Konzept für Lern- und Gedenkort Kaßberg-Gefängnis vorgestellt

Der Trägerverein des Lern- und Gedenkortes Kaßberg-Gefängnis hat am Freitag das Konzept für eine Gedenkstätte vorgestellt. Die soll im ehemaligen Hafttrakt B auf vier Etagen und etwa 1800 Quadratmetern Austellungsfläche errichtet werden. Der Schwerpunkt der Ausstellung liege auf der Geschichte des Freikaufs von 30.000 Häftlingen aus der DDR durch die Bundesrepublik Deutschland zwischen 1962 und 1989, teilt der Verein mit. Aber auch die Nutzung des Gefängnisses als Untersuchungshaftanstalt des Ministeriums für Staatssicherheit und die Geschichte als Haftanstalt während des Nationalsozialismus sollen eine Rolle spielen.

Geplant ist eine Mischung aus Biografien und Berichten von Zeitzeugen sowie chronologischer Einordnungen der Geschehnisse. Zudem sollen einige Zellen so hergerichtet werden, wie sie einst genutzt wurden. Der Verein rechnet mit Kosten in Höhe von 3,1 Millionen Euro. Der Freistaat hat Fördermittel in Höhe von 2 Millionen Euro bewilligt. Baubeginn ist für 2020 geplant, die Eröffnung für 2021 vorgesehen. 

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1Kommentare
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    Interessierte
    06.10.2018

    Die Haftanstalt Kaßberg war die einzigste Einrichtung in der DDR , wo die Menschen in den Westen abgeschoben / freigekauft wurden , insgesamt um die 30.000



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