Klinikpersonal erhält Tipps von einer Doppel-Olympiasiegerin

Die Zeisigwaldkliniken wollen die Gesundheit der Mitarbeiter fördern. Zum Auftakt verriet Heike Drechsler ihre Tricks für mehr Bewegung.

Sonnenberg.

Der Fall war schnell klar: "Wer von euch sitzt viel beim Arbeiten", wollte Weitsprung-Olympiasiegerin Heike Drechsler von den Mitarbeitern der Zeisigwaldkliniken wissen. Einige Arme gingen nach oben. "Und wer bewegt sich viel", fragte sie weiter. "Gar keiner", gab sie sich nach einem Blick in die Runde selbst die Antwort. Die anschließenden Dehnungsübungen für Schulter und Nacken fanden wiederum viele Nachahmer.

Die Sportlerin gab gestern den Anstoß für ein Projekt zum Betrieblichen Gesundheitsmanagement für die rund 1000 Mitarbeiter der Zeisigwaldkliniken Bethanien, des Pflegewohnens, der Poliklinik am Zeisigwald sowie der dazugehörigen Management- und Servicegesellschaft. In den nächsten drei Jahren wolle man sich verstärkter als bisher um Förderung und Erhalt der Gesundheit des Personals kümmern, sagte Geschäftsführer Michael Veihelmann. Zum Betrieblichen Gesundheitsmanagement gehören die Säulen Bewegung, Entspannung und Ernährung. Hinzu kommen Vorträge, etwa über Burnout und Stress, so der Geschäftsführer. Mit dem Projekt wolle man strukturierter vorgehen, so sollen zunächst die Wünsche der Mitarbeiter erfasst werden. Doch schon jetzt steht fest, dass die Klinik nicht nur Entspannungskurse und mehr Sport anbieten will. "Auch die Vereinbarkeit von Beruf und Familie soll eine Rolle spielen", so Michael Veihelmann.


In der Auftaktveranstaltung verriet Heike Drechsler den Mitarbeitern Tipps für das tägliche Wohlbefinden. "Die Treppe statt den Fahrstuhl nehmen, einen Schrittzähler nutzen. Und wenn der Stress ganz schlimm ist, ein Eckchen suchen und bewusst tief atmen." Doch wie den inneren Schweinehund überwinden, um sich regelmäßig zu bewegen? Auch dafür hatte die mehrfache Welt- und Europameisterin Ratschläge parat. Zuerst sei es wichtig, einen Sport zu finden, den man mit Freude und Leidenschaft ausübe, erklärte die Sportlerin. "Was man gern macht, macht man auch gut." Sich kleine Ziele zu setzen und die Sporttermine bewusst in den Kalender einzutragen, seien ebenfalls hilfreich, um regelmäßig aktiv zu sein, so Heike Drechsler.

Für eine Krankenkasse ist sie bundesweit im Einsatz, besucht Betriebe, motiviert Mitarbeiter. In ihrer Firma bietet sie aktive Pausen mit Übungen für Rücken, Kraft sowie Koordination an und betreut eine Laufgruppe. Privat ist die frühere Weitspringerin und Sprinterin in den Ausdauerbereich gewechselt. Dreimal pro Woche läuft sie zehn Kilometer. Die Bewegung brauche sie, "um zur Ruhe zu kommen".

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