedel. "Wir sind sehr zufrieden", sagt Schulleiterin Kerstin Klein über ihre 60 Absolventen. Die beiden besten Abiturienten schafften einen Durchschnitt von 1,1.

Goethegymnasium: Oberstufenberater Andreas Richter spricht von einem "recht bemerkenswerten" Jahrgang. Und das nicht nur wegen des Notenschnitts von 2,19, einem 1,0-Absolventen und drei weiteren Schülern mit einer Gesamtnote von 1,1. "Auch sozial waren die Schüler sehr engagiert", so Richter mit Verweis auf Patenschaften für jüngere Gymnasiasten und die erfolgreiche Teilnahme an Wettbewerben.

Johannes-Kepler-Gymnasium: Wird dieses Ergebnis jemals zu toppen sein? Gleich sieben der 71 Abiturienten des Keplergymnasiums haben ihre schulische Ausbildung mit einer glatten 1,0 abgeschlossen, mehr als jeder Fünfte erzielte eine Note von 1,5 und besser. "In dieser Deutlichkeit gab es eine solche Leistungsspitze bei uns noch nie", resümiert Schulleiter Stephan Lamm. Wermutstropfen: Wie an den meisten anderen Schulen schafften auch am Keplergymnasium nicht alle Schüler die Prüfungen.

Karl-Schmidt-Rottluff-Gymnasium: Dreimal eine 1,0 auf den Zeugnissen und ein Gesamtschnitt von 2,2 - Michaela Böttger, die amtierende Leiterin des Karl-Schmidt-Rottluff-Gymnasiums, zeigt sich mit den Leistungen ihrer Schützlinge "sehr zufrieden". Fast jeder fünfte Abiturient habe sogar mit einer Note von 1,5 oder besser abgeschlossen, sagte sie nach der feierlichen Zeugnisübergabe in der Stadthalle Limbach-Oberfrohna.

Sportgymnasium: Angesichts der anspruchsvollen Doppelbelastung von Leistungssport und Abitur ist Schulleiter Steffen Kamprad recht zufrieden mit dem Abschneiden seiner Schützlinge. "Im Grunde eine hervorragende Leistung, ähnlich wie in den Vorjahren", kommentiert er den Notenschnitt von 2,4. Und die nächste Generation steht schon in den Startlöchern: Für das kommende Schuljahr erwartet das Gymnasium mit zwei rappelvollen 5. Klassen so viele neue Schüler wie noch nie.

Montessorigymnasium: Für eine erfolgreiche Premiere haben die Absolventen der freien Schule gesorgt: Nach Erhalt der staatlichen Anerkennung durfte das Gymnasium zum ersten Mal die Abi-Prüfungen in Eigenregie abnehmen - und alle 17 Teilnehmer haben auf Anhieb bestanden. "Auch der Schnitt von 2,3 ist super", freut sich Schulleiterin Jana Hartig.

Waldorfgymnasium: Abiturjahrgänge fallen an der Waldorfschule eher überschaubar aus. Acht Schüler zählte die Abschlussklasse in diesem Jahr, und sie ist durchaus eine besondere. "Der beste Jahrgang, den wir je hatten", sagt Oberstufenberaterin Jacqueline Weirauch. Alle Schüler haben bestanden - und das, obwohl das Pensum an der Schule mehr Prüfungen umfasst als das an anderen Gymnasien.

Evangelisches Schulzentrum: Abiturprüfungen kannte man am Gymnasium des Evangelischen Schulzentrums bislang noch nicht. Doch der erste Abiturjahrgang in der Geschichte der freien Schule hat seine Sache recht ordentlich gemacht, findet Schulleiterin Claudia Zimmermann. Der Notenschnitt liegt bei 2,2.

Berufsschulen: Der alternative Weg zum Abitur dauert für gewöhnlich ein Jahr länger, erfreut sich jedoch anhaltenden Zuspruchs. Mehr als 130 Abiturienten unterzogen sich nach Angaben des Landesamtes für Schule und Bildung in diesem Jahr den Prüfungen an den beruflichen Schulen der Stadt, 127 von ihnen haben bestanden. Den besten Abschluss gab es mit 1,0 an der Handwerkerschule.

Stöckhardtgymnasium: An den drei Einrichtungen des privaten Bildungsträgers - berufliches Gymnasium, Fachoberschule und Kolleg - wurde in diesem Jahr 55-mal das Abitur abgelegt. Der Notenschnitt variiert zwischen 2,27 und 2,74. "Einmal gab es sogar eine glatte 1,0", berichtet Schulleiterin Jana Distler.

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