Kontaktsuche mit Armband

Im Archäologiemuseum gab es zum vierten Mal ein Kennenlernangebot. Wer sich als Paar gefunden hatte, erhielt ein Geschenk.

Manchmal reicht ein kleiner gemeinsamer Nenner - und schon sitzt man am Tisch und knüpft ein gemeinsames Band. Doreen Radke und Daniel Kreuz beispielsweise sind beide sehr gläubig, ein Gesprächsthema, eine Gemeinsamkeit. "Wir haben uns im Museum kennengelernt, weil wir beide die gleichen Interessen haben", erklärt Radke. Sie und Kreuz waren jeweils mit ihren Familien in das Haus am Stefan-Heym-Platz gekommen, gemeinsam schauten sie sich die Ausstellung zum Schwarzen Meer an. Danach knüpften sie ein Band, während sie sich unterhielten. Nicht nur im übertragenen Sinn.

Im Archäologiemuseum Smac wurde am Samstag tatsächlich das Herstellen von Schmuck angeboten, im Rahmen der Veranstaltung "Meet new friends" (Triff neue Freunde), initiiert vom Familienverein Chemnitz in Kooperation mit dem Smac sowie mehreren Vereinen und Institutionen der Stadt, die sich für mehr gesellschaftliches Miteinander einsetzen. Neben einem unterhaltsamen Rahmenprogramm mit Livemusik, Bastelangeboten und Informationsständen zu Sprachkursen und Freizeitaktivitäten machte die Möglichkeit, einander kennenzulernen, den Kern der Veranstaltung aus.

Wer klassisches Speed-Dating mit Platzwechsel und Zeitlimit erwartete, wurde allerdings enttäuscht. Stattdessen konnte sich jeder Besucher, der mit anderen ins Gespräch kommen wollte, einen bunten Ring ums Handgelenk ziehen, um seine Ansprechbarkeit zu signalisieren. Jeder konnte sich frei im Museum bewegen und auch die Ausstellungen gratis anschauen. Sobald sich ein "Paar" gefunden hatte, konnte es zum Stand des Familienvereins gehen und sich einen Gutschein für eine gemeinsame Aktivität abholen.

"Wir erfahren, wenn Gutscheine eingelöst werden, ob aber wirklich Freundschaften entstehen, das wissen wir nicht", erklärt Jacqueline Hofmann vom Familienverein. Man versuche aber schon bei der Bändchenvergabe am Stand, die Menschen miteinander ins Gespräch zu bringen. Und ab und an schien es zu funktionieren. Familien aus verschiedenen Kulturen und Herkunftsländern saßen gemeinsam beim Kaffee, bummelten durch die Ausstellungen und schauten sich das Programm an. Laut Jacqueline Hofmann besuchten etwa 400 Menschen die Veranstaltung, im kommenden Jahr soll es eine Neuauflage geben.

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