Kunst-Kalender aus Kinderhand

Der Nachwuchs in der Kita Krabbelkäfer hat einen Comic-Kalender gefertigt. Dabei half eine Künstlerin mit.

Reichenhain.

Etwas später als sonst durften die Kinder der Kita Krabbelkäfer am Dienstagnachmittag abgeholt werden. Anlass dafür war eine hauseigene Vernissage. Ausgestellt wurden die zwölf Seiten eines Kalenders, die die Sprösslinge im Herbst vergangenen Jahres selbst gestaltet hatten. Unter Anleitung der Künstlerin Veronika Seidel kamen die Kinder an vier Vormittagen zusammen. Ein Termin habe dabei jeweils einer Jahreszeit gegolten, erklärte die Chemnitzerin. Die Kinder hätten dann gemeinsam auf einer Seite gearbeitet. Die dort entstandenen Zeichnungen habe sie anschließend digitalisiert, zu einem Comic formatiert und mit Sprechblasen versehen, so die Künstlerin. In diesen finden sich nun Aussagen der Kinder zu ihren Bildern.

Um den Nachwuchs zu inspirieren, habe man sich über die Jahreszeiten unterhalten und typische Motive auf Plakaten betrachtet, berichtete Erzieherin Andrea Hertel. Anschließend sei Papier über mehrere Tische fixiert worden, sodass alle Kinder Platz zum Gestalten finden konnten, erklärte Hertel, die das Projekt "Kita und Künstler" der Belegschaft der Kita Krabbelkäfer vorgestellt hat.

Koordiniert wurde das Projekt von der Kontaktstelle für kulturelle Bildung der Stadt Chemnitz. Für die Ausschreibung ist Birgit Rehme-Iffert verantwortlich gewesen, die in diesem Jahr neun Bewerbungen erhalten habe, wie sie sagte. Sechs davon - darunter auch der Kalender der Krabbelkäfer - seien mit bis zu 1000 Euro gefördert worden. Bei der Auswahl der Projekte sei wichtig gewesen, dass die Selbstständigkeit der Kinder im Zentrum des Schaffens stehe, so Rehme-Iffert. Die Zusammenarbeit zwischen Stadt, Kita und Künstlern findet in diesem Jahr bereits zum sechsten Mal statt. Rehme-Iffert stelle nicht immer den Kontakt zwischen Künstlern und Tagesstätten her, sondern erhalte auch gemeinsame Bewerbungen von Künstler und Kita, berichtet sie.

So auch im Falle der Krabbelkäfer. Man habe sich schnell mit Seidel auf die Gestaltung eines Kalenders geeinigt, so Hertel. Kunst als non-verbaler Ausdruck sei an einem Ort, an dem Kinder aus 60 Nationen aufeinandertreffen, ganz normal.

Die Fördersumme deckt die Kosten für das Künstlerhonorar, die Materialien und den Druck. 150 Exemplare des Kalenders wurden produziert, damit jedes Kind eines mitnehmen könne, sagte Hertel.

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...