Kritik wegen Ordnung und Sauberkeit

Bei der Einwohnerversammlung in Rußdorf ist über Bauprojekte und Perspektiven für den Ortsteil diskutiert worden. Die "Freie Presse" fasst wichtige Themen zusammen.

Sonnenbad Rußdorf: Nach umfassenden Modernisierungsarbeiten war die als Rußdorfer Markenzeichen geltende Freizeiteinrichtung im Vorjahr wiedereröffnet worden. Oberbürgermeister Jesko Vogel verwies auf die erfreuliche Besuchernachfrage von 50.000 Gästen 2018. Ein Ergebnis, welches es auch in diesem Jahr anzustreben gelte. Er informierte, dass hinsichtlich der schlechten Parkplatzsituation weiterhin nach Lösungen gesucht werde und in der bevorstehenden Saison eine neue Stellfläche erworben werden soll, die vorerst unversiegelt zur Nutzung bereit stehen werde.

Marode Hohe Straße: Der schlechte Zustand der Hohen Straße bot erheblichen Diskussionszündstoff. Eine der breitesten Straßen von Limbach-Oberfrohna entpuppt sich als großes Problem. "Das massive Schadensbild ist nicht von heute auf morgen zu beseitigen", informierte Bau-Sachgebietsleiter Ingolf Ritter über erfolgte Vor-Ort-Termine. Besonderes Augenmerk verdiene die Kanalführung. An der Trasse habe man teils verheerende Längs- und Querrisse feststellen müssen. Angesichts des erheblichen Straßenverkehrs, dabei auch durch so manche Umleitung, sei der Straßenkörper schwer beschädigt. Gegenwärtig sei die Kommune nicht in der wirtschaftlichen Lage, den eigentlich sinnvolleren grundhaften Ausbau vorzunehmen. "Wir schlagen aber nach Rücksprache mit der städtischen Bauverwaltung vor, umgehend großzügig zu flicken", erläuterte Ritter. "Wir stellen eine ordentliche Oberfläche her und öffnen den Kanal an den kritischsten Stellen, um ihn punktuell zu reparieren." Damit könne man wenigstens etwas Schadensbegrenzung betreiben. Das Projekt bleibe eine echte Zukunftsaufgabe für die kommenden zehn Jahre. Anwohner mahnten an, Kontrollen hinsichtlich der Tonnage von Lkw vorzunehmen. Sie hatten beobachtet, dass Laster von mehr als den vorgeschriebenen 7,5 Tonnen darauf unterwegs sind.


Fehlende Radwege: Die ungenügenden und zugleich aber auch gefährlichen Verkehrsbedingungen für Fahrradfahrer im gesamten Stadtgebiet von Limbach-Oberfrohna bewegen einheimische Radler. Sie monieren den aktuellen Zustand und verweisen auf zurückliegende Zeiten, in denen man auch in Rußdorf ungefährdet auf dem Zweirad unterwegs sein konnte. Sie regten an, örtliche Straßen, etwa die Waldenburger, mit einer gestrichelten Linie zu versehen und den Bikern etwas mehr Verkehrsraum freizugeben. In diesem Zusammenhang wurde angeregt, auch die Einbahnstraße am Sonnenbad in beide Richtungen freizugeben. OB Vogel verwies in diesem Zusammenhang auf den aktuell zu erarbeitenden Mobilitätsplan der Stadt, in der die Einwohner zu Anregungen aufgefordert werden. Die Einbahnstraßen habe man hinsichtlich der Befahrbarkeit bereits einem Sicherheitscheck unterzogen.

Ungepflegte Bushaltestellen: Einwohner regen an, Bushaltestellen besser zu pflegen und instand zu setzen. Besonders jene an der Wendestelle der Linie 253 sei kritikwürdig. Vogel informierte, dass im Stadtgebiet insgesamt 70 Fahrgastunterkünfte zu betreuen sind und die Kommune eine Prioritätenliste abarbeite. Bislang habe die Stadt bereits 25 Haltestellen modernisiert. "Jetzt sind Fördermittelbescheide für weitere zehn positiv beschieden worden." Der OB erläuterte, dass damit aber Forderungen einhergehen. Mit etwas Farbe und neuem Glas sei es nicht mehr gemacht. "So steht die Forderung nach Barrierefreiheit. Ältere Leute müssen mit Rollatoren durch die zu schaffenden baulichen Gegebenheiten genauso sicher Ein- und Aussteigen können, wie sie für Kinderwagen und Rollstühle geeignet sein sollen."

Unordnung im Gemeindewald: Der schlechte Zustand hinsichtlich Ordnung und Sauberkeit im Gemeindewald-Gebiet wird kritisiert. Insbesondere fehle es an Papierkörben bzw. Müllbehältern. Im Bereich Reitplatz und Wasserturm würden Papier, Plastik und Glasflaschen die Natur verunzieren. Auffällig sei viel Hundekot, es fehle an entsprechenden Kotbeutelspendern.

Stadtteil-Investitionen: OB Vogel informierte, dass nach dem Willen der Stadtväter eine Außensportanlage in Rußdorf entstehen soll. Bis 2021 sei es das Ziel, an der Grundschule eine solide Einrichtung zu schaffen, die 60-Meter-Bahn, Wurf- und Sprunganlage umfassen solle.

Investitionen sind auch für die Freiwillige Feuerwehr Rußdorf geplant. "Bis 2021 sollte die Beschaffung des avisierten LF-10 Löschfahrzeugs realisiert sein", so Vogel. Der Landkreis habe signalisiert, dass 150.000 Euro Fördermittel vom Freistaat zu erwarten seien.

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