Küchwaldbühne vor nächster Bau-Etappe

Bis zum Jahresende wollen die ehrenamtlichen Betreiber neue Toiletten und Lampen installieren. Diese werden besonderen Charme verströmen.

Schlosschemnitz.

Das Ende der Dixi-Klos ist absehbar. Noch in diesem Jahr soll die Küchwaldbühne wieder über eigene Toilettenräume verfügen. Die lang erwartete Baugenehmigung dafür hat der Betreiberverein der Anlage in dieser Woche von der Stadtverwaltung erhalten. Gestern wurde der erste Auftrag an eine Hoch- und Tiefbaufirma aus Burgstädt vergeben.

"Weil wir Fördermittel erhalten, haben wir vorher eine beschränkte Ausschreibung durchgeführt", erklärt Rolf Esche, Vorstandsvorsitzender des Vereins Küchwaldbühne. Für die rund 120.000 Euro teuren neuen Toilettenanlagen müssen die 70 Vereinsmitglieder 5000 Euro selbst aufbringen - in Form von Eigenleistungen und mithilfe von Sponsoren. Der Großteil des Geldes sind Kulturfördermittel vom Freistaat und der Stadt.

Eingerichtet werden die Toiletten im unteren Teil des Turms neben der Freitreppe, dort, wo früher eine ganze Etage den Damentoiletten vorbehalten war. Der große Raum dafür wird geteilt in eine Damenabteilung mit sechs WC und eine Herrenabteilung mit vier WC und vier Urinalen sowie jeweils zwei Handwaschbecken. "Früher bot die Bühne bis zu 5000 Besuchern Platz, jetzt haben wir eine Baugenehmigung für 800 Zuschauer", erklärt Esche den geringeren Bedarf.

Die früheren Toiletten waren nicht nur veraltet, sie waren nicht mehr vorhanden. "Alles geplündert und zerschlagen", schildert Esche die Zeit nach der Schließung 1991. Deswegen musste sich die Bühne seit ihrer Wiedereröffnung 2010 mit drei Dixi-Toiletten behelfen.

Im alten Toilettenraum haben die Vereinsmitglieder schon die Fliesen abgehackt, neue Fenster eingebaut und die Elektroinstallation vorbereitet. Er wird ganz neu ausgestattet. Im Treppenhaus und im Vorraum bleibt dagegen auf Wunsch der Denkmalschützer etwas vom Charme vergangener Zeiten erhalten. Das Treppengeländer, Teile der Wandverkleidung und Bodenfliesen, zwei Beton-Waschbecken und eine Holzrahmentür mit Glasfenster aus den 1950er-Jahren werden restauriert.

Erneuert werden ab der zweiten Augusthälfte - nach dem Pressefest - auch drei Schächte der unter der Küchwaldwiese verlegten Abwasserleitung, in die Wurzeln gewachsen sind. "Die Wiederinbetriebnahme der Toiletten ist ein Meilenstein", sagt Heiko Klötzer, Vorstand, Pressesprecher und Gastronomie-Verantwortlicher des Vereins. Zwei Jahre lang haben die Mitglieder bei Stadtratsfraktionen dafür geworben.

Ebenfalls noch dieses Jahr sollen an beiden Seiten der Freitreppe und über mehreren Türen insgesamt zwölf Lampen angebracht werden. Sie werden von einem auf Denkmalpflege spezialisierten Grünaer Handwerksbetrieb neu angefertigt - nach dem Vorbild der einzigen komplett erhalten gebliebenen Original-Lampe aus den 1950er-Jahren.

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