Kindergärten der Stadt sind ausgebucht

Entscheidung zu drei neuen Einrichtungen verzögert sich

In den Chemnitzer Kindertagesstätten wird es eng. Die Auslastung der Krippen mit 3200 Plätzen und der Kindergärten mit etwa 7100 Plätzen liege bei annähernd 100 Prozent, informiert die Stadtverwaltung. Das habe zur Folge, dass die Stadt zwar den Rechtsanspruch der Eltern auf einen Krippen- beziehungsweise Kindergartenplatz noch absichern könne, allerdings mit Abstrichen. Nicht immer klappt es mit der Wunscheinrichtung. Selbst der gewünschte Stadtteil sei mitunter nicht realisierbar. Gleiches gilt für den Aufnahmetermin, wie das Rathaus einräumt. Unter den mehr als 10.000 Kindern, die in den Einrichtungen betreut werden, stammen 180 Mädchen und Jungen aus Flüchtlingsfamilien. Das entspricht einem Anteil von 1,8 Prozent.

Leichte Entspannung könnte es ab April geben, wenn die neue Tagesstätte der Kindervereinigung in Kappel an der Straße Usti nad Labem öffnet. Dort entstehen 24Krippen- und 66 Kindergartenplätze. Eigentlich sollte sie schon zu Jahresbeginn in Betrieb gehen, so schnell war aber die Sanierung des Plattenbaus nicht zu schaffen, sagt Mathias Hofmann, der geschäftsführende Vorstand der Kindervereinigung, die im Oktober den Zuschlag für die Betreibung erhalten hatte. Noch umfangreicher gestalten sich die Arbeiten in einer weiteren neuen Einrichtung, die von der Caritas auf dem Sonnenberg hergerichtet wird. Im Frühjahr soll der Umbau an der Sonnenstraße beginnen, im Herbst 2017 das Haus mit dann 88 Plätzen eröffnet werden.

Darüber hinaus sollen in Altendorf, Bernsdorf und Reichenbrand neue Kindergärten entstehen. Auch diese will die Stadt nicht selbst betreiben. Freie Träger hatten bis 30.September vorigen Jahres Zeit, ihre Bewerbung abzugeben. Bislang hat die Stadt noch nicht entschieden, wer das Rennen macht. Nach aktueller Information der Verwaltung entscheidet der Stadtrat in seiner Sitzung am 9. März über die zusätzlichen Einrichtungen. Jeder Kindergarten soll über 100 Plätze verfügen und im kommenden Jahr öffnen.

Im August verlassen gut 2000Mädchen und Jungen die Tagesstätten - am 8. August ist für sie Schulanfang. Das heißt, dass es in bestimmten Stadtteilen und Einrichtungen bis Juli zu Wartezeiten kommen könne. Die Eltern müssten zwischenzeitlich mit einer Absage rechnen, so die Verwaltung.

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2Kommentare
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  • 1
    1
    872889
    16.02.2016

    Genau, @Suedbahnhof. Bei dieser Gelegenheit konnte der Unrechtsstaat DDR die Kinder gleich fast rund um die Uhr in seine Obhut nehmen und danach schauen, dass politisch nichts aus dem Ruder läuft. Das hochwertige und gesunde Mittagessen natürlich nicht zu vergessen.

  • 3
    3
    Suedbahnhof
    15.02.2016

    Bitte nicht die Begriffe mischen! Eine Kita ist eine westdt. Einrichtung, in die Muetter ihre Kinder geben koennen. I.d.R. ab 8:30, Fruehgebet und vor dem Mittag ist das Kind abzuholen, um bei Muttern zu Essen.

    Wir reden hier von vollwertigen Kindergarten - und Krippenplaetzen - und - die schreckliche Unrechtsstaat-DDR hat es fertiggebracht, jedem Kind in jedem dieser Kindergaerten (und Schulen) ein warmes Mittagessen auf den Tisch zu stellen! Unerreicht im Ueberflusskonsumstaat BRD.



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