Kirche soll Abbild in Miniaturformat erhalten

In Neukirchen steht im Winter ein Lichterdorf aus Modellhäusern. In diesem Jahr ist eine Erweiterung geplant.

Neukirchen.

In der Winterzeit wird in Neukirchen ein kleines Modelldorf aufgebaut. Es soll in den dunklen Tagen für einen schönen Anblick sorgen. Die bisher gefertigten Gebäude im Kleinformat sind in ihrem Inneren mit Lichtern ausgestattet, sodass deren Schein aus den Fenstern hinaus in die Nacht fallen kann. Nun soll in diesem Winter ein weiteres Haus hinzukommen.

Dabei handelt es sich um das Modell der Neukirchener Kirche. Eine Umfrage unter den Einwohnern der Gemeinde hatte ergeben, dass sich die Bürger ein Kirchenmodell für das Lichterdorf wünschen. Und dieser Wunsch wird nun umgesetzt. "Das Rathaus und die Grundschule in Neukirchen wurden in den letzten beiden Jahren bereits gebaut und aufgestellt, dieses Jahr kommt die Kirche neu dazu", erklärt Jürgen Beyer, der Vorsitzende des Heimat- und Geschichtsvereins Neukirchen. Der Verein begleitet den Aufbau des Lichterdorfes. Die Kirche wird im Maßstab von 1:20 originalgetreu nachgebaut und, wie schon die vorhandenen anderen Modelle, von innen beleuchtet sein. Die offizielle Vorstellung des neuen Hauses erfolgt zum Schwibbogenfest am Samstag vor dem ersten Advent am 30. November um 17 Uhr.


Das dritte Neukirchener Lichter-haus wird von Ulrich Haselhuhn entwickelt, konstruiert und gebaut. Im August hat er mit dem Entwurf begonnen, Mitte Oktober möchte er verschiedene Schnittvorlagen erstellen. "Außerdem beginne ich dann damit, die ersten Teile herzustellen", so Haselhuhn. Nach der Lackierung beginnt er etwa Ende Oktober mit dem Zusammenbau der Einzelteile, erklärt der 50-Jährige seinen Zeitplan. Ende November soll das Abbild der Kirche komplett fertig sein. Laut Haselhuhn nimmt der Modellbau rund 300 Arbeitsstunden in Anspruch. Die Gesamtkosten belaufen sich auf etwa 14.000 Euro. Diese werden durch Spenden sowie durch Eigenmittel der Gemeinde finanziert. Der Heimat- und Geschichtsverein freut sich darüber, dass viele der Neukirchener das Projekt durch Spenden unterstützen. Die Namen der Spender der ersten Objekte werden an eine Tafel angebracht. Diese soll jährlich um die Namen weiterer Spender für die Objekte ergänzt werden. Wer spenden möchte, kann das unter dem Verwendungszweck Lichterdorf bei der Gemeindeverwaltung tun. Das Lichterdorf soll bis 2023 auf insgesamt sieben Modellgebäude anwachsen. Zunächst steht für 2020 das ehemalige Gasthaus Linde auf dem Plan. Schon zu DDR-Zeiten wurde der Platz am Stern von einem Lichterhaus geziert. Damals war es aber ein fiktives Gebäude. Daraus entstand die Idee, wieder Lichterhäuser in Neukirchen aufzustellen.

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