Klapperbrunnen bleibt am Busbahnhof

Chemnitz.

Der Klapperbrunnen bleibt am Chemnitzer Busbahnhof stehen. Darüber hat Baubürgermeister Michael Stötzer am Donnerstagabend den Kulturausschuss des Stadtrates informiert. Ein Sachverständiger werde die Restaurierung vorbereiten, teilte das Rathaus am Freitag mit. Zum Zeitrahmen und zu den Kosten sei derzeit noch keine Aussage möglich. 

Der 50 Jahre alte Klapperbrunnen war Ende Juli abgeschaltet werden. Er arbeitete schon längere Zeit nicht mehr mit vollem Druck, vermutlich wegen verrosteter Rohrleitungen verlor er ständig Wasser. Zuletzt war er komplett leer gelaufen. Die Stadt kündigte an, den Brunnen abzubauen und einzulagern - eine Reparatur komme derzeit aus Kostengründen nicht infrage. Diese Entscheidung sorgte für heftige Kritik von Bürgern und insbesondere Chemnitzer Künstlern. Auch die Witwe des Schöpfers, Sonja Belz, wandte sich dagegen, dass der Brunnen aus dem Stadtbild verschwinden soll.

Geschaffen hatte den Klapperbrunnen der Künstler Johannes Belz (1925-1976). 1968 wurde er übergeben. Neben dem Brunnen sind im Stadtbild noch zehn weitere Werke des Bildhauers erhalten. Der Klapperbrunnen, der einer Art abstrakte Pflanze darstellt, wird von den Chemnitzern so genannt, weil von oben her Wasser in Schalen läuft, die sich dann klappernd in die unteren Gefäße entleeren. (fp)

Bewertung des Artikels: Ø 4.5 Sterne bei 2 Bewertungen
2Kommentare
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  • 4
    0
    cuzco6170
    10.08.2018

    Gute Entscheidung.
    Es wäre schade gewesen so ein Orginal zu verlieren.

  • 5
    0
    mathausmike
    10.08.2018

    Der Erhalt des Brunnens ist eine gute Entscheidung!



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