Klapperbrunnen soll weg - Witwe des Künstlers verärgert

Sonja Belz kritisiert das Rathaus für die Entscheidung, das Wasserspiel am Busbahnhof abbauen und einlagern zu lassen. Indes gibt es eine Idee, wo der Brunnen wieder aufgebaut werden könnte.

11Kommentare
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  • 8
    0
    Brunnenfreund
    30.07.2018

    Nachdenkliches zum Einlagern des Chemnitzer Klapperbrunnens

    Es hat tatsächlich einen eigenartigen Geruch oder ein Geschmäckle, wie der Schwabe sagt. Unsere Nachfolgegenerationen sollen den Eindruck haben, in der DDR war alles Mist. Da soll nichts mehr daran erinnern, dass es auch Bemerkenswertes gab, dessen Realisierung die Schöpfer nur mit großer Energie und Eifer durchsetzen konnten.
    Der Republikpalast in Berlin, durchaus eine interessante Architektur, wurde
    2006 – 2008 abgerissen, wegen Asbestbelastung. Bestimmt wäre er wie Gebäude anderswo zu sanieren gewesen.

    In Dresden, Prager Straße, der viel bestaunte Pusteblumen – Brunnen von Architektin Leonie Wirth, ein tolles, beliebtes Wahrzeichen von 1969, wurde nach der Umgestaltung der Prager Straße ohne Befragung der Künstlerin nur noch als Fragment aufgestellt. Details siehe:
    < http://www.das-neue-dresden.de/pusteblumenbrunnen.html >
    Die Künstlerin war gekränkt und wütend über die Art und Weise, wie man mit dem Urheber-recht umging.

    Frau Belz, die Witwe des Klapperbrunnenschöpfers soll nun von den verantwortlichen Einlagerern des Klapperbrunnens nach diesem „bewährtem Muster“ abgefertigt werden und die Chemnitzer eine Attraktion verlieren. Angeblich brummt die Wirtschaft und sprudeln die Steuern. Da kann es doch am Geld nicht liegen, das Kleinod zu restaurieren und notfalls einen neuen Aufstellort zu finden. (Traurig ist auch, dass die architektonische Besonderheit "Busbahnhof Chemnitz" weichen soll.)
    Dieser „mechanische Klapperbrunnen“ passt zum Chemnitz der Maschinenbauer und ist kein Brunnen ohne Bezug, wie der einst angedachte Tassenbrunnen – eher ein Symbol für eine Porzellanstadt. Deshalb Geld sparen für einen neuen Brunnenentwurf sowie -Bau, sondern den Klapperbrunnen mit den jetzt verfügbaren, besseren Materialien auf Vordermann bringen.

    "Was du ererbt von deinen Vätern hast, erwirb es, um es zu besitzen (und nicht einzulagern, ha, ha)." Nur der Besitz ist wertvoll, den man auch tatsächlich nutzt – aus "Faust", von Johann Wolfgang von Goethe.

    Sollten Wirtschaft und Steuern doch nicht genügend sprudeln, wie behauptet, um den Klapperbrunnen zu sanieren, würde sicher mancher Chemnitzer etwas spenden.

  • 6
    0
    martinarothe
    30.07.2018

    mit großer Entrüstung haben wir aus der Freien Presse zur Kenntnis genommen, dass der Klapperbrunnen am Busbahnhof abgebaut und eingelagert werden soll. Ob unsere Stadtväter und –mütter auch einmal den Bürgerwillen berücksichtigen könnten. Mit dieser Entscheidung sicher nicht.
    Eine Begründung lautet, dass dafür keine finanziellen Mittel vorhanden wären. Dies verwundert uns sehr. Für den Stadionbau bzw. für Finanzspritzen an den CFC waren die Mittel immer, teilweise auch kurzfristig, vorhanden. Dabei handelte es sich immer um Summen in Millionenhöhe. Eine Stadt, die es sich leisten kann eine Viertliga Mannschaft in einem zweitligatauglichen Stadion auflaufen zu lassen wird wohl für eine Reparatur und Umsetzung des Brunnens, welcher auch noch unter Denkmalsschutz steht, Mittel auftreiben können.
    Unsere Stadt will sich als Europäische Kulturhauptstadt 2025 bewerben und baut gleichzeitig Kulturgut ab. Wie passt das Zusammen?
    Unser Vorschlag wäre, den Brunnen auf den Markt umzusetzen. Dabei können Ausschreibungs-, Preis- und Anschaffungsgelder gespart werde und viele Chemnitzer, für die der Klapperbrunnen zu Chemnitz gehört, müssten nicht auf diesen Brunnen verzichten.

  • 6
    1
    Zeitungss
    29.07.2018

    Den Kommentaren entnehme ich, dass ich mit meiner Meinung zum CFC und der Spendenbereitschaft der Stadtoberen gar nicht so schlecht lag. Den Zustand der Geldverbrennung hatte ich schon einmal erwähnt und dafür viele ROTE erhalten, nun haben wir gleich einmal ein Beispiel, wie die Auswirkungen sein können.

  • 6
    0
    Interessierte
    29.07.2018

    Ich hätte aber auch nichts gegen die Aufstellung des Klapperbrunnens auf dem Markt , da kommt er bißchen mehr in den Mittelpunkt der Stadt ..
    Und der Markt ist der einzigste Platz in der Stadt , wo den gesamten Tag die Sonne scheint und wo man sich auf ´aufgestellte´ Bänke hinsetzen und verweilen könnte - aber der Platzt ist seit Jahren reserviert für ´Gemüse`...

    Zumal das Gemüse lieber im Schatten stehen sollte ...
    Dafür wäre der Tietz-Parkplatz unter den Bäumen sehr angemessen , wenn man sowieso schon auf den Parkplatz verzichten will - und ihn bebauen will ...
    Das würde dem Gemüse und auch den Verkäufern gut tun , zudem kann dort die einheitlichen und auch feststehenden Buden anordnen , wie es mal von der AfD angedacht war ... Und der Parkplatz hat wohl 3 Parkflächen , da kann man eine davon mit diesen Fleisch- und Fisch - Lieferautos bestellen ...

    Alternativ dazu könnte ich mir auf dieser Stelle und ´zwischen` den Bäumen ein Kaufhalle vorstellen , wo dort weit und breit nichts ist und man fast bis zur Theaterstraße laufen muß ...
    In beiden Fällen könnten die Bäume erhalten bleiben , wo man doch bei derzeitiger Hitze , welche wegen dem Klimawandel immer mehr werden soll , jeden schattenspendenden Baum sucht , vor allem , wenn man dort auf die Anschlußbusse warten muß , welche gerade jetzt in der Ferienzeit-Sommerzeit erst aller 15-20-30 Minuten kommen ...

  • 6
    5
    Interessierte
    29.07.2018

    Interessante Kommentare haben meine Vorgänger geschrieben , aber von den "Stadträten" wird das wohl keiner lesen , die interessiert andere Meinungen bzw. Meinungen der Anrainer sowieso nicht , die machen eh´, was sie wollen und kriegen dafür ihr Geld ´von den Steuerzahlern` der Stadt ....

    Ich schreibe seit mindestens 4-5 Jahren , dass der Brunnen kaputt ist , ausläuft und saniert werden muß , gehört wurde das bisher nicht und jetzt sind auch noch die Rohre kaputt und der Brunnen kommt weg , wird eingelagert .…

    Das ist das übliche Verhalten dieser Stadtoberen , dass die alles sehenswerte in der Stadt verfallen lassen bis zum Abriß , sprich Vernichtung , siehe auch die zwei Brunnen an der ´Ecke` und auch der Posthof wurde vernachlässigt und auch der Brunnen an der Waisenstraße verfällt zusehens ….

    Die Westler , die hier im Rathaus sitzen , haben keine Beziehung dazu und die Ostler , die da auch noch mit sitzen , die müssen sich wohl anpassen , sonst ergeht es wie den Brunnen und sind sie ´auch` bald weg ….

    Zudem gab es vor Jahren mal eine Frau , die meinte , einige Chemnitzer würden sehr an dem ´Klapperbrunnen´ hängen , mehr als an dem Busbahnhof ; und diese Frau meinte , der Brunnen würde ´trotz` Umbau des Platzes dort erhalten bleiben …

    Hier , sogar 4 Jahre ist das schon her
    https://www.freiepresse.de/chemnitz/busbahnhof-klapperbrunnen-sanierungsbeduerftig-artikel8757512
    Unter Lupe : „Klapperbrunnen“ findet man noch mehr Beiträge dazu

    Und wie lange redet man schon von der Bazillenröhre , seit 2010
    Und wie lange redet man von dem Theatron , mindestens seit 2010

  • 17
    1
    Hankman
    29.07.2018

    Der Brunnen ist für mich nicht wegzudenken und gehört zu Chemnitz. Ich habe schon vor Monaten hier im Forum dafür plädiert, ihn auf dem Markt aufzustellen und unterstütze die Idee weiterhin mit Nachdruck. Damit wäre der Gestaltungswettbewerb für einen Marktbrunnen obsolet. Uns blieben weitere quälende Debatten erspart, weil ja bei jedem Entwurf diskutiert würde, ob der überhaupt zu Chemnitz passt (ich erinnere nur an den Tassenbrunnen ...). Der Klapperbrunnen ist auch nach 50 Jahren noch originell und längst ein städtisches Original, es gäbe dafür sicher eine breite Mehrheit. Und natürlich kann man ihn reparieren. Das kostet Geld, ein neuer Brunnen aber nicht minder. Und, lieber Stadtrat, falls das Geld wirklich ein Problem sein sollte: Wir können gern eine Spendenaktion dafür starten. Ich würde gern dafür Geld ausgeben, ein Stück Stadtgeschichte zu bewahren. Also, fragt im Zweifel die Chemnitzer, ob sie sich für die Idee erwärmen könnten.

  • 13
    9
    Einspruch
    28.07.2018

    Für Stadien, die keiner braucht, haben wir Geld. Für Leute, die durchgefüttert werden wollen und oft nicht wissen, wo sie herkommen, haben wir Geld. Aber ein Brunnen, der erhaltenswert ist und zur Stadtgeschichte gehört, da wird auf einmal Pfennigfuchserei betrieben. Da brauch man auch keinen neuen bauen lassen. Wenn der vorzeitig kaputt geht, wird er auch nur außer Betrieb genommen.

  • 17
    7
    Steuerzahler
    28.07.2018

    Da kommt evtl. noch einer auf die Idee, ein CFC-Logo auf den Brunnen zu basteln. Dann wäre vielleicht Geld da? Unglaublich, diese Stadtverwaltung, wie sie mit der Historie umgeht!

  • 15
    4
    vomdorf
    28.07.2018

    Vielleicht gibts für einen neuen Brunnen Fördergelder, für die Sanierung eines alten Brunnens aber nicht.....muss man nicht verstehen, ist aber oft so. Es gibt bestimmt irgendeine dämliche EU- Richtlinie dazu.

  • 15
    3
    ingoerler
    28.07.2018

    Das lustige ist für neuen brunnen in der innenstadt wollen die geld ausgeben, aber einen brunnen zu sanieren ist kein geld da, obwohl vieleicht ne idee wäre diesen Brunnen zu sanieren in dem man den der stadt mit hinbaut und dafür einen neuen spart. ????

  • 19
    4
    JamesEventMicha
    28.07.2018

    Zufällig geht der Brunnen gerade dann kaputt wenn die Fläche umgestaltet werden soll, Nachtigall ich hör dir trapsen...Hier sollten unsere Kommunalpolitiker aktiv werden und nicht irgendwelche Ruinen an der Annaberger Strasse erhalten, die keiner braucht und wo später auch keiner hinziehen würde.



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