Kriminalität in der Stadt: Wird es wirklich immer schlimmer?

Chemnitz diskutiert: Wie kann die Stadt sicherer werden? Eine Bestandsaufnahme vor dem Workshop mit "Freie Presse"-Lesern am Dienstag.

7Kommentare

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  • 5
    1
    cn3boj00
    01.10.2018

    Man redet überproportional viel über Sicherheit und Ausländerkriminalität. Aus letzterer haben rechte Organisationen Profit gezogen und Ausländerhass in die Köpfe vieler menschen gepflanzt. Der richtet sich vorrangig gegen Asylbewerber, speziell und hauptsächlich gegen Muslime. Die genannten Zahlen geben aber keinerlei Aufschluss darüber ob das überhaupt berechtigt ist. Denn die Statistik unterscheidet zwisch "Deutschen" (also Menschen mit deutscher Staatsbürgerschaft - ungeachtet ihrer Herkunft und Religion) und Nichtdeutschen, also einfach allen anderen. Zu den Nichtdeutschen zählen aber nicht nur "illegale" Flüchtlinge, denen alles Übel von einer funktioniernden Propaganda angehängt wird, sondern auch legale EU-Ausländer. Wieviele der Ausländerdelikte werden beispielsweise von Rumänen, Bulgaren, Polen oder Litauern verübt? Es ist doch kein Geheimnis, dass hier teilweise bandenmäßige Kriminalität betrieben wird! Wieviel Straftaten kommen denn auf Asylbewerber im Verhältnis zur Gesamtzahl der hier registrierten, und wievile Prozent der EU-Ausländer, die sich hier aufhälten, sind straffällig? Dazu komt bandenmäßige Kriminalität, die von deutschtürkichen, deutschrussischen und vietnamesischen mafiösen Strukturen verübt wird.
    Das ist ein weites Thema. Gerade deshalb ist das in Verbiung bringen der gefühlt schlechten Sicherheitslage mit der Flüchtlingkrise bewusst herbeigeredet.
    Es reicht also bei weitem nicht, über Abschiebungen und ähnliches zu diskutieren.

  • 5
    11
    Einspruch
    30.09.2018

    @Moderator: Danke für die nachgelieferten Zahlen mit den vielen Ausrufezeichen.
    Sicher gibt es auch Zahlen, wie viele Opfer nichtdeutscher Herkunft im gleichen Zeitraum von Deutschen überfallen wurden?
    Da drängt sich mir auch ohne Antwort die Frage auf, wieso die sich jetzt bei uns unsicher fühlen sollten.
    Und, ich kann mir nicht vorstellen, das sich die Verhältnisse bei vollständiger Aufklärung aller Fälle signifikant andern würden.

  • 10
    4
    Moderator
    30.09.2018

    @Einspruch: Nein, "aller Raubüberfälle" wäre nicht korrekt. Richtig ist, dass 2017 (!) 84 Prozent der ermittelten (!) Tatverdächtigen bei Raubüberfällen auf offener Straße (!) im Stadtteil Zentrum (!) nichtdeutscher Herkunft waren, nämlich bei 16 von 19. Die Polizei hat jedoch nur in gut der Hälfte der insgesamt knapp 50 Fälle dort überhaupt Verdächtige ermitteln können. Im gesamten Stadtgebiet gab es 2017 mehr als 100 Raubüberfälle auf offener Straße - also pro Woche etwa zwei.

  • 14
    13
    Einspruch
    29.09.2018

    Wenn ich da jetzt nicht irgendwelchen Stuss eingegeben habe, weil die Finger zu dick waren beim Tippen auf dem Rechner vom Handy, heißt das also übersetzt, das 84 Prozent aller Raubüberfälle von ausländischen Straftätern begangen werden. Die machen aber je nach Statistik nur 3-5 Prozent unserer Bevölkerung aus. Entweder stimmt das schon nicht mehr oder die Wahrscheinlichkeit, Nachts ungeschoren davon zu kommen, wenn man einem Ausländer begegnet, ist bald null. (Wenn die noch ein paar Prozent der Bevölkerung ausmachen). Oder sehe ich das jetzt falsch?
    Wie berechtigt sind da wohl Vorurteile oder die allgemeine Unschuldsvermutung?

  • 23
    12
    BlackSheep
    29.09.2018

    Fällt auf FP, wenn Ausländer in Chemnitz sich unwohl fühlen, gibt es ganz mitfühlende Artikel wie schwer die es haben, wie vor ein paar Tagen. Den Deutschen wird erzählt das alles nicht so schlimm ist und die sich das nur einbilden. Merkt ihr es selbst wie das wirkt?

  • 24
    10
    Distelblüte
    29.09.2018

    Ein guter, sachlicher Artikel, der das Hauptaugenmerk auf Fakten legt und nicht auf gefühlte Wahrheiten.

  • 30
    22
    ArndtBremen
    29.09.2018

    "Wird es wirklich immer schlimmer?" Schon die Frage ist eine Verhöhnung der Opfer jeglicher Gewalt in dieser Stadt. Egal, ob es "ein bisschen" oder "etwas mehr" schlimmer wird. Die Ursachen für die Kriminalität müssen aufgedeckt und bekämpft werden. Nicht die Symptome. Runkelsche Schönrederei hilft dabei erst recht nicht.



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